Pattaya und Jomtien am Golf von Thailand ziehen jährlich Millionen Besucher an. Die Strände und Sehenswürdigkeiten im Überblick sowie Tipps und viele Bilder gibt es in diesem Reisebericht.
Pattaya eilt ein berühmt-berüchtigter, eher schlechter Ruf voraus. Denn die Stadt am östlichen Golf von Thailand gilt seit dem Vietnamkrieg als Hochburg des Sextourismus und steht für ein ausschweifendes Nachtleben. Dieser Reputation wird Pattaya sicherlich gerecht. Und doch gibt es gute Gründe, um ein paar Tage in dem etwa 130 Kilometer südöstlich von Bangkok gelegenen Küstenort zu verbringen. Denn in Pattaya sowie im südlich angrenzenden, ruhigeren Jomtien findet letztlich jeder, was er sucht.
Zwar bietet Pattaya – abgesehen vom Sanctuary of Truth, dem wohl größten Holztempel der Welt – keine herausragenden Sehenswürdigkeiten. Für Menschen, die Thailand bereits mehrfach besucht haben, ist die Stadt jedoch ein guter Start- oder Endpunkt einer Reise. Direkt von den Flughäfen Bangkoks fahren Busse in etwa zwei Stunden nach Pattaya und Jomtien. So lässt sich nach der langen Anreise – oder kurz vor dem Rückflug – Meeresluft schnuppern und Sonne tanken.

In Pattaya und Jomtien gibt es mehrere Strände – auch wenn sie längst nicht so attraktiv sind wie viele andere im Land – sowie einige lohnende Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte. Zudem bietet sich ein Tagesausflug auf die vorgelagerte Insel Koh Larn an. Auch weitere Ziele auf dem Festland sind gut erreichbar. Die Infrastruktur ist hervorragend und erfüllt nahezu alle Ansprüche, während die Preise oft niedriger sind als in anderen touristischen Hotspots. Am nahegelegenen Jomtien Beach geht es zudem deutlich entspannter und familienfreundlicher zu als im trubeligen Stadtstrand Pattaya Beach.

