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Khao Yai National Park, Thailand: Highlights, Tipps & Eindrücke

Der Khao Yai National Park zählt zu den schönsten Nationalparks Thailands. In diesem Reisebericht teile ich Highlights wie wilde Tiere, Wasserfälle und Aussichtspunkte ebenso wie persönliche Erfahrungen, Tipps zur Organisation und Touren ab Pak Chong.

Der Khao Yai National Park ist der älteste Nationalpark Thailands. Er ist berühmt für seine artenreiche Flora und Fauna sowie für beeindruckende Wasserfälle und Aussichtspunkte.

Beliebtester Ausgangspunkt für einen Besuch des Khao-Yai-Nationalparks ist die etwa 25 Kilometer nördlich des Eingangs gelegene Kleinstadt Pak Chong mit guter Infrastruktur. Sie befindet sich etwa drei Fahrstunden nordöstlich von Bangkok und ist auch von vielen anderen Orten aus gut erreichbar.

Der Khao Yai National Park lässt sich sowohl im Rahmen einer organisierten Tour als auch auf eigene Faust mit dem Motorroller oder Mietwagen erkunden. Ich bleibe drei Nächte in Pak Chong und probiere beide Varianten aus. Mehr dazu in diesem Reisebericht.

Khao Yai National Park, Thailand, Eingang, Khao-Yai-Nationalpark
Eingang zum Khao Yai National Park

Vorab meine persönlichen Highlights im Khao Yai National Park:

  • Hunderttausende Fledermäuse, die nach Sonnenuntergang aus ihrer Höhle strömen und wie ein schwarzes Band in den Himmel ziehen
  • Der dichte, sattgrüne, laute Urwald mit teilweise jahrhundertealten Bäumen
  • Tierbegegnungen, unter anderem mit Gibbons und Makaken, Schlangen, Nashornvögeln, Hornissennestern, Rotwild sowie Hunderten Schmetterlingen. Von den hier lebenden Elefanten sehe ich leider nur Fußabdrücke, plattgetrampelte Pfade und… Kacke
  • Wunderschön in die Natur eingebettete Wasserfälle, die am Ende der Trockenzeit allerdings wenig Wasser führen
  • Wasser aus Lianen trinken
  • Tolle Viewpoints mit beeindruckenden Ausblicken

Mein Fazit: Eine Reise in den Khao-Yai-Nationalpark lohnt sich auf jeden Fall!

30 km Viewpoint, Khao Yai National Park, Thailand, Heiko Meyer
Mein Fazit: Eine Reise in den Khao-Yai-Nationalpark lohnt sich!

Organisation des Besuches im Khao-Yai-Nationalpark

Der Khao-Yai-Nationalpark lässt sich sowohl als organisierter Ausflug als auch individuell besuchen. Bei der – vor Ort, in Bangkok oder online unter anderem bei GetYourGuide* gebuchten – Tour ist neben dem Transport ein Guide dabei. Dieser kennt das Terrain und kann viel zur Tier- und Pflanzenwelt erzählen. Doch auch die Erkundung mit dem Motorroller oder Mietwagen hat ihre Vorteile. Denn die Straßen sind gut ausgebaut, und wer nicht Trekken gehen möchte, erreicht manche Highlights unabhängig und im eigenen Tempo.

Eintritt: 400 Baht pro Erwachsenen, 200 Baht für Kinder zwischen zwei und zwölf. Für Motorroller fallen zusätzlich 20 Baht, für Autos 30 Baht an.

Der Khao-Yai-Nationalpark ist ein beliebtes Wochenendausflugsziel für die Hauptstädter. Unter der Woche ist weniger los.

Weitere organisatorische Details unter: https://khaoyainationalpark.com/en/.

