Reisebericht Varanasi, Indien: Tod am Ganges

In Varanasi in Indien ist der Tod allgegenwärtig. Die heilige Stadt der Hindus am Ganges ist ein überwältigender Ort, der viele überfordert. Ein Reisebericht.

Varanasi im Norden von Indien im Bundesstaat Uttar Pradesh ist eine der ältesten noch existierenden Städte der Welt. Die Geschichte der heutigen Millionenstadt, die früher Benares und Kashi hieß, reicht bis 1400 vor Christus zurück.

Für Hindus gilt Varanasi, die Stadt Shivas, als heiliger Ort, als Zentrum des hinduistischen Universums. Aus ganz Indien kommen Pilger, um sich im heiligen Fluss Ganges von ihren Sünden rein zu waschen, Erlösung zu finden und um ihre verstorbenen Angehörigen verbrennen zu lassen.

Gassen in der Altstadt von Varanasi

Durch die engen, autofreien Gassen der Altstadt von Varanasi nahe des Ganges-Ufers drängeln sich eilige Menschen, heilige Kühe und einige Motorroller. Es gibt Garküchen, Bäckereien, Gewürz- und Seidenhändler, Lädchen für Religionsbedarf und kleine Tempel. Abwechselnd riecht es nach Weihrauch und Kot. Die Wege sind voller Unrat. Nirgendwo sonst in Varanasi bedrängen so viele Bettler wie hier die Passanten, Einheimische wie Touristen.

Die labyrinthartigen Gassen, die sogenannten Galis, ziehen Reisende mit unterschiedlichsten, kontrastreichen Reizen in ihren Bann. Es ist leicht, sich zu verirren. Doch früher oder später landet man entweder im westlich gelegenen Marktviertel, dem Chowk, oder direkt am Ganges.

In den engen Gassen der Altstadt von Varanasi

Gulab Jamun, Burfi, Ladoo & Co.: indische Süßigkeiten in den Galis von Varanasi

Kleiner Tempel in der Altstadt

Ghats am Ganges-Ufer von Varanasi

Die Hauptsehenswürdigkeit von Varanasi schlechthin sind die rund 80 Ghats, die sich auf einer Länge von mehreren Kilometern nebeneinander direkt am westlichen Ganges-Ufer befinden und die alle dem Sonnenaufgang entgegen gerichtet sind.

Am Ganges-Ufer von Varanasi gibt es rund 80 Ghats

An diesen betonierten, treppenartigen Zugängen zum heiligen Fluss beten und baden hinduistische Pilger aus ganz Indien. Gläubige praktizieren religiöse Rituale. Männer rasieren sich die Haare. Sadhus meditieren. Schlangenbeschwörer lassen ihre Kobras tanzen. Boote setzen zum anderen Flussufer über. Viele machen Yoga.

Am Ganges beten hinduistische Pilger aus Indien

Ein Sadhu, ein heiliger Mann

Schlangenbeschwörer lassen ihre Kobras tanzen

Die Szenerie ist faszinierend, die Atmosphäre häufig spirituell. Wer die Ghats entlang spaziert, vergisst schnell die Zeit. An diesem besonderen Ort vergehen die Stunden im Nu.

Die Szenerie ist faszinierend, die Atmosphäre häufig spirituell

Wer am Ganges-Ufer entlang spaziert, vergisst schnell die Zeit. Hier ist das Bhonsale-Ghat zu sehen

Bootstour auf dem Ganges

Eine Bootstour auf dem Ganges entlang der Ghats gehört zum touristischen Pflichtprogramm in Varanasi. Ich unternehme den einstündigen Ausflug früh morgens. Die Luft ist noch angenehm kühl. Die aufgehende Sonne taucht die farbenfrohe Kulisse aus Tempeln, historischen Gebäuden und Hunderten Pilgern in sanftes Licht.

Mit dem Ruderboot schaukeln wir behäbig den Ganges entlang. Blumengebinde mit Kerzen treiben im stark verschmutzten Fluss, in dem sogar Delfine leben sollen. Einmal erblicke ich im Wasser einen Schädel – und wundere mich nicht.

