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Thailand-Reisen mit Kindern: Warum Koh Phangan eine gute Wahl ist

Thailand ist ein tolles Reiseziel für Familien mit Kindern. Einige Regionen eignen sich dafür besonders gut. Dazu gehört die Insel Koh Phangan. Aus gutem Grund.

Koh Phangan (auch Ko Pha Ngan) ist berühmt-berüchtigt für exzessive Full-Moon-Partys. Doch wer die Insel im Golf von Thailand auf dieses Ereignis rund um Vollmond reduziert, tut ihr Unrecht. Denn speziell für Reisen mit kleinen Kindern hat Koh Phangan viel zu bieten.

Highlights sind natürlich die schönen Strände, jeder davon mit eigener Atmosphäre. Einige fallen flach ab und sind daher besonders gut für Babys und Kleinkinder geeignet. Zudem verhindern häufig vorgelagerte Riffe eine starke Brandung, sodass die Kids gut am Strand spielen können.

Koh Phangan ist groß genug für einen längeren Aufenthalt

Koh Phangan ist knapp 20 Kilometer lang und zwölf Kilometer breit und somit groß genug für einen längeren Aufenthalt – aber ausreichend klein für unstressige Ortswechsel. Durch ihre günstige Lage und beste Verkehrsanbindungen lässt sich die Insel gut in Thailand-Rundreisen einbauen. Alles ist leicht zu organisieren. Viele Thais sprechen Englisch. Und wie überall in Thailand sind die Menschen sehr kinderlieb.

Zwar existieren medizinische Risiken. Doch für einfache Erkrankungen und Verletzungen gibt es auf Koh Phangan kleine Kliniken. Bei ernsthaften Problemen befinden sich auf der größeren Nachbarinsel Koh Samui Krankenhäuser mit internationalem Standard.

Aus all diesen Gründen haben wir uns bei der gemeinsamen Elternzeit in Thailand für Koh Phangan als erste Stranddestination entschieden. Mit unserer damals sechs Monate alten Tochter Emma verbrachten wir zwei Wochen auf der Insel – ein schöner Einstand!

Koh Phangans Strände

Koh Phangan besticht mit zahlreichen schönen Stränden, jeder davon mit besonderem Flair. Ein echter Topstrand ist der breite Thong Nai Pan Yai im Nordosten der Insel. Er liegt in einer geschützten Bucht, fällt sehr flach ab und eignet sich somit ideal für einen Badeurlaub mit Kleinkindern. Zudem bietet der Thong Nai Pan Yai viel Schatten und zumindest für uns genau die richtige Mischung aus Ruhe und Infrastruktur.

Ein echter Topstrand ist der Thong Nai Pan Yai. Er liegt im Nordosten von Koh Phangan in einer geschützten Bucht, fällt flach ab und eignet sich somit ideal für einen Badeurlaub mit Kleinkindern

Zudem bietet der Thong Nai Pan Yai Beach viel Schatten und zumindest für uns genau die richtige Mischung aus Ruhe und Infrastruktur

Wir verbinden mit dem Thong Nai Pan Yai besondere Erinnerungen. An diesem Strand planschte Emma das erste Mal in einem Swimmingpool und im Meer. Anfangs hatte sie Respekt vor den wenige Zentimeter hohen Wellen, war dann aber völlig begeistert vom warmen Wasser. Bis heute ist sie eine echte „Wasserratte“ und für jeden Schwimmbad-Besuch zu haben.

Auf Koh Phangan planschte Emma das erste Mal in einem Swimmingpool und im Meer. Anfangs hatte sie Respekt vor dem Wasser, war dann aber völlig begeistert

Zum ebenfalls sehr schönen Strand Thong Nai Pan Noi, der aufgrund starker Brandung für kleine Kinder zum Baden ungeeignet ist, dauert es zu Fuß nur 15 Minuten.

Nach ein paar Tagen wechselten wir nach Haad Yao (auch Hat Yao oder Long Beach) im Westen der Insel. Schräge Palmen, feiner Sand und ein paar fotogene Longtailboote sorgen für die perfekte Postkartenkulisse – klares Wasser und romantische Sonnenuntergänge inklusive. Obwohl der etwa einen Kilometer lange, seicht abfallende Strand mitunter sehr gut besucht ist – auch von vielen Familien mit Kindern – geht es sehr entspannt zu. Es gibt nette Restaurants und Bars nah am Meer und an der Hauptstraße Einkaufsmöglichkeiten, etwa einen rund um die Uhr geöffneten 7-Eleven-Supermarkt, sowie Geldautomaten (ATMs).