Vor 25 Jahren: mein erster Besuch in Pattaya
Wer jedoch erstmals nach Thailand reist, um Strände, Natur und Kultur zu genießen, sollte eher einen Bogen um Pattaya machen – der Kulturschock kann durchaus groß sein. So erging es mir vor 25 Jahren, als ich das erste Mal nach Pattaya – und überhaupt nach Thailand – kam. Damals begleitete ich meinen Vater, der zu dieser Zeit Kapitän eines Containerschiffs war. Wir legten in Laem Chabang, dem größten Hafen Thailands, an und machten einen Ausflug ins südlich gelegene Pattaya. Es bewahrheiteten sich viele Vorurteile: Sextourismus war omnipräsent. Allein reisende, ältere westliche Männer gingen Hand in Hand mit jungen thailändischen Frauen. Es gab unzählige Massagestudios, in denen weit mehr als nur klassische Massagen angeboten wurden. Nach einem Halbtagsausflug ging es zurück aufs Schiff – und für mich stand fest: Hier muss ich nicht noch einmal hin.
Bunt gemischtes Publikum in Pattaya und Jomtien
Ein Vierteljahrhundert später hat sich Pattaya deutlich verändert – und ich sehe die Stadt heute differenzierter. Neben dem Rotlichtmilieu zieht sie auch viele „ganz normale“ Touristen, Familien, Rentner und Auswanderer an. Sie schätzen die Kombination aus guter Infrastruktur, der Lage am Meer, der Nähe zu Bangkok und vergleichsweise günstigen Preisen.
Das Publikum in Pattaya und Jomtien ist international, auch wenn man häufig Russisch hört. Zudem gibt es eine große deutschsprachige Community.
Aus meiner Sicht gibt es kaum Gründe, einen gesamten Thailand-Urlaub in Pattaya oder Jomtien zu verbringen – aber einige gute, um auf der Durchreise ein paar Tage hier zu bleiben.
Thailand-Reise 2026: Start in Jomtien
2026 beginne ich eine knapp zweimonatige Thailand-Reise in Jomtien. Nach der Ankunft in Bangkok fahre ich mit dem Bus dorthin und unterbreche so meine Weiterreise zu meinem ersten Hauptziel: den Inseln des östlich gelegenen Koh-Chang-Archipels. Vier Tage verbringe ich in Jomtien und Pattaya und weiß die Vorzüge durchaus zu schätzen. Deshalb lege ich auf dem Rückweg – als Zwischenstopp auf der Strecke von Koh Kood nach Ayutthaya – noch einmal zwei Nächte hier ein.
Ankunft und Überblick in Pattaya
Wer mit dem Bus in Pattaya ankommt, erlebt die Stadt zunächst als laut, geschäftig und von dichtem Verkehr geprägt. Hochhäuser dominieren das Bild, vielerorts wirkt die Bebauung wenig ansprechend. Besonders in Central Pattaya – dem Gebiet hinter dem Hauptstrand Pattaya Beach – geht es sehr lebhaft zu. Hier reihen sich Shoppingmalls, Hotels, Restaurants, Supermärkte, Nachtmärkte und zahlreiche weitere Geschäfte aneinander – sowie all das, weshalb Sextouristen anreisen.
Deutlich entspannter ist es sowohl nördlich in Naklua als auch südlich in Jomtien – bei ebenfalls sehr guter Infrastruktur. Der Jomtien Beach ist aus meiner Sicht die beste Basis.
Die Strände von Pattaya – und die Viertel dahinter
Viele Besucher kommen wegen der Strände nach Pattaya – deshalb beginnen wir genau dort. Vorab: Traumstrände darf man hier nicht erwarten. Auch die Wasserqualität lässt häufig zu wünschen übrig, was man an einigen ins Meer führenden Abwasserrohren erahnen kann. Die Strände eignen sich daher weniger zum Schwimmen, sondern vielmehr zum Sonnenbaden, Spazierengehen und Leute beobachten.
Pattaya Beach
Der breite Pattaya Beach ist der zentrale Stadtstrand. Als klassischer Badestrand ist er nur bedingt geeignet: Das Wasser wirkt oft trüb, der Sand ist grobkörnig, und vielerorts stehen die Liegen dicht an dicht. Es gibt zwar einige Palmen, doch Schatten ist rar – vor allem für diejenigen, die keine Liege mieten möchten.

Hinter dem Strand verläuft eine zum Teil schattige Promenade mit schönen Blicken auf das Meer, die vielen Boote und die vorgelagerte Insel Koh Larn. Nach der vielbefahrenen Beach Road beginnt die dichte touristische Infrastruktur.

Am südlichen Ende des Strandes befinden sich mehrere Seafood-Restaurants auf Stelzen mit schönen Ausblicken auf die Bucht. Dahinter folgt der Bali-Hai-Pier, von dem die Fähren nach Koh Larn ablegen. Die Beach Road geht hier nahtlos in die Pattaya Walking Street über – die sich nach Sonnenuntergang von einer Streetfood-Meile in ein pulsierendes Nachtleben-Viertel mit Bars und Clubs verwandelt.


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Pattaya Sai Song Road
Die Pattaya Sai Song Road verläuft parallel zur Beach Road in etwa 200 Metern Entfernung und zählt zu den wichtigsten Verkehrsadern der Stadt. In den zahlreichen Querstraßen – den durchnummerierten Sois – konzentriert sich ein Großteil des Nachtlebens.
Vor allem am südlichen Abschnitt mit seinen vielen indischen Restaurants und Massagestudios fühle ich mich fast wie in Mumbai.
Zentral gelegen ist der überdachte Pattaya Night Bazaar, der auch tagsüber einen Besuch lohnt. Hier gibt es Kleidung, Schmuck, Souvenirs sowie einige Garküchen.

Gegenüber liegt mit Central Pattaya eines der größten Einkaufszentren der Stadt. Am nördlichen Ende der Straße befindet sich das Terminal 21 – eine riesige Shoppingmall im Stil eines Flughafens, vor der sogar ein Flugzeug platziert ist. Rundherum entsteht am späten Nachmittag häufig ein lebhafter Streetfood-Markt.