Aus der Entfernung erkenne ich an den großen, aufgetürmten Holzstapeln die so genannten brennenden Ghats. Dort finden öffentlich Leichenverbrennungen statt. In Varanasi zu sterben, ist der Wunsch vieler Hindus. Dann erreichen sie Moksha und verlassen nach hinduistischem Glauben den Kreislauf von Leben und Tod.

Mit dem Ruderboot schaukeln wir behäbig den Ganges entlang

Brennende Ghats am Ganges in Varanasi

Beißender Rauch liegt in der Luft über dem Manikarnika-Ghat, auf dem die Toten verbrannt werden. Männer schlürfen bei 37 Grad Celsius im Schatten Tee. Kühe machen es sich auf staubigem Untergrund gemütlich. Zuschauen ist erlaubt, Fotografieren aus Respekt vor den Verstorbenen und den trauernden Familien streng verboten. „Sonst gibt es große Probleme“, warnte morgens bereits der Bootsmann. Tatsächlich erging es, sagte er, zwei israelischen Touristen am Vortag schlecht, weil sie sich nicht an das Verbot hielten. Nach lautstarken Warnungen, die ignoriert wurden, seien sie von der aufgebrachten Menge verprügelt worden.

Aus dem Schatten betrachte ich das Treiben. Ein Mann mit einer Bambusstange auf der Schulter geht vorbei. An beiden Enden hängen Käfige mit Vögeln, die für Geld und gutes Karma freigekauft werden können. Über dem Manikarnika-Ghat erhebt sich ein Haus aus grauem Beton, ein Hospiz, in dem Alte und Kranke auf ihren Tod warten. Mit gespaltenen Bambusstangen rücken Männer, die zur Kaste der Unberührbaren gehören, die Holzstapel zurecht. Die Arbeiter tragen ein Tuch auf dem Kopf, gegen die Sonne, gegen den Schweiß. Ein Marder hastet von Scheit zu Scheit, als sei er auf der Suche nach Schatten.

„Soll ich ich Dir die Geschichte von diesem Ort erzählen?“, spricht mich ein junger Mann an, der sich als Mogli vorstellt. Er sei kein Guide, betont er, verlangt später aber trotzdem „eine Spende fürs Hospiz“ und gibt sich mit meiner nicht zufrieden. Während er zu erzählen beginnt, stolpert ein temperamentvolles Rind die Treppen hinab, sodass japanische Touristen Reißaus nehmen.

„Aus ganz Indien kommen die Menschen zum Sterben her“, sagt Mogli. Allein am Manikarnika-Ghat würden täglich zwischen 200 und 400 Körper verbrannt. Die Verbrennungen finden 24 Stunden pro Tag statt – nicht aus religiösen Gründen, sondern weil rund um die Uhr gestorben wird.

Am Manikarnika-Ghat werden täglich 200 bis 400 Körper verbrannt

Während wir sitzen und uns unterhalten, werden in kurzen Abständen die Toten aus den Gassen zum Ghat herangeschafft. Akkordarbeit. Die Leichname sind mit orange-weißen Tüchern und Blumen geschmückt. Manche der glitzernden, seidenen Stoffe hängen bis zum Boden. Vor dem Verbrennen werden sie abgenommen und nur der Körper in weißer Hülle aufs Holz gelegt. Zum Beschweren wird darüber weiteres Holz platziert und dazwischen trockenes Stroh gestopft.

Auf einem der Scheiterhaufen liegt der Oberkörper eines Menschen. Mit der Vorderseite nach unten wirkt er auf mich wie eine weggeworfene Schaufensterpuppe. Das Laken ist verbrannt. Der Kopf bereits verkohlt. Die Beine brennen noch. Das Fleisch schwindet mehr und mehr, zieht sich zurück und gibt Knochen frei.

Schließlich wirft jemand die Asche in den Fluss. Am Ufer durchsieben junge Männer mit freiem Oberkörper das braune Ganges-Wasser auf der Suche nach Resten von Gold- und Silberzähnen. Gefundenes Metall wird verkauft und das Geld unter den Arbeitern verteilt.

Frauen bei Verbrennungen nicht erlaubt

Frauen sind bei den Verbrennungen nicht erlaubt. Sie seien sehr emotional und würden weinen, erläutert Mogli. Deshalb blieben sie im Verborgenen. Wenn sie schreien, würde die Seele gestört und Moksha könne nicht erreicht werden.

Mogli erklärt mir die Prozedur nach dem Eintritt des Todes. Der Verstorbene wird geduscht und mit einem öligen Flüssigkeit massiert, die aus Butter, Honig, Milch, Joghurt und Sandelholzöl besteht und welche die fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind und Äther symbolisiert. Wenn Kinder in Indien auf die Welt kommen, werden sie massiert – ein letzte Mal dann nach dem Tod.

Den Körper bedeckt ein etwa zwei Meter langes Baumwolltuch. Das Gesicht bleibt frei. Der Leichnam wird auf einer Trage aus zwei Bambusstangen festgebunden. Die Dekoration stellt das letztes Geschenk der Familie an den Verstorbenen dar. Jeder gibt etwas.

Die Männer der Familie tragen den Toten zum Ghat. Weitere männliche Angehörige gehen hinterher. Auf dem Weg vom Haus durch die engen Gassen der Altstadt bis zum brennenden Ghat singen sie gemeinsam ein Mantra. Der Gesang verstummt, wenn sie den dekorierten Leichnam in den Ganges tauchen. Anschließend greift jedes Familienmitglied zum Wasser und gießt es dem Verstorbenen fünfmal ins Gesicht. Dann trocknet der Körper für 20 Minuten. In der Zwischenzeit gehen die Männer zum schwarzen Turm, der sich über dem Ghat erhebt, und fragen den Besitzer der Anlage um Erlaubnis für die Bestattung. Nur eines natürlichen Todes Verstorbene dürfen an dieser Stelle verbrannt werden. Wer erschlagen, vergiftet oder durch einen Verkehrsunfall starb, wird an einen Ort außerhalb von Varanasi gebracht.

„Damit riecht der Körper beim Verbrennen nicht“

Nach der Erlaubnis zahlt die Familie für die Nutzung des Platzes und kauft Holz. Pro Körper werden 250 bis 350 Kilogramm benötigt. Es gibt verschiedene Qualitäten. Am besten sei das nasse, ölige Holz des Banyanbaums, so Mogli: „Damit riecht der Körper beim Verbrennen nicht.“

Mit dem Holz stapeln die unberührbaren Männer einen Scheiterhaufen, eine Art Bett, auf den der Tote gelegt wird. Der nächste männliche Verwandte – beim Vater der älteste, bei der Mutter der jüngste Sohn, bei der Ehefrau der Ehemann – geht mit einem glühenden Strohbündel den fünf Elementen entsprechend fünf Mal um den Leichnam. Die Glut stammt aus dem Tempel dahinter, in dem die Flammen, das Shiva-Feuer, seit Tausenden Jahren ununterbrochen brennen sollen. Bevor das geschieht muss derjenige, der die Verbrennung einleitet, Haare und Bart abrasieren, ein weißes Gewand tragen und ein Bad im Fluss nehmen. Das ist am Ganges vielfach zu sehen.

Zwei Stunden brennt der Körper, bevor mit einer Bambusstange fünf Mal kräftig auf den Schädel geschlagen wird – und die Seele entweicht. Das Feuer lodert eine weitere Stunde.

Der Leichnam verbrennt nicht komplett. Bei Männern werden die Knochenreste des Brustkorbs, bei Frauen die der Hüfte in den Ganges geworfen. Nun wird mit einem Gefäß Wasser aus dem Fluss genommen und nach hinten über die Schulter ins Feuer geworfen. Die Verbrennung ist beendet. Die Menschen schauen nicht zurück, drehen sich nicht um, sonst folgt die Seele des Toten wie ein Geist.

Zum Schluss nimmt die Familie des Verstorbenen, auch die Frauen, ein Bad im Ganges und geht nach Hause. Nach zehn Tagen kommen die Angehörigen wieder. Männer scheren sich die Haare. Frauen schneiden Fuß- und Fingernägel. Wieder folgt ein Bad im heiligen Fluss. Nach 20 weiteren Tagen findet eine große Trauerfeier statt. Der nächste männliche Verwandte, der das weiße Gewand 30 Tage tragen muss, feiert nicht mit. Er bringt einem Priester Essen und Geld. Vor seinem Segen ist die Zeremonie nicht komplett. Erst dann kann der Mann sein Leben in normaler Kleidung fortsetzten.

Wieder folgt ein Bad im Ganges

Nicht verbrannt, sondern mit einen Stein beschwert und mitten im Ganges versenkt, werden Sadhus, Schwangere, Kinder, Leprakranke und von einer Kobra Gebissene. Wenn sich die Stricke lösen, steigen die Überreste der Körper vom Grund des Flusses hinauf. Deshalb sind manchmal Leichenteile zu sehen – wie bei meiner Bootsfahrt.

Ganga Aarti abends am Ganges

Ein ganz besonderes Erlebnis in Varanasi ist die jeden Abend stattfindende Ganga-Aarti-Zeremonie. Dazu finden sich zum Sonnenuntergang Tausende Menschen am Dashashwamedh-Ghat, dem breitesten Zugang zum Ganges, ein.

Zur Ganga-Aarti-Zeremonie kommen jeden Abend Tausende Menschen zum Dashashwamedh-Ghat

Ganga Aarti ist ein rituelles Feueropfer, das Ganga, der Göttin der Schöpfung und des Überflusses, dargebracht wird. In Varanasi führen sieben Priester, meist jungen Männer, die Zeremonie synchron durch. Vor dem dunklen Himmel schwenken sie Räucherstäbchen, Weihrauch und Ständer mit brennenden Kerzen. Dazu tönen religiöse Musik und rhythmische Gesänge aus den Lautsprechern. Nicht nur für Hindus ein sehr spirituelles Erlebnis!

Die farbenfrohe Zeremonie lässt sich in einem Boot vom Ganges aus oder von bezahlten Plätzen mit besonders guter Sicht anschauen. Oder man mischt sich einfach unters Volk.

In Varanasi führen sieben Priester die Ganga-Aarti-Zeremonie synchron durch

Das Ganga-Aarti-Ritual wird neben Varanasi auch in den anderen beiden heiligen indischen Städten Rishikesh und Haridwar durchgeführt.

Buntes Treiben im Marktviertel Chowk

Wer sich an den Ghats satt gesehen und die Galis, die Gassen der Altstadt, mehrfach durchlaufen hat, sollte dem nahen Marktviertel Chowk einen Besuch abstatten. Dort geht es tagsüber meist laut, hektisch, scheinbar chaotisch und definitiv farbenfroh zu – wie in einer typisch indischen Großstadt eben. Hier gehen die Bewohner Varanasis einkaufen, tätigen Besorgungen, tauschen Klatsch und Tratsch aus.

Hier gehen die Bewohner Varanasis einkaufen

Obst-, Gemüse- und Blumenhändler lassen sich meist auf dem Boden nieder und breiten ihr Angebot um sich herum aus. Manchen nehmen auf einem Holzwagen, ihrem mobilen Shop, inmitten ihrer Waren Platz. Von einem kaufe ich die größten und leckersten Physalis, die ich jemals gegessen habe. Kleidung, Haushaltsartikel, Tongefässe, Religionsbedarf und viele andere nicht verderbliche Produkte sind dagegen eher in kleinen Läden zu finden. Dazwischen bieten Garküchen indisches Streetfood, Chai und frisch gepresste Säfte an. Vereinzelt hocken Friseure auf den Bordsteinen und schneiden ihren Kunden die Haare.

Gemüsehändler im Marktviertel

Friseure schneiden ihren Kunden die Haare

Es herrscht emsiges Kommen und Gehen. Die Menschen tragen ihre Einkäufe nach Hause, Rikscha-Fahrer werben lautstark um Kundschaft, Autos und Motorräder brausen heran und wieder hinfort. Mittendrin begeben sich Kühe auf der Suche nach etwas Essbarem.

Es herrscht emsiges Kommen und Gehen. Diese Fahrradrikscha wurde zum „Schulbus“  umfunktioniert

Dieser Rikscha-Fahrer wartet im Marktviertel Chowk auf Kundschaft

Weitere Sehenswürdigkeiten in Varanasi

In Varanasi gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten. Eine der bekanntesten ist der Kashi-Vishwanath-Tempel, welcher Shiva geweiht ist. Ebenfalls häufig besucht ist das im 17. Jahrhundert erbaute Ramnagar-Fort am östlichen Ganges-Ufer. Schön und mit ruhiger Atmosphäre – also sehr ungewöhnlich für diese hektische Stadt – sollen die breiten Alleen auf dem Gelände der Benares-Hindu-Universität sein. Da ich nur zwei volle Tage für Varanasi zur Verfügung habe, verzichte ich auf den Besuch. Wer mehr Zeit als ich hat, sollte einen Ausflug ins zehn Kilometer nördlich gelegene Sarnath in Erwägung ziehen. Dort predigte Buddha nach seiner Erleuchtung in Bodhgaya. Zu sehen gibt es einen weitläufigen Park mit einem riesigen Stupa und  weiteren buddhistischen Tempeln.

Varanasis übler Ruf

Varanasi eilt ein übler Ruf voraus, und es gibt durchaus Gefahren. Auch in anderen Teilen Indiens können Rikscha-Fahrer, Händler, Schlepper, Bettler und selbst ernannte Tourguides bisweilen nerven. Doch in Varanasi erreicht die Penetranz einen traurigen Höhepunkt. Vor allem weniger erfahrene Reisende sollten sich in Acht nehmen, nicht alles glauben und keine ungefragten Offerten annehmen. Nichts ist „kostenlos“. Am Ende wird häufig ein Vielfaches verlangt, und manchmal ist die Situation nicht einfach aufzulösenHinzu kommen offensichtlich Kriminelle – Betrüger, Diebe und Drogenverkäufer, die nach dem Deal die Polizei rufen und gemeinsame Sache machen. Die Altstadt sowie die Gegenden um den Bahnhof und Flughafen gelten nach Einbruch der Dunkelheit als gefährlich. Also am besten abends noch schön die Ganga-Aarti-Zeremonie anschauen und dann schnell zurück zur Unterkunft. 

Heilige Kuh und Bettler in Varanasi

Anreise nach Varanasi und Weiterreise

Die schnellste Anreise aus Europa ist ein Langstreckenflug in die indische Hauptstadt Neu-Delhi (IATA-Code: DEL) oder nach Mumbai (BOM) mit anschließendem Inlandsflug nach Varanasi (VNS). Innerhalb Asiens bestehen Flugverbindungen nach Kathmandu (KTM) in Nepal, Kuala Lumpur (KUL) in Malaysia, Bangkok (BKK und DMK) in Thailand sowie saisonal nach Colombo (CMB) in Sri Lanka.

Von Varanasis Lal-Bahadur-Shastri-Airport gibt es Inlandsflüge nach Agra (AGR), Ahmedabad (AMD), Bangalore (BLR), Bodhgaya (GAY), Bhubaneswar (BBI), Chennai (MAA), Dehradun (DED) für Rishikesh und Haridwar, Goa (GOI), Guwahati (GAU), Hyderabad (HYD), Jaipur (JAI), Khajuraho (HJR), Kolkata (CCU), Lucknow (LKO), Mumbai (BOM), Neu-Dehli (DEL) und Patna (PAT). Entsprechend gut lässt sich Varanasi in Indien-Rundreisen einbauen. Der Flughafen liegt rund 25 Kilometer nordwestlich der Innenstadt.

Wir recherchieren Flüge am liebsten bei Skyscanner*. Damit lassen sich nicht nur die besten Langstreckenverbindungen, sondern auch gute Angebote regionaler Billigflieger finden.

Flugverspätung? Flugausfall? Flightright* hilft bei der Durchsetzung von Fluggastrechten – und sorgte dafür, dass uns die Airline eine Entschädigung zahlte. Ein Erfahrungsbericht.

Eine gute Alternative für Reisen in Nordindien ist die Bahn. Von Varanasis Hauptbahnhof (Varanasi Junction) in der Innenstadt fahren täglich diverse Züge in alle Himmelsrichtungen. Viele Fernzüge zwischen Delhi und Kolkata verkehren jedoch vom zehn Kilometer östlich gelegenem Bahnhof Mughalsarai, wo sich wichtige Bahnlinien kreuzen.

Auch mit dem Bus lässt sich Nordindien (sehr günstig) erkunden. Varanasis Busbahnhof liegt nah beim Hauptbahnhof. Es gibt Expressbusse zu zahlreichen nordindischen Großstädten.

Tickets für alle Transfers innerhalb von Indien und anderen asiatischen Ländern lassen sich unter anderem bei 12Go Asia* buchen.

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Hotels und Gästehäuser in Varanasi

Vom einfachen Guesthouse bis zum Spitzenklassehotel: In Varanasi ist die Auswahl an Unterkünften groß. Jeweils mehrere Hundert lassen sich unter anderem bei booking.com* und Agoda* vergleichen und buchen.

Am besten wohnt man nahe der Ghats und ist mitten im Geschehen. Einige Hotels haben eine traumhafte Aussicht auf den Ganges und das jeweilige Ghat. Nicht wundern: In Varanasi sind viele Fenster vergittert – weil Affen auf der Suche nach Essbaren über die Dächer der Stadt laufen.

Viele Unterkünfte bieten Abholservice vom Bahnhof oder Flughafen an. Wer diesen in Anspruch nimmt, erspart sich lästigen Ärger mit Rikscha- oder Taxifahrern.



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Beste Reisezeit für Varanasi

Als beste Reisezeit für Varanasi gelten die trockenen Monate Oktober bis April. Im Dezember und Januar kann es abends sehr kühl werden. Von April bis Juni ist es am wärmsten – mit zum Teil unerträglicher Hitze. Von Juli bis September hat der Monsun Varanasi fest im Griff. Dann gibt es am meisten Regen.

Auslandsreisekrankenversicherung

Wichtig! Unbedingt eine gute Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, zum Beispiel von TravelSecure*, dem Testsieger bei „Stiftung Warentest“. Die Kosten dafür sind überschaubar. Aber falls wirklich etwas Ernsthaftes passiert, wird es schnell sehr teuer.

Reiseführer für Varanasi und Nordindien

Die Auswahl an deutschsprachigen Indien-Reiseführer ist groß. Umfangreiche Kapitel zu Varanasi enthalten unter anderem der „Stefan Loose Reiseführer Indien, Der Norden“* sowie der Lonely Planet Reiseführer Indien“*.

Übrigens: Eine tolle, bildgewaltige Einstimmung auf eine Reise nach Varanasi ist die mehr als zweistündige BBC-Dokumentation „Ganges – Indiens Fluss des Lebens“ (DVD*/Blu-ray*).

„Wow India“ – in Varanasi auf jeden Fall! Für mich geht es nun weiter über Kolkatta nach Port Blair auf die Inselgruppe der Andamanen

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Text und Fotos: Heiko Meyer

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2 Gedanken zu „Reisebericht Varanasi, Indien: Tod am Ganges

  1. Stefan

    Hallo Heiko und Julia,
    habe mit großem Interesse euren Varanasi-Bericht gelesen. Ich war schon zwei Mal in Indien, aber nach Varanasi habe ich es noch nicht geschafft. Naja, aller guten Dinge sind drei :-)
    Habt ihr jedenfalls toll recherchiert, so informative Texte sind keineswegs die Regel. Bin begeistert.
    LG
    Stefan

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Stefan, danke für Deinen netten Kommentar. Freut mich, dass Dir dieser Beitrag gefällt. Indien ist riesig, da gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Viele der Orte, die Du auf Deinem Blog beschreibst, haben wir auch noch nicht besucht, obwohl wir schon mehrfach in Indien waren. Beim nächsten Mal dann… Liebe Grüße und alles Gute, Heiko

      Antworten

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