Vegetarischer Klassiker aus Indonesien: Nasi Goreng

Nasi Goreng ist ein mildes Reisgericht aus Indonesien – und ein weiteres Rezept aus der Kategorie „schnell, leicht und lecker“.

Nasi Goreng ist ein indonesischer Klassiker. Das milde Reisgericht ist weit verbreitet in dem südostasiatischen Land und vermutlich auf jeder Insel im Archipel erhältlich. Und Indonesien hat viele Inseln – über 17.000 sollen es sein!

Wahrscheinlich schmeckt Nasi Goreng überall anders, denn ein einheitliches Rezept gibt es nicht. Die Basis ist jedoch immer gekochter Reis. Hinzu kommen verschiedene Gemüsesorten, Gewürze, häufig Ei. Auch Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte können Bestandteile sein. Außerdem ist Nasi Goreng ein gutes „Reste-Essen“, wenn zum Beispiel am Vortag Reis übrigblieb oder Gemüse „wegmuss“. Die Zubereitung geht sehr schnell. Vor allem, wenn der Reis schon vorgekocht wurde.

Nasi Goreng schmeckt überall anders

„Nasi“ ist übrigens das indonesische Wort für „gekochter Reis“, „goreng“ für „gebraten“. „Nasi Goreng“ heißt also nichts anderes als „gebratener Reis“. Im Gegensatz zu „Mi Goreng“ („gebratene Nudeln“) oder „Kentang Goreng“ („gebratene Kartoffeln“). Wer Letzteres in einem „Imbiss“ oder „Restaurant“ („warung“ bzw. „rumah makan“) bestellt, erhält häufig allerdings einfach Pommes Frites.

Eine wichtige Zutat für Nasi Goreng ist „Kecap Manis“, die in Indonesien und Malaysia weitverbreitete süße Sojasoße. „Kecap“ bedeutet „Sojasoße“, „manis“ steht für „süß“. Wer salzige Sojasoße möchte, bestellt „Kecap Asin“.

Zutaten Nasi Goreng (für vier Personen):

4 Tassen gekochter Reis
4 Eier (eventuell weitere für Spiegeleier)
1 rote Paprika
2 Karotten
1 Tomate
1 Tasse Tiefkühlerbsen
3 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote
1 kleines Stück Ingwer
4 EL Kecap Mains
Öl (zum Beispiel Erdnussöl)
Salz
Eventuell grüne Gurke zum Dekorieren

Hinweise:

Die Zutatenliste ist sehr variabel. Viele andere Gemüsesorten passen, zum Beispiel Chinakohl, Pak Choi oder Sojabohnensprossen. Es gibt auch Varianten etwa mit Hühnchen oder Shrimps. Wenn kein Ei verwendet wird, ist das Gericht sogar vegan.

Kecap Manis gibt es hierzulande in Asia-Läden und in großen Supermärkten. Manchmal auch in Discountern, wenn gerade „Asia-Wochen“ sind.

Die Variante mit Ei heißt „Nasi Goreng Spesial“

Zubereitung Nasi Goreng:

1. Reis kochen (kann auch gut am Vortag geschehen).
2. Karotten und Paprika waschen und in dünne Streifen schneiden.
3. Die Eier in einer Schüssel aufschlagen und mit etwas Salz verquirlen. Anschließend in einer Pfanne ohne Öl ein Omelett braten. Dieses in mundgerechte Streifen schneiden.
4. Ingwer, Schalotten und Knoblauch schälen und in kleine Stücke hacken. Die Chilischote waschen, entkernen und ebenfalls kleinhacken. Alles zusammen mit etwas Salz im Mörser zerstampfen und anschließend mit drei Esslöffeln Öl kurz anbraten.
4. Die Tomate in kleine Stücke schneiden und hinzugeben.
5. Nun folgen Karotten und Paprika. Beides solange mitgaren, bis sie bissfest sind.
6. Jetzt die Erbsen, den gekochten Reis, die Omelett-Streifen und Kecap Manis hinzugeben und wenige Minuten weiterbraten.
7. Bei Bedarf pro Portion ein Spiegelei zubereiten (= „Nasi Goreng Spesial“)
8. Nasi Goreng auf einem Teller anrichten, mit Gurkenscheiben dekorieren und servieren.

Guten Appetit (Selamat makan)!

Text und Fotos: Julia Pilz/Heiko Meyer

Diese Beiträge könnten Dich ebenfalls interessieren:

20 leckere vegetarische und vegane Rezepte aus Indonesien
50 Bilder, die sofort Lust auf eine Indonesien-Reise machen
50 Topstrände in Asien – und jede Menge Infos dazu
Vegetarischer Klassiker aus Indonesien: Gado-Gado
Frittierter Tofu mit Zitronengras und Chili

Lob? Kritik? Anmerkungen? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

Gefällt Dir unser Blog? Dann folge uns auf Facebook oder Twitter und werde über jeden neuen Beitrag informiert!

Print Friendly, PDF & Email

8 Gedanken zu „Vegetarischer Klassiker aus Indonesien: Nasi Goreng

  1. Pingback: Vegetarischer Klassiker aus Indonesien: Gado-Gado | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  2. Pingback: Sambal Kering Kentang: Indonesische Bratkartoffeln | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  3. Pingback: Indonesisches Sambal Badjak mit Tempeh und Auberginen | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  4. Pingback: Für Vegetarier und Veganer: Süß-scharfes Tempeh Kering | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  5. Pingback: Festtagsschmaus Lapis Legit: Indonesischer Schichtkuchen | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  6. Pingback: 50 Bilder, die sofort Lust auf eine Indonesien-Reise machen | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  7. Pingback: Vietnam-Import: Frittierter Tofu mit Zitronengras und Chili | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  8. Pingback: 20 leckere vegetarische und vegane Rezepte aus Indonesien | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.