Nach ein paar Tagen wechselten wir zum Haad Yao Beach im Westen von Koh Phangan – eine gute Wahl!

Am Haad Yao Beach sorgen schräge Palmen, feiner Sand und klares Wasser für die perfekte Postkartenkulisse

Es gibt nette Restaurants und Bars nah am Meer…

… und an der Hauptstraße Einkaufsmöglichkeiten und Geldautomaten (ATMs)

Im Osten von Koh Phangan befindet sich ein weiterer Strand namens Haad Yao. Es gibt sicherlich Gründe, warum er auch Paradise Beach genannt wird.

Nördlich des Haad Yao Beach (West) folgt in einer geschützten Bucht der Haad Salad (Hat Salad) mit seichtem Wasser und bei Flut einem sehr schmalen Strand. Bei unserer kurzen Stippvisite erschien er uns sehr ruhig.

Definitiv einen Besuch wert ist der nächstfolgende Strand: der Haad Mae Haad (Hat Mae Hat). Der Sand ist etwas gröber als anderswo. Aber im flachen Wasser können Kids gut plantschen. Ein echter Hingucker ist die durch eine Sandbank mit Koh Phangan verbundene Insel Koh Ma. Es handelt sich um ein beliebtes Ausflugsziel. Deshalb darf niemand erwarten, allein zu sein.

Ein echter Hingucker ist die durch eine Sandbank mit Koh Phangan verbundene Insel Koh Ma

Am wohl ursprünglichsten wirkt der zweieinhalb Kilometer lange, schmale Chaloklum Beach in einer Bucht im Norden. Das liegt an dem kleinen Ort, der sich in der Mitte des Strandes befindet. Von dort ziehen die Fischer hinauf aufs Meer und lassen anschließend ihren Fang in der Sonne trocknen. Es gibt günstige Unterkünfte. Aber der Strand erscheint trotz vieler Palmen nicht ganz so malerisch.

Am ursprünglichsten wirkt der Chaloklum Beach in einer Bucht im Norden von Koh Phangan

Fischer ziehen hinauf aufs Meer und lassen anschließend ihren Fang, in diesem Fall Tintenfische, in der Sonne trocknen

Bei der Aufzählung von Koh Phangans Stränden darf der extrem touristische Haad Rin Nok Beach (Hat Rin Nok) im Süden der Insel natürlich nicht fehlen. Dort finden einmal im Monat die berühmten Full Moon Partys statt. Auch außerhalb dieser Zeit ist der wunderbar weiße und feine Strand tagsüber und abends meist sehr gut besucht.

Eine komplette Übersicht aller Strände gibt es auf My Koh Phangan.

Tagesausflug zum Ang Thong National Marine Park

Ein lohnenswerter Tagesausflug führt von Koh Phangan per Boot in den Ang Thong National Marine Park. Dabei werden einige der über 40 Inseln des Ang-Thong-Archipels angefahren. Dazu gehört Koh Wua Talap mit einem der bekanntesten Viewpoints Thailands. Doch der Weg dorthin ist anstrengend und führt zuletzt über spitze Felsen. Bei der Tour wird im tiefen Wasser geschnorchelt und führen steile Treppen hinauf zu einem Aussichtspunkt auf eine Lagune – nicht gerade kindgerechte Aktivitäten.

Ein Ausflug führt in den Ang Thong National Marine Park mit über 40 Inseln. Dazu gehört Koh Wua Talap

Auf Koh Wua Talap befindet sich einer der bekanntesten Viewpoints Thailands. Doch der Weg dorthin ist anstrengend und führt zuletzt über spitze Felsen

Während sich Babys die ganze Zeit umhertragen lassen, eignet sich der Trip nicht für Kleinkinder. Schließlich gibt es für sie zu wenig Bewegungsmöglichkeiten, und man verbringt viel Zeit auf dem Boot. Ältere Kinder werden die vielen Schwimmmöglichkeiten bestimmt genießen.

Die Tagestour wird überall auf Koh Phangan angeboten. Bei schlechtem Wetter kann es auf dem Boot ungemütlich werden.