Auf halber Strecke lädt zudem der Runway Market zum Essen unter freiem Himmel ein – ebenfalls mit Flugzeugkulisse.
North Pattaya Beach
Richtung Norden geht der Pattaya Beach fließend in den North Pattaya Beach über. Hier nimmt die Dichte an Liegestühle ab, während größere Hotels, darunter das Holiday Inn* und das Amari Pattaya*, das Bild prägen. Am Nordende hat sich das Dusit Thani Pattaya Hotel* mit schönen Blicken auf den Strand und die Bucht angesiedelt. Bei Ebbe kommen Sandbänke zum Vorschein, auf denen Fischerboote liegen – ein durchaus stimmungsvoller Anblick.

Wong Amat Beach
Wer vom North Pattaya Beach an den Felsen am Meer auf der einen und den Hotels auf der anderen Seite weiterspaziert – oder eine der Straßen vom Terminal 21 nimmt – erreicht den Wong Amat Beach.
Der südliche Abschnitt, eingerahmt von Felsen, ist als „Schweinebucht“ bekannt und besonders beliebt. Hier sitzen Urlauber entspannt auf Liegestühlen im Schatten von Bäumen, genießen Essen und Getränke – die Atmosphäre ist angenehm ruhig.
Es schließt sich der knapp einen Kilometer lange Hauptteil des Wong Amat Beach an. Dieser bietet Badegästen reichlich Platz, ist aber längst nicht so gut besucht wie die Schweinebucht. Kein Wunder: Denn Schatten ist Mangelware. Es gibt kaum Liegestühle an dem breiten, grobkörnigen Strand. Und die aus Hochhäusern bestehende Kulisse wirkt wenig reizvoll. Dahinter gibt es Wohnhäuser in grüner Umgebung. Die Gegend ist recht ruhig.

Jomtien: Yinyom Beach, Dongtan Beach, Jomtien Beach & Co.
Südlich von Pattaya erstreckt sich über rund sechs Kilometer der Jomtien Beach, der je nach Abschnitt unterschiedliche Namen trägt. Insgesamt geht es hier deutlich entspannter zu als am Pattaya Beach – auch wenn alles klar auf Tourismus ausgerichtet ist. Hier flaniert das internationale, von Russen dominierte Publikum.
Der nördlichste, kleine Strandabschnitt nennt sich Yinyom Beach. Trotz der Apartment-Hochhäuser dahinter und nicht weniger Sonnenliegen geht es gemächlich zu. Das Wasser erscheint sauberer, und zum Sonnenuntergang bietet sich ein schöner Blick auf Koh Larn.


Weiter südlich, auf Höhe des Wasserparks und der Beach-Volleyball-Felder, beginnt der beliebte Dongtan Beach. Der schmale, grobkörnige Strand ist dicht mit Sonnenschirmen und Liegestühlen bestückt. Wassersportangebote wie Jetski sind allgegenwärtig, einige Bereiche sind zum Schwimmen abgetrennt.
Hinterm Strand, der in den langen Jomtien Beach übergeht, verläuft eine lange, von Bäumen gesäumte Promenade, die sich ideal zum Spazieren oder Joggen eignet. Am Abend verwandeln sich Teile davon in eine Art Open-Air-Fitnessbereich, in dem gemeinsam Aerobic gemacht wird.
Etwas weiter südlich am Jomtien Beach findet morgens direkt am Strand ein Fischmarkt statt.


Während der Blick aufs Meer überzeugt, ist die gegenüberliegende Seite mit Hochhäuser, Restaurants und Supermärkten optisch wenig reizvoll. Dafür lässt es sich in den Lokalen der ersten Reihe wunderbar mit Meerblick essen und trinken.

Ab dem späten Nachmittag lohnt sich ein Besuch des Jomtien Night Market mit günstigem Streetfood und entspannter Atmosphäre. Etwa einen Kilometer weiter südlich bietet der Yai Mak Market noch mehr Auswahl und teilweise Live-Musik.