Khao-Yai-Touren ab Pak Chong

Ab Pak Chong lassen sich bei lokalen Anbietern wie Bobby‘s Jungle Tours oder Greenleaf Guesthouse & Tours Tagestouren für 1500 Baht (etwa 40 Euro) in den Khao-Yai-Nationalpark (inklusive 400 Baht Eintritt, Essen, Getränke, Transport und Guide) sowie Halbtagstouren für 500 Baht (knapp 14 Euro) außerhalb des Nationalparks buchen. Unterkünfte wie das Pakchong Center Poshel* (siehe unten) vermitteln die Touren, auch sehr kurzfristig (bei mir 15 Minuten vor Beginn).

Khao-Yai-Touren ab Bangkok

Ab Bangkok, unter anderem ab der Khao San Road, lassen sich komplette Tourpakete in den Khao-Yai-Nationalpark organisieren. Diese lassen sich unter anderem bei GetYourGuide* vergleichen und buchen.

Tour in den Khao-Yai-Nationalpark suchen* »

Mit dem Motorroller durch den Khao-Yai-Nationalpark

In Pak Chong lassen sich zum Beispiel nahe beim Bahnhof und dem Pakchong Center Poshel* Motorroller für 300 Baht pro Tag mieten. Bis zum Eingang des Nationalparks sind es etwa 25 Kilometer. Der erste Teil der Strecke führt über eine vielbefahrene Nationalstraße, die sich für Fahranfänger weniger eignet.

Der Khao-Yai-Nationalpark ist sehr weitläufig. Die Straßen sind in sehr gutem Zustand und wenig befahren, an einigen wenigen Passagen aber steil und kurvig.

Beware Cobra Crossing, Straßenschild, Khao Yai National Park, Thailand
Die Straßen im Khao-Yai-Nationalpark sind in einem sehr guten Zustand. Immer wieder warnen Schilder vor Gefahren

Nachtsafari

Im Nationalpark werden pro Tag zwei einstündige Night Safaris angeboten: von 19 bis 20 sowie von 20 bis 21 Uhr. Wer daran teilnehmen möchte, bucht die Nachtsafari vor 18 Uhr im Visitor’s Center.

Ganztagestour in den Khao-Yai-Nationalpark von Pak Chong aus

Von Pak Chong aus unternehme ich eine organisierte Ganztagestour in den Khao-Yai-Nationalpark, gebucht am Vortag in meinem Hotel* für 1500 Baht (etwa 40 Euro, inkl. 400 Baht Nationalparkeintritt, Mittagessen, Transport, Guide und Getränke).

Los geht es an einem Sonntag um 8 Uhr. Bis zum nördlichen Eingang des Nationalparks sind es etwa 45 Fahrminuten. Dort soll sich unsere Gruppe spezielle, vor Blutegel schützende Strümpfe anziehen. Im Laufe des Tages stellen wir fest, dass wir sie nicht brauchen. Vermutlich helfen die einheitlichen Farben den Guides aber auch dabei, ihre Gruppen besser im Blick zu behalten.

Erster Stopp ist ein Aussichtspunkt namens 30 km Viewpoint, der direkt an der Straße liegt. Von dort bieten sich ein schöne Blicke auf die dicht bewaldeten Berge.

30 km Viewpoint, Khao Yai National Park, Thailand, Aussichtspunkt, Wald
Blick vom 30 km Viewpoint auf die dicht bewaldeten Berge

Nach einem kurzen Halt am Visitor’s Center, in dem wir uns die Ausstellung anschauen, fahren wir weiter und wandern etwa zwei Stunden den 3,3 Kilometer langen Trail 3. Dieser führt zunächst durch savannenähnliches Gelände zum Nong Pak Chi Observation Tower, der sich nahe an einem Teich befindet. Die Ausblicke sind schön, bis auf Vögel und Insekten sehen wir jedoch keine Tiere. Vermutlich gibt es in den frühen Morgenstunden sowie am späten Nachmittag mehr Tiere zu erspähen.

Gern würden wir einige der 400 in dem Nationalpark lebenden Elefanten erblicken – es bleibt aber bei der Sichtung von deren Fußabdrücken, Wanderwegen und Kot.