Ältere Kinder werden die vielen Schwimmmöglichkeiten bei der Tour in den Ang Thong National Marine Park genießen

Weitere Aktivitäten

Die Zeit nur am Strand zu verbringen, kann auf Dauer zu eintönig sein. Aber Koh Phangan bietet genug Abwechslung. Begeistert sind Kinder sicher vom Elefantenreiten. Ob die Tiere artgerecht gehalten werden, steht auf einem anderen Blatt. Doch wer mit seinen Kleinen großen Elefanten einmal ganz nah kommen will, hat die Möglichkeit dazu.

Zudem lädt Koh Phangans Natur zu Wanderungen durch Urwald, hinauf zu Bergen und zu Wasserfällen ein. Aufgrund der körperlichen Anstrengungen und des feucht-heißen Klimas sollten solche Touren nur mit älteren Kindern unternommen werden.

Aktivitäten wie Tauchen, Yoga und Kochkurse sind eher etwas für Erwachsene.

Risiken und Gefahren

Grundsätzlich besteht das Risiko, sich mit Tropenkrankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber anzustecken. Deshalb ist Mückenschutz (zum Beispiel mit Nobite Sensitive* oder Doctan*) dringend angebracht. Am besten lässt man sich durch Tropenmediziner und Kinderarzt beraten – auch zum Thema Reiseapotheke. Man sollte sich aber nicht verrückt machen lassen.

Sonnenbrand ist eine ernstzunehmende Gefahr in den Tropen. Davor schützen Sonnencreme mit LSF 50 (zum Beispiel Ladival*), Kleidung mit UV-Schutz, Kopfbedeckung und Sonnenbrille. Kinder sollten sich die meiste Zeit des Tages – besonders mittags – im Schatten aufhalten.

Zuletzt gab es auf Koh Phangan vereinzelt Todesfälle durch giftige Würfelquallen (Box Jelly Fish). Dürfen Kinder deswegen überhaupt ins Meer? Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. 100-prozentige Sicherheit besteht nur, wenn die Kids am Strand spielen und sonst in einem Swimmingpool baden.

Wesentlich häufiger kommen Verkehrsunfälle vor. Viele Touristen erkunden die Insel mit einem Motorroller (Scooter). Die meisten Straßen sind im schlechten Zustand und teils sehr hügelig. Deshalb sollten solche Touren auf gar keinen Fall mit einem Kind als Beifahrer unternommen werden! Stattdessen sind Sammeltaxis das Verkehrsmittel der Wahl.

Übrigens: Bei Faszination Südostasien äußern sich Reiseblogger – unter anderem auch wir – zu Ängsten, Risiken und Bedenken vor einer Thailand-Reise mit Kindern.

Medizinische Versorgung

Für einfache Erkrankungen und Verletzungen gibt es nahe des Hauptorts Thong Sala mehrere Kliniken, die 24 Stunden geöffnet haben. Dazu gehören das First Western Hospital sowie eine Filiale des Bangkok Hospitals.

Bei ernsthaften Problemen befinden sich auf der größeren Nachbarinsel Koh Samui Krankenhäuser mit internationalem Standard. Einen guten Ruf genießt das Bangkok Hospital Samui in Chaweng. Außerdem heben tagsüber quasi im Stundentakt die Flieger von Samui nach Bangkok ab, wo es eine Fülle an erstklassigen Krankenhäusern gibt. Sehr beruhigend!

Meist müssen die Behandlungskosten und Medikamente sofort bezahlt werden. Die Rechnung lässt sich dann bei der Auslandsreisekrankenversicherung (zum Beispiel von TravelSecure*, dem Testsieger bei Stiftung Warentest) einreichen. Solch eine Versicherung ist extrem wichtig! Denn falls wirklich etwas Ernsthaftes passiert, wird es schnell sehr teuer.

Essen für Babys und Kleinkinder

Wer noch stillt, hat sowieso kein Problem. Wenn das Baby bereits Gläschen und Fläschchen bekommt, wäre es bei kurzen Reisen eine Option, die benötigte Menge von zu Hause mitzubringen. Das erspart langes und stressiges Suchen vor Ort. Auf Koh Phangan ist Babynahrung in Form von kleinen Heinz-Gläschen und Obst-Gemüse-Quetschbeuteln in einem größeren Supermarkt in Thong Sala erhältlich, aber deutlich teuer als in Deutschland. Wer länger unterwegs ist, könnte auf dem Festland bei Tesco & Co. zumindest etwas günstiger einkaufen.

Für erste Breimahlzeiten hatten wir Getreideflocken dabei und peppten sie mit Gemüsegläschen auf. Getreideflocken und eventuell Milchpulver bringt man am besten von zu Hause mit. So weiß man, dass das Kind die Nahrung mag und kann sicher sein, dass kein Zucker zugesetzt wurde – was bei thailändischen Produkten leider recht üblich ist.

Für erste Breimahlzeiten hatten wir Getreideflocken dabei und peppten sie mit Gemüsegläschen auf

Bei Flaschenkindern kann es ebenfalls nicht schaden, Fläschchen, eine Flaschenbürste, einen kleinen Wasserkocher und eine Thermoskanne bereits von zu Hause mitzubringen. Kochendes Wasser gibt es auf Nachfrage aber in allen Restaurants. In vielen „besseren“ Hotels befindet sich ein Wasserkocher auf dem Zimmer.

Ansonsten mögen fast alle Kinder Reis und Obst. Zudem kocht man in Restaurants auf Nachfrage gern ungewürzte Speisen wie Gemüse. Die Banane danach gibt´s meist „von oben“.

In Restaurants zeigt sich immer wieder, wie kinderfreundlich die Thais sind. So bietet sich nicht selten die Bedienung als Babysitter während des Essens an. Unsere Tochter hat es genossen, herumgetragen zu werden oder die ansässigen Haustiere gezeigt zu bekommen. Solange konnten wir Eltern in Ruhe – wir sprechen hier von zehn Minuten – das Abendessen genießen.

In Restaurants zeigt sich immer wieder, wie kinderfreundlich die Thais sind. So bietet sich nicht selten die Bedienung als Babysitter während des Essens an

Für ältere Kinder

Ältere Kinder mit ausgeprägten Essgewohnheiten und Vorlieben werden in Thailand keine Probleme haben. Frisches, geschältes Obst mag fast jedes Kind. So köstliche Mangos, Ananas, Melonen und Papaya wie in Thailand gibt es in Deutschland kaum.

Gekochte Speisen wie Pad Thai, Omelett, Reisgerichte und Nudelsuppen oder Sticky Rice mit Mango können Kinder ebenfalls unbedenklich essen. Im Zweifel sollte man „mai ped“ (nicht scharf) bestellen. Aber wer auf Koh Phangan in der Gastronomie arbeitet, spricht Englisch und kennt die Wünsche der Touristen.

Trinkwasser gibt es in verschlossenen Flaschen in jedem Supermarkt und Restaurant. Leitungswasser gilt als absolutes No-go! Auch bei Eiswürfeln sollte Vorsicht walten. Sie können mit Hepatitis-A-Erregern verseucht sein oder Magen- und Darmprobleme verursachen. Wir lassen unsere Tochter vorsichtshalber immer nur Säfte ohne Eis trinken.

Spezielle Kinderprodukte

Für die erste Zeit in Thailand brachten wir eine große Packung Windeln von Zuhause mit. Windeln gibt es aber auch auf Koh Phangan in jeder 7-Eleven-Filialen und in anderen Shops, allerdings teurer als in Deutschland. Die Marke „Mamy Poko“ fanden wir qualitativ in Ordnung.

Zudem hatten wir diesen Buggy* dabei. Wir haben uns dafür entschieden, weil sich die Lehne zurückklappen lässt, es einen Sonnenschutz gibt und das Gefährt nicht so schwer und in dieser Kombination nicht so teuer ist. Auf Asphalt oder festen Wegen lässt sich das Gerät wunderbar schieben, im Strandsand natürlich überhaupt nicht. Aber für den Mittagsschlaf eignet sich ein Buggy ideal. Wir nutzen ihn immer noch.

Wir hatten einen Buggy dabei

Wenn die Sprösslinge noch ganz klein sind, empfiehlt sich eine Babytrage. Unsere Wahl fiel auf den Ergobaby* – wir fanden ihn in Ordnung. Es gibt sogar Modelle, die sich zum Baden im Wasser eignen, zum Beispiel das Tragetuch Sling Baby*.

Julia mit Emma in einer Babytrage

Den Mittagsschlaf und nachts verbrachte Emma in einem Reisebett von Deryan*. Es schützt vor Mücken, wiegt wenig, baut sich quasi selbst auf und ist leicht zu transportieren.

Mehr dazu in unserer Packliste für Reisen mit Babys und Kleinkindern in Asien.

Nach dem Mittagsschlaf war Emma besonders gut drauf

Unterkünfte auf Koh Phangan

An Unterkünften herrscht kein Mangel. Doch mit zunehmendem Tourismus weichen einfache Hütten immer mehr gut ausgestatteten Bungalowanlagen und schicken Resorts. Günstigere Übernachtungsmöglichkeiten lassen vor Ort finden. Die besten Preise für teurere Resorts und Hotels gibt es meist bei Buchungsportalen wie Booking.com*.

Unabhängig von der Preisklasse sind viele Unterkünfte an Feiertagen wie Songkran sowie über Weihnachten und Neujahr komplett belegt. Noch extremer ist die Lage während der Full Moon Partys (Termine). Die Preise verdreifachen sich, und die Insel ist bis auf die letzte Matratze ausgebucht. Ohne bestätigte Reservierung geht dann gar nichts!

Für die ersten Tage haben wir von Deutschland aus das Central Cottage Resort (das inzwischen The Four Resort* heißt) am Thong Nai Pan Yai Beach vorgebucht. Den Preis empfanden wir als zu hoch für das Gebotene. Aber wir hatten einen akzeptablen Bungalow mit Terrasse in Strandnähe und einen Swimmingpool. Die Lage ist top!

Am Haad Yao Beach haben wir uns einfach durchgefragt und etwas Passendes gefunden.

Anreise nach Koh Phangan

Viele Wege führen nach Koh Phangan. Der von Europa aus schnellste umfasst einen Langstreckenflug nach Bangkok und einen recht teuren Anschlussflug nach Koh Samui mit Bangkok Airways. Von dort geht es weiter mit dem Boot nach Koh Phangan. Für das letzte Stück zu den Stränden lässt sich mit anderen Reisenden ein Sammeltaxi chartern.

Weniger kosten (aber länger dauern) die Varianten mit Zug oder Flug von Bangkok nach Chumpon oder Surat Thani und von dort weiter per Fähre. Air Asia und Nok Air bieten Kombinationstickets ab Bangkok an, die Inlandflug, Transfer zum Hafen und die Fährüberfahrt nach Koh Phangan umfassen. Alles selbst zu organisieren, ist günstiger (aber aufwändiger).

Wir recherchieren Flüge am liebsten bei Skyscanner*. Damit lassen sich nicht nur die besten Langstreckenverbindungen finden, sondern auch gute Angebote regionaler Billigflieger.

Flugverspätung? Flugausfall? Flightright* hilft bei der Durchsetzung von Fluggastrechten – und sorgte dafür, dass uns die Airline eine Entschädigung zahlte. Ein Erfahrungsbericht.

Von Koh Phangan bestehen Fährverbindungen zu den Inseln Koh Tao und Koh Samui sowie ans Festland nach Chumpon (für die Weitereise nach Ranong, Ban Krut oder Prachuap Khiri Khan) und Don Sak (für Surat Thani, Krabi oder Nakhon Si Thammarat).

Beste Reisezeit

Als optimale Reisezeit für Koh Phangan gelten die Monate Dezember bis April. Dann regnet es statistisch am wenigsten. Die Insel lässt sich aber ganzjährig bereisen, auch während der deutschen Sommerschulferien im Juli und August.

Auslandsreisekrankenversicherung

Wichtig! Unbedingt eine gute Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, zum Beispiel von TravelSecure*, dem Testsieger bei Stiftung Warentest. Die Kosten dafür sind überschaubar. Aber falls wirklich etwas Ernsthaftes passiert, wird es schnell sehr teuer.

Reiseführer

Thailand ist eins der beliebtesten Reiseziele Südostasiens. Entsprechend groß ist das Angebot an Reiseführern. Wir sind am liebsten mit dem „Stefan Loose Reiseführer Thailand„* beziehungsweise dem „Stefan Loose Reiseführer Thailand Der Süden„* unterwegs. Aber der „Lonely Planet„* erfüllt seinen Zweck ebenso.

Koh Phangan mit Kindern? Kann man machen!

Wie gefällt Dir Koh Phangan? Haben wir etwas Wichtiges vergessen?

Text und Fotos: Heiko Meyer und Julia Pilz

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4 Gedanken zu „Thailand-Reisen mit Kindern: Warum Koh Phangan eine gute Wahl ist

  1. Christian Schirra

    Ein Kommentar zum Dengue-Fieber. Ich hatte selbst Dengue in Thailand und studiere Medizin (10. Semester). Das Risiko des tödlichen Verlaufs ist bei Kleinkindern massiv erhöht. Ich hatte selbst einen relativ starken Verlauf (Ödeme, kleine Hautblutungen, generelles Blutungsrisiko, Dehydratation, 7 Tage Krankenhaus) und weiß, dass ein kleiner Organismus damit wahrscheins nicht so gut klar gekommen wäre. Da Dengue-Infektionen weltweit im Moment zunehmen, sollte man sich schon überlegen, ob man ein Baby mit in die Tropen nimmt. Bei Kleinkindern zwischen 1-5 Jahren kann man diskutieren, aber unter einem Jahr finde ich es sehr bedenklich, da das Immunsystem in dieser Zeit noch nicht vollständig ausgebildet ist. Leider haben wir viel zu viele Babys im Urlaub gesehen und konnten das selbst kaum nachvollziehen, wie man das Risiko eingehen kann. Vor allem habe ich die Erfahrung gemacht, dass außerhalb der großen Städte die Ärzte nur eingeschränkt Ahnung haben. In Khao Lak wurde ich nicht ernst genommen, obwohl ich die klassischen Beschwerden hatte (Knochenbrecherschmerzen an Beinen, unterer Rücken; stärkste Kopfschmerzen v.a. hinter den Augen; Vomitting; 39,5 Fieber; Dehydratation). Dort gab es keine Klinik, es gibt eigentlich fast nirgends eine Klinik. Meist sind es niedergelassene Ärzte. Wenn man nimmt, dass dieser Arzt mir nicht mal eine Infusion angehängt hat, obwohl das bei Verdacht ganz wichtig ist und den Verlauf entscheidend beeinflusst, finde ich das sehr bedenklich und spricht gegen eine gute medizinische Versorgung. Seine Diagnose lautete Magenentzündung, die ich absolut nicht hatte. Danach wurde ich in Bangkok behandelt. Dort ist die medizinische Versorgung sehr gut. Phuket wäre ähnlich gewesen.

    Ich habe mich im Krankenhaus dort auch sehr in die Thematik reingelesen und die Zahlen für Thailand nachgelesen. In Thailand steigen in den letzten Jahren die Dengue-Fälle massiv, 2015 140.000. 1987 waren es mal 170.000. Dies war die letzte Epidemie. Aufgrund des massiven Anstiegs in den letzten Jahren und des zu erwartenden Peaks im Jahr 2016 mit nochmal mehr Infektionen, rate ich vom Reisen mit Babys wirklich ab. Dies wirkt für manchen übertrieben, aber der Virus scheint mutiert zu sein, weswegen es auch immer mehr junge Erwachsene wie mich trifft. Das Dengue-Risiko ist über die gesamte Fläche von Thailand sehr hoch. Thailand gilt hier als Hochrisikoland.

    Quellen: http://www.reuters.com/article/us-asia-dengue-vaccine-idUSKCN0US1IB20160114
    https://en.wikipedia.org/wiki/Dengue_fever englische Quelle ist wesentlich besser
    http://www.tropeninstitut.at/denguefieber.htm
    + eigene Erfahrung

    Antworten
  2. Julia

    Hallo Christian,

    Danke Dir für Deinen informativen, fachlichen Kommentar. Ja, Dengue ist eine sehr ernstzunehmende Gefahr. Super, dass Du unseren Artikel um Dein Wissen bereichert hast.

    Viele Grüße,
    Julia

    Antworten
  3. Markus

    Hallo,
    sehr schöner Blog. Wir werden Ende Februar mit unserer dann 13-monatigen Kleinen nach Bangkok fliegen und lasse mich momentan durch diverse Blogs von möglichen Reisezielen inspirieren.
    Gerade euer Blog ist mir eine große Unterstützung für das Planen einer Reise mit einem Kleinkind, v.a. was die Themen Windeln, Essen usw. anbelangt.
    Daher ein großes Lob und weiter so!
    Zum Thema Denguefieber ein Zitat des Tropeninstituts: „Bis dahin wird das Denguefieber ein wenig vermeidbares Risiko für Ferntouristen bleiben.“ – entweder traut man sich, oder man lässt es eben… Ohne mit diesem Kommentar jemandem zu nahe treten oder das Risiko verharmlosen zu wollen…

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Markus,

      danke für Deinen Kommentar. Es freut uns sehr, dass wir etwas Inspiration liefern können. Wir wünschen Dir und Euch gute Reise, eine schöne Zeit und eine sichere, gesunde Heimkehr.

      Viele Grüße,
      Heiko (und Julia)

      Antworten

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