An der Thappraya Road konzentriert sich das Nachtleben.
Hinter der Hauptstraße direkt am Strand befinden sich zahlreiche Hotels und in den Seitengassen günstige Gästehäuser.
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Joggen früh morgens am Jomtien Beach
Jetlagbedingt wache ich nach der ersten Nacht sehr früh auf und gehe noch vor Sonnenaufgang joggen. Es ist noch dunkel, aber bereits warm, das Meer rauscht. Mal liegt der angenehme Duft von gekochtem Jasminreis in der Luft, dann wieder der von Gammel. Während am Strand noch Einheimische in Gruppen zusammensitzen, begegnen mir auf der Straße Mönche in ihren orangefarbenen Roben und andere Jogger. Minütlich verändert sich das Licht, bis schließlich der Tag anbricht. Die Stimmung gefällt mir so gut, dass ich fortan jeden Tag laufen gehe.
Ausflug zum Bang Saray Beach
Ein lohnenswerter Ausflug führt zum Bang Saray Beach. Obwohl nur etwa 25 Kilometer südlich von Central Pattaya und rund 20 Kilometer von Jomtien entfernt, wirkt die Atmosphäre am Strand und im Fischerdorf deutlich ursprünglicher.
Der Sand am Bang Saray Beach ist feiner als an den Stränden weiter nördlich. Einige Abschnitte sind breit, andere schmal und von Felsen oder Mauern begrenzt. Der Blicke reicht von der Skyline von Pattaya und Jomtien über das Meer bis hin zum Bang-Saray-Pier und einer bewaldeten Halbinsel.

Hinter dem Strand sitzen Gäste entspannt unter schattigen Planen, essen, trinken und genießen die Ruhe. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befinden sich Restaurants, kleine Shops und Unterkünfte. Besonders zum Sonnenuntergang entsteht eine sehr angenehme, dörfliche Stimmung.

Auch das Fischerdorf Bang Saray selbst lohnt einen Abstecher. Auf dem Weg zum Pier liegen links der große Wat Bang Saray Kongkharam und rechts mehrere auf Stelzen gebaute Seafood-Restaurants mit Meerblick. Das lange Pier ragt weit ins Meer hinaus. An ihm liegen zahlreiche Fischerboote – einige davon bereits halb verfallen.

Anreise nach Bang Saray: Vom Terminal 21 in Pattaya sollen Sammeltaxis zum Bang Saray Beach für 20 Baht fahren. Da ich keins gefunden habe und den Sonnenuntergang nicht verpassen möchte, fahre ich mit dem Motorradtaxi für 300 Baht dorthin. Zurück nach Jomtien sind es 200 Baht.
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Pattayas Sehenswürdigkeiten
Pattaya ist nicht für bedeutende Sehenswürdigkeiten berühmt – und hat doch einige interessante zu bieten. Dazu gehören unter anderem die folgenden.
Riesiger, kunstvoller Holztempel: das Sanctuary of Truth
Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit von Pattaya ist das Sanctuary of Truth (Heiligtum der Wahrheit). Trotz des vergleichsweise hohen Eintrittspreises von 500 Baht lohnt sich ein Besuch definitiv.
Je nach Quelle gilt der Bau als größtes Holzgebäude Thailands, Asiens oder sogar der Welt. Dieses ist einer buddhistischen Tempelanlage nachempfunden und wird seit Baubeginn im Jahr 1981 kontinuierlich erweitert und restauriert. Kein Wunder, denn direkt am Meer liegend und der Sonne ausgesetzt, müssen Gebäudeteile immer wieder ersetzt werden.
Schon von außen wirkt der nach traditionellen thailändischen Techniken errichtete Komplex beeindruckend. Im Inneren wird es jedoch noch spektakulärer: Riesige Säulen, Wände und Decken sind über und über mit kunstvollen Holzschnitzereien versehen, die religiöse und philosophische Geschichten erzählen.