Die zweite Hälfte der Strecke führt durch Urwald. Wir sehen (und hören) Gibbons, Vögel, Spinnen, riesige Bäume und trinken Wasser aus einer Liane.

gut getarnte Spinne an einem Baum im Khao-Yai-Nationalpark in Thailand
Gut getarnte Spinne an einem Baum
Wasser aus Lianen trinken, Khao Yai National Park, Thailand, Tour
Wir probieren Wasser aus einer Liane – es schmeckt leicht bitter

Die Mittagspause verbringen wir im Food Court nahe des Visitor’s Centers. Über den Parkplatz laufen Affen und Hirsche – die größten Tiere sehen wir also ausgerechnet dort, wo es viele Menschen (und deren Essen und Abfälle) gibt.

Hirschkuh, Straße, Visitor's Center, Khao Yai National Park, Thailand
Hirschkuh auf der Straße beim Visitor’s Center
Affen, Visitor's Center, Khao Yai National Park, Thailand
Affen haben es auf Essensreste der Menschen abgesehen und verspeisen diese in einem nahen Waldstück

Nun folgt ein Highlight: der Haew-Suwat-Wasserfall. Dort wurden einige Szenen des Films „The Beach“* gedreht, dort sprang Leonardo DiCaprio über die Klippen. Vom Parkplatz sind es etwa 200 Meter über steile Treppen dorthin. Unterwegs sehen wir eine grüne Schlange in einem Baum ruhen. Der Wasserfall ergießt sich aus mehr als 20 Metern Höhe von einer Klippe in ein Becken – ein schöner Anblick, auch wenn er jetzt am Ende der Trockenzeit nicht allzu viel Wasser führt. Etwas weiter weg vom Wasserfall scheinen diverse Schmetterlinge um eine Wasserstelle in der Luft zu tanzen.

Haew-Suwat-Wasserfall, Khao-Yai-Nationalpark, Thailand, Viewpoint
Erster Blick auf den Haew-Suwat-Wasserfall
Haew-Suwat-Wasserfall, Khao Yai National Park, Thailand
Trotz Wassermangel schön anzusehen: der Haew-Suwat-Wasserfall
Urwald, Fluss, Khao Yai National, Park, Thailand
Urwald in der Nähe des Wasserfalls

Auf einem schönen gelegenen Campingplatz, der Lam Takhong Campsite, grasen zahlreiche Hirsche und Hirschkühe, die sich an uns Menschen nicht stören. Auch eine Horde Affen zieht über das Gelände, wirkt aber vorsichtiger.

Hirschkühe, Lam Takhong Campsite, Khao Yai National Park, Thailand
Auf der Lam Takhong Campsite grasen zahlreiche Hirsche und Hirschkühe
Hirschkuh, Lam Takhong Campsite, Khao Yai National Park, Thailand
Offensichtlich sind die Tiere an Menschen gewöhnt
Eine Horde Affen zieht über das Gelände, Khao Yai National Park, Thailand
Eine Horde Affen zieht über das Gelände

Auf dem Weg zum Ausgang halten wir ein letztes Mal an der Straße und blicken auf einen riesigen Obstbaum, an dem zahlreiche Hornissennester hängen. Die Früchte locken Nashornvögel an.

Gegen 17:30 Uhr sind wir wieder zurück im Hotel*. Danke an das Team sowie an Heike, Ulrike, Michael und Uwe aus Berlin für diesen schönen Tag im Khao Yai National Park.

Tour, Khao Yai National Park, riesiger Baum, Wurzel, Tagesausflug
Danke für diesen schönen Tag im Khao Yai National Park

Khao Yai National Park auf eigene Faust erkunden

Tags drauf fahre ich mit dem Motorroller noch einmal in den Khao Yai National Park. Im Visitor’s Center sind an diesem Montag wesentlich weniger Besucher unterwegs, und im Food Court bieten nur wenige Garküchen Essen an.

Thai-Food, Food Court, Visitor's Center, Khao Yai National Park, Thailand
Tags drauf bieten im Food Court nur wenige Garküchen Essen an. Verhungern muss dennoch niemand

Von dort geht es 22 Kilometer weiter südlich zum Heo-Narok-Wasserfall (Heo Narok Waterfall, auch Haew Narok Waterfall). Die Straße ist nur wenig befahren, und der bis nah an die Fahrbahn reichende Urwald wirkt zum Teil wie eine große, grüne Wand.

Am Parkplatz gibt es eine Garküche, Toiletten und Infotafeln. Dort führt ein gut ausgebauter Weg durch dichten Urwald zum Wasserfall. Die letzten 100 Meter geht es über steile, schmale Treppen hinab zu den Aussichtsplattformen. Der Heo Narok Waterfall ergießt sich in drei Stufen über 150 Meter in die Tiefe. Von den Plattformen ist die erste zu sehen, bei der das Wasser von einer 60 Meter hohen Klippe hinabstürzt – normalerweise. Denn bei meinem Besuch am Ende der Trockenzeit tröpfelt nur ein kleines Rinnsal hinab, während viele Bilder im Internet den Heo Narok Waterfall als kraftvollen Fluss zeigen. Nach dem ersten enttäuschenden Anblick freue ich mich trotzdem über den Besuch. Denn der steile Wasserfall liegt eingebettet zwischen einer Felswand und dem Urwald – auch ohne Wassermassen ein beeindruckender Anblick.

Heo-Narok-Wasserfall, Haew Narok Waterfall, Khao Yai National Park, Thailand
Inmitten beeindruckender Natur: der Heo-Narok-Wasserfall

Der an der Straße drei Kilometer südlich liegende Km. 18 Viewpoint ist ursprünglich mein nächstes Ziel – bis mir jemand sagt, dass sich dieser Abstecher noch weiter südlich nicht lohnen würde.

Also geht es zurück in den Norden des Khao-Yai-Nationalparks zum Pha Trom Chai Viewpoint. Er gilt als einer der höchsten befahrbaren Punkte Zentralthailands. Er befindet sich an einer Militärstation (mit netten Soldaten, bei denen ich mein Handy laden darf). Von den Plattformen bieten sich wunderbare Ausblicke auf den dichtbewaldeten Khao-Yai-Nationalpark. Ein kleines Café und ein Verkaufsstand für Omelett auf Reis sorgen für kulinarisches Wohl in dieser besonderen Umgebung. Immer wieder kommen Affen auf der Suche nach Essbarem vorbei – oder toben sich gegenseitig aus.

Pha Trom Chai Viewpoint, Khao Yai National Park, Thailand
Vom Pha Trom Chai Viewpoint bieten sich wunderbare Ausblicke auf den dichtbewaldeten Khao-Yai-Nationalpark
Affen, Pha Trom Chai Viewpoint, Khao Yai National Park, Thailand
Immer wieder kommen Affen vorbei

Einen knappen Kilometer zu Fuß geht es zum nächsten – und mit 1200 Metern höchsten – Aussichtspunkt, dem Pha Diao Dai Viewpoint, auch Lonely Cliff genannt. Dorthin führt ein mehrere Hundert Meter langer Holzweg. Von dem über den Abgrund ragenden Felsplateau bietet sich ein spektakuläres Panorama über das Tal – lese ich nach meiner Rückkehr im Internet. Denn leider informiere ich mich nicht gut genug, sodass mir dieses Highlight im Khao-Yai-Nationalpark entgeht. Ein vermeidbarer Fehler!

Auf dem Rückweg zum Ausgang des Parks zeigen sich an der Straße immer wieder Hirsche und andere Hirscharten sowie vor allem Affen. An der Stelle, an der wir tags zuvor Nashornvögel an einem Baum mit zahlreichen Hornissennestern beobachten, hocken die Felltiere tatsächlich zu mehreren Dutzenden auf und am Asphalt.

Hirsch trinkt an einem Wasserloch, Khao Yai National Park, Thailand
Von der Straße aus gesehen: Ein Hirsch trinkt an einem Wasserloch

Halbtagstour von Pak Chong aus

Das Pakchong Center Poshtel* (siehe unten) bietet eine Halbtagstour in die Umgebung des Khao-Yai-Nationalparks für 500 Baht (knapp 14 Euro) an. Diese buche ich gleich nach meiner Ankunft. 14:15 Uhr checke ich ein, 15 Minuten später geht es schon los. Der Ausflug dauert bis etwa 19 Uhr.

Wir fahren vier Spots an: zuerst die Ban Tha Chang Spring, eine Badestelle an einem sehr klaren, kleinen Fluss, dann einen lokalen Markt und als Highlights eine Fledermaushöhle mit anschließender Beobachtung, wie die Tiere zu Hunderttausenden aus der Höhle strömen. Grundsätzlich sollte die Erwartungshaltung für diesen Ausflug nicht allzu hoch sein. Aber es handelt sich um einen angenehmen Nachmittag.

Ein Songthaew sammelt unsere Gruppe im Hotel* ein und fährt uns zur Ban Tha Chang Spring. Schon bei der Parkplatzsuche stellen wir fest, dass an diesem Samstag viele Einheimische diesen Spot besuchen und das Wochenende genießen. Das Wasser an dem kleinen, angenehm temperierten Fluss ist überraschend klar. In den natürlichen Pools schwimmen vor allem Einheimische. An einem Abschnitt werden Kanus angeboten, die dann dicht an dicht fahren. Dadurch wirkt die Atmosphäre deutlich weniger idyllisch.

Ban Tha Chang Spring, Pak Chong, Khao Yai National Park, Thailand
Die Ban Tha Chang Spring ist ein beliebter Wochenendausflug für Einheimische

Nach einer knappen Stunde halten wir auf dem Weg zur Fledermaushöhle an einem lokalen Markt. Dort werden Obst, Gemüse, Streetfood, Kleidung, etc. angeboten. Die an der Tour teilnehmenden Berliner stellen sich eine Tüte der frittierten Insekten zusammen und probieren sie. Als Vegetarier bleibe ich bei gekochten Maiskolben und Kokosküchlein.

Local-Markt, Pak Chong, Thailand
Gemüsehändlerin auf einem Markt nahe Pak Chong
Local-Markt, Pak Chong, Thailand, Streetfood
Thailändisches Streetfood

Weiter geht es zu einem Bat Cave, einer Fledermaushöhle. Bei der Ankunft kläffen mehrere Hunde. Als sie an uns schnuppern dürfen und zum Teil gestreichelt werden, wird die Stimmung freundlicher.

Mit Lampen geht es hinab in eine Höhle, in der sich mehrere Buddhastatuen befinden. Das Hauptinteresse gilt jedoch den vielen kleinen Fledermäusen, die hier leben. Der Boden ist mit deren Kot übersät. Durch eine Felsspalte gehen wir in eine große Kammer, an der mehrere Tausend kleine Fledermäuse von der Decke hängen. Immer wieder fliegen Exemplare ganz nah an uns vorbei.

Bat Cave, Fledermaushöhle, Khao Yai National Park, Thailand, Pak Chong
Das Hauptinteresse gilt den vielen kleinen Fledermäusen, die in dieser Höhle leben

Nach dieser Stippvisite fahren wir weiter zu einem schön angelegten Platz, an dem wir – und andere Touristen – auf den Auszug der Fledermäuse aus der Höhle warten. Fledermausadler kreisen schon um die Ausgänge der Höhle und warten auf Beute. Nach Sonnenuntergang ziehen erst vereinzelt, dann wie ein schwarzes Band die Fledermäuse zu Hunderttausenden von der Höhle in den Himmel – ein sehr beeindruckendes Spektakel.

Fledermäuse fliegen aus einer Höhle, Khao Yai National Park, Thailand
Nach Sonnenuntergang fliegen Fledermäuse zu Hunderttausenden aus einer Höhle

Nachtmarkt & Co. in Pak Chong

Pak Chong ist eine moderne, typisch thailändische Kleinstadt mit freundlichen Menschen. Nach dem Besuch des Khao-Yai-Nationalpark bietet es sich an, über den täglich ab etwa 16 Uhr stattfindenden Pak Chong Night Market an der Durchfahrtsstraße gegenüber dem Pakchong Center Poshtel* zu schlendern. Einige Dutzend Garküchen bieten thailändisches Streetfood, Obst und Getränke an. Hinzu kommen Verkaufsstände für Kleidung.

Nachtmarkt, Pak Chong Night Market, Thailand
Täglich ab eta 16 Uhr findet der Pak Chong Night Market statt
Streetfood, Pak Chong Night Market, Thailand
Einige Dutzend Garküchen bieten thailändisches Streetfood an
Kuchen, Torten, Süssigkeiten, Nachtmarkt, Pak Chong Night Market, Thailand
Und zum Nachttisch gibt es eine große Auswahl an Kuchen, Torten und anderen Süssigkeiten

Speziell morgens lohnt sich ein Besuch des nahen Thetsaban Tambon Pakchong Market, des größten Marktes der Stadt. In der überdachten Halle und in den Gassen drumherum werden Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch aus der Region ebenso wie Kleidung und Haushaltswaren angeboten.

Thetsaban Tambon Pakchong Market, Pak Chong, Thailand
Morgens lohnt sich ein Besuch des Thetsaban Tambon Pakchong Market

Wer länger in Pak Chong bleiben möchte oder muss: Auf dem Weg zum Khao-Yai-Nationalpark gibt es mehrere Blumenfarmen, die bei Einheimischen beliebte Chocolate Factory sowie in der Stadt und Umgebung natürlich buddhistische Tempel.

Anreise zum Khao-Yai-Nationalpark

Die meisten Reisenden entscheiden sich für den Ort Pak Chong nördlich des Khao-Yai-Nationalparks als Ausgangspunkt. Dieser ist gut per Bus, Minibus oder Bahn ab Bangkok, Ayutthaya und anderen Reisezielen zu erreichen. Tickets lassen sich unter anderem online bei 12GoAsia* recherchieren und buchen.

Ich reise mit dem Zug von Ayutthaya an. Die Fahrt in der dritten Klasse eines Expresszuges dauert knapp zwei Stunden und verläuft sehr angenehm. Von Pak Chong geht es nach drei Nächten weiter mit dem Zug nach Bangkok Don Mueang (IATA-Code: DMK) und mit dem Flugzeug nach Chumphon.

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Die nächsten internationalen Flughäfen für die Anreise zum Khao-Yai-Nationalpark befinden sich in Bangkok (IATA-Codes: BKK und DMK).

Thai Lion Air, Bangkok Don Mueang Airport, Flughafen, Thailand
Von Pak Chong geht es weiter mit dem Zug zum Flughafen Bangkok Don Mueang und mit dem Flugzeug nach Chumphon

Ich recherchiere Flüge am liebsten bei Skyscanner* und booking.com*. Damit lassen sich nicht nur die besten Langstreckenverbindungen finden, sondern auch gute Angebote regionaler Fluggesellschaften.

Flugverspätung? Flugausfall? Flightright* hilft bei der Durchsetzung von Fluggastrechten – und sorgte dafür, dass uns die Airline eine Entschädigung zahlte. Ein Erfahrungsbericht.

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Unterkünfte in Pak Chong für den Khao-Yai-Nationalpark

Vom Bett im Schlafsaal bis zum super ausgestatteten Resort bietet Pak Chong eine überraschend große Auswahl an Unterkünften. Fürs Geld wird relativ viel geboten.

Zahlreiche Unterkünfte in Pak Chong lassen sich unter anderem auf Booking.com* vergleichen und buchen.

Unterkünfte in Pak Chong suchen* »

Drei Nächte im Pakchong Center Poshtel

Die Reise zum Khao-Yai-Nationalpark plane ich nur wenige Tage im Voraus. Bei der Recherche bei Booking.com* fällt mir aufgrund der guten Lage sofort das Pakchong Center Poshtel* auf. Es befindet sich im Zentrum an der Hauptstraße, die Zimmer liegen jedoch ruhig nach hinten. Gleich gegenüber findet allabendlich der Pak Chong Night Market statt. Der Bahnhof ist fußläufig erreichbar (einen Kilometer), und wer mit dem Bus ankommen oder weitereisen möchte, findet nur wenige Meter daneben die Busstation.

Das moderne Hotel bietet sehr saubere, gut ausgestattete, große Zimmer mit Kühlschrank, Klimaanlage, Schreibtisch und vielem anderen mehr. Vor dem Zimmer und in der ganzen Anlage gibt es zahlreiche angenehme Sitzgelegenheiten. Ein (sehr einfaches) Frühstücksbuffet kann für 150 Baht dazu gebucht werden. Die Menschen an der Rezeption sind sehr zuvorkommend und unterstützend.

Pakchong Center Poshtel, Doppelzimmer, Pak Chong, Khao Yai National Park, Thailand
Mein Zimmer im Pakchong Center Poshtel*

Rechts daneben befindet sich ein günstiger Waschsalon, der die Wäsche anschließend bei der Rezeption abgibt. Unaufdringlich werden Touren zum Khao-Yai-Nationalpark und Umgebung zu angemessenen Preisen angeboten. Gleich nach der Ankunft am frühen Nachmittag buche ich eine Halbtagstour, und 15 Minuten später geht es los.

Das Pakchong Center Poshtel* kann ich sehr empfehlen und ist eine meiner besten Unterkünfte dieser Thailand-Reise. Wer nicht auf jeden Cent achten muss, aber auch nicht viel ausgeben möchte, ist hier gut aufgehoben. Während meiner Reise kostete ein Zimmer 25 Euro pro Nacht bei booking.com*.

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InterContinental Khao Yai Resort

Am Bahnhof von Pak Chong treffe ich Michaela aus Berlin – Grüße an Dich! –, die im InterContinental Khao Yai Resort* übernachtet hat und es sehr lobt. Eine tolle Anlage mit ausrangierten Zügen und Service, der keine Wünsche offen lässt. Das hat natürlich seinen Preis – kann aber jeden Euro wert sein.

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Beste Reisezeit für den Khao-Yai-Nationalpark

Als beste Reisezeit für den Khao-Yao-Nationalpark gilt die kühle Trockenzeit von November bis Februar mit angenehmem Klima und wenig Regen. Ab März wird es zunehmend heißer mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius. In der Regenzeit von Mai bis Oktober gibt es oft starke Schauer, dafür die günstigsten Preise und wenigsten Besucher. Außerdem erstrahlt die Natur üppig grün, und die Wasserfälle wirken besonders beeindruckend.

Der Khao-Yai-Nationalpark gilt als beliebtes Ausflugziel nicht nur der Bangkoker. Insofern ist an Wochenende grundsätzlich mehr los als unter der Woche.

Auslandsreisekrankenversicherung

Wichtig! Unbedingt eine gute Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, zum Beispiel von TravelSecure*, dem Testsieger bei Stiftung Warentest. Die Kosten dafür sind überschaubar. Aber falls wirklich etwas Ernsthaftes passiert, wird es schnell sehr teuer.

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Reiseführer für Thailand

Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele Südostasiens. Entsprechend groß ist das Angebot an Reisebüchern. Ich bin am liebsten mit dem „Stefan Loose Reiseführer Thailand“* unterwegs. Doch auch der „Lonely Planet“* sowie der „Reise Know-How“* machen einen guten Eindruck und erfüllen sicher ihren Zweck. Alle Bücher enthalten Kapitel zum Khao-Yai-Nationalpark.

Straßenszene in Pak Chong, Thailand, 7-Eleven
Von der sympathischen Kleinstadt Pak Chong aus lässt sich der Khao-Yai-Nationalpark erkunden

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Text und Fotos: Heiko Meyer

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