Der Besuch ist komplett durchorganisiert und kommerzialisiert. Auf dem Gelände gibt es zusätzliche Angebote wie Tierfütterungen, Elefanten- und Pferderitte oder Fotomöglichkeiten in traditionellen Kostümen. Der Zugang zum Tempel erfolgt ausschließlich im Rahmen geführter Touren, die in mehreren Sprachen angeboten werden. Englischsprachige Führungen finden regelmäßig statt, sodass eine Vorab-Reservierung meist nicht nötig ist.
Von einem Aussichtspunkt aus bieten sich erste Panoramablicke auf das Sanctuary of Truth. Zu Beginn der Führung erhalten alle Besucher Helme, bevor es vorbei an Werkstätten geht, in denen Holzschnitzer bei der Arbeit zu sehen sind. Auf dem Areal befinden sich mehrere Ruhe- und Kaffeespots mit schönen Blicken auf das Sanctuary of Truth.



Für den Rückweg nach Pattaya wird für 60 Baht ein Shuttleservice zum Terminal 21 und nach Pattaya Central angeboten.
Phratamnak Hill mit Big Buddha & Pattaya View Point
Der Phratamnak Hill erhebt sich südlich des Bali-Hai-Piers und markiert die Grenze zwischen Pattaya und Jomtien. Neben Grünanlagen und vergleichsweise viel Ruhe bietet der Hügel mehrere sehenswerte Orte – und das kostenlos.
Im Mittelpunkt steht der Tempel Wat Khao Phra Bat mit seinem weithin sichtbaren Big Buddha. Über eine Naga-Treppe gelangt man hinauf zur großen, goldenen Statue, die sowohl für Gläubige als auch für Touristen ein zentraler Anziehungspunkt ist. Rundherum finden sich zahlreiche weitere Figuren und religiöse Elemente – sowie schöne Ausblicke auf die Umgebung.

Nur wenige Hundert Meter entfernt liegt der Pattaya View Point. Von hier bietet sich einer der besten Blicke auf die Stadt, die Bucht und den Pattaya Beach. Besonders am frühen Morgen oder späten Nachmittag ist das Licht ideal. Am Aussichtspunkt steht außerdem ein Denkmal für den Prince of Chumphon, der von vielen Einheimischen verehrt wird.

Unterhalb des Hügels, in Richtung Hafen, befindet sich ein großer Pattaya-Schriftzug – ein beliebtes Fotomotiv mit schönem Blick auf das Bali-Hai-Pier und die Küstenlinie.

Pattaya Floating Market
Mit dem Pattaya Floating Market gibt es eine weitere bekannte Attraktion – die man sich allerdings nicht unbedingt ansehen muss. Wie die Reisebusse vorm Eingang erahnen lassen, handelt es sich dabei nicht um einen traditionellen schwimmenden Markt, sondern um eine ein paar Kilometer außerhalb an einer Schnellstraße für Touristen errichtete Anlage. Über einer Wasserlandschaft wurden Holzgebäude gebaut. Auf den Kanälen dazwischen dürfen sich dann diejenigen, die dafür bezahlt haben, auf Booten durch das künstliche Dorf fahren lassen.

Gleich nach dem Betreten – und überall auf dem Gelände – gibt es Dutzende Stände, die Kunsthandwerk, Souvenirs oder Essen und Snacks verkaufen. Kulinarisch ist durchaus etwas geboten, denn es gibt Spezialitäten aus allen Regionen Thailands. Darunter auch aus europäischer Sicht Kurioses: frittierte Insekten und Skorpione sowie gegrilltes Krokodilfleisch. Als Vegetarier bleibe ich bei Süßspeisen wie Khanom Krok. Generell sind die Preise touristisch.


Zu festen Zeiten finden Shows und Vorführungen statt. Und wer mit einem Bagger Sand schaufeln möchte, kann das gegen Bezahlung tun.
Eintritt: 200 Baht, mit Bootstour ein paar Hundert Baht mehr. Mit dem Motorradtaxi zahle ich von der Jomtien-Busstation 150 Baht, mit dem Taxi zurück 200.
Tagesausflug nach Koh Larn
Ein besonders lohnender Tagesausflug führt nach Koh Larn. Die auch Ko Lan, Ko Laan oder Coral Island genannte Insel liegt neun Kilometer vor der Küste von Pattaya. Mit schönen Stränden und Aussichtspunkten, einigen Sehenswürdigkeiten sowie guter Infrastruktur zieht sie täglich diverse Touristen an.

Mit einem gemieteten Roller oder Taxi lassen sich in wenigen Stunden die Highlights der viereinhalb Kilometer langen, etwa zwei Kilometer breiten Insel abfahren. Doch es lohnt sich, eins, zwei Nächte auf Koh Larn zu verbringen. Denn morgens und ab spätnachmittags, wenn die Tagestouristen wieder nach Pattaya abgereist sind, geht es deutlich ruhiger und atmosphärischer auf Koh Larn zu. Außerdem lassen sich die einzelnen Spots dann nicht nur kurz anschauen, sondern erleben.
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Zahlreiche Eindrücke, einen Überblick über die Strände und Sehenswürdigkeiten sowie Tipps gibt es (in wenigen Tagen) in einem eigenen Koh-Larn-Reisebericht.
Anreise: Der Weg nach Koh Larn beginnt am Bali-Hai-Pier in Pattaya. Dort fahren von 7 bis 18 Uhr Fähren in 45 Minuten für 40 Baht pro Strecke und Speedboote in einer Viertelstunde für 150 Baht hinüber. Tickets für die Fähren werden direkt am Schiff, für die Speedboote an einem Schalter verkauft.

Wer eine All-inklusive-Lösung vorzieht und sich um nichts kümmern möchte, bucht eine organisierte Tagestour unter anderem bei GetYourGuide*. Das geht nicht nur ab Pattaya, sondern sogar ab Bangkok.
Weitere Inseln vor Pattaya
Neben Koh Larn gibt es weitere Inseln in der Umgebung, die sich für Ausflüge anbieten. Dazu zählen unter anderem Ko Sichang, Ko Phai, Ko Khram Yai und Ko Samae San. Sie sind weniger touristisch erschlossen und bieten entsprechend ruhigere Alternativen.
Unterwegs vor Ort
Die Entfernungen in Pattaya und Jomtien sind größer, als es zunächst den Anschein hat. Je nach Location und Fitnessfaktor lässt sich trotzdem viel zu Fuß erreichen.
Praktisch sind die blauen Baht-Busse – Songthaews –, die in kurzen Abständen durch die Straßen der Stadt cruisen. Egal wo hin – eine Fahrt kostet fast immer zehn Baht.
Wenn es schnell von Punkt zu Punkt gehen soll, sind Motorradtaxis eine gute Wahl. Günstige Taxis lassen sich mit der App Grab buchen. Die Preise sind erstaunlich niedrig, und die Fahrer meist zuverlässig.
Anreise Pattaya und Weiterreise
Die meisten Touristen reisen von Bangkok mit dem Bus, Minibus oder Taxi nach Pattaya oder Jomtien.
Vom Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi fährt unter anderem der Bus 389 ab Level 1, Gate 8, stündlich in etwa 120 Minuten direkt nach Pattaya und Jomtien (143 Baht).

Innerhalb Thailands gibt es diverse Möglichkeiten der Anreise nach oder Weiterreise von Pattaya mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln. Verbindungen, Zeiten und Preise lassen sich online unter anderem bei 12GoAsia* vergleichen und buchen (am besten mit ein paar Tagen Vorlauf).
Etwa 35 Kilometer südlich vom Stadtzentrum liegt der U-Tapao Rayong-Pattaya International Airport (IATA-Code: UTP). Von dort gibt es Inlandsflüge nach Phuket (HKT), Koh Samui (USM), Chiang Mai (CNX) und Udon Thani (UTH). International werden unter anderem Kuala Lumpur (KUL) sowie mehrere Flughäfen in Russland angeflogen.
Ich recherchiere Flüge am liebsten bei Skyscanner* und booking.com*. Damit lassen sich nicht nur die besten Langstreckenverbindungen finden, sondern auch gute regionale Angebote.
Flugverspätung? Flugausfall? Flightright* hilft bei der Durchsetzung von Fluggastrechten – und sorgte dafür, dass uns die Airline eine Entschädigung zahlte. Ein Erfahrungsbericht.
Pattaya und Jomtien lassen sich gut unter anderem mit den Reisezielen an der östlichen Golf-Küste kombinieren, darunter Koh Samet, Chanthaburi, Koh Chang, Koh Kood und Koh Mak. Auch Transfers unter anderem nach Bangkok, Hua Hin und Koh Tao lassen organisieren.
Übernachten in Pattaya und Jomtien
Ob Fünf-Sterne-Luxushotel oder Bett im Schlafsaal: In Pattaya gibt es Unterkünfte für alle Ansprüche und Geldbeutel. Die Auswahl ist riesig! Zahlreiche Hotels, Apartments und Guesthouses lässt sich unter anderem auf booking.com* vergleichen und buchen.
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Die beste Gegend zum Übernachten hängt von den eigenen Vorstellungen und der Art des Urlaubs ab. Aus meiner Sicht ideal sind der Jomtien Beach sowie das Viertel zwischen Jomtien-Busstation, Dongtan Beach und Phratamnak Hill. Es geht nicht so trubelig zu wie am Pattaya Beach. Die Entfernungen zu den Topspots sind überschaubar. Und es gibt die komplette touristische Infrastruktur.
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Vier Nächte im Nong Guest House in Jomtien
Zu Beginn dieser Thailand-Reise verbringe ich vier Nächte im Nong Guest House* in Jomtien. Dieses habe ich vor allem aufgrund des guten Verhältnisses zwischen Lage, Ausstattung und Preis kurzfristig bei Booking.com* gebucht. Es liegt günstig in South Pattaya in einer Seitenstraße der vielbefahrenen Thappraya Road. Bis zum Dongtan Beach, zur Jomtien-Busstation sowie zum Phratamnak Hill sind es nur jeweils einen Kilometer. In dem von vielen Russen besuchten Viertel gibt es Restaurants, einen 7-Eleven-Supermarkt, weitere Shops, Reisebüros, Massagesalons, Apotheken – alles, was Touristen brauchen. Am Ende der Straße öffnet jeden Abend ein großer Open-Air-Foodmarkt.

Der Eingang des Nong Guest House* befindet sich unscheinbar neben einem Geschäft. Auf drei Etagen gibt es saubere, einfache, günstige Zimmer. Meins hat einen Kühlschrank, Warmwasser, eine Klimaanlage, ein großes Bett sowie einen Balkon mit Sitzgelegenheiten. Kein Luxus, aber alles, was preisbewusste Reisende mit Vorstellungen benötigen.
Wer Wert auf mehr Komfort legt: Auf der anderen Straßenseite liegt das Bhanwar Singh Palace Hotel* mit Swimmingpool und weiteren Annehmlichkeiten.
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Zwei Nächte im Kalisa House@Soi Welcome in Jomtien
Auf der Durchreise verbringe ich zwei weitere Nächte im Kalisa House@Soi Welcome* in einer Seitenstraße am Jomtien Beach. Es ist keine besondere Empfehlung, sondern steht stellvertretend für die vielen unscheinbaren, kleinen, aber guten, günstigen, zentral gelegenen Unterkünften in dieser Gegend.
Mein Zimmer mit der originellen Nummer 555 – was in Thailand für „ha ha ha“ oder „LOL“ steht – ist einfach, aber sauber und mit Balkon, Kühlschrank, Warmwasser und ausreichend Platz gut ausgestattet.

In der Gasse gibt es Massagesalons, an der Hauptstraße alles, was man braucht, inklusive 7-Eleven und dem Yai-Mak-Market.
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Beste Reisezeit für Pattaya und Jomtien
Als beste Reisezeit für Pattaya und Jomtien gelten die trockenen, zunehmend heißeren Monate November bis April. Grundsätzlich ist die Region aber ein Ganzjahresziel. Denn die Regenzeit in den europäischen Sommermonaten verläuft in Pattaya und Jomtien häufig nicht so intensiv wie anderswo in Thailand.
Auslandsreisekrankenversicherung
Wichtig! Unbedingt eine gute Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, zum Beispiel von TravelSecure*, dem Testsieger bei Stiftung Warentest. Die Kosten dafür sind überschaubar. Aber falls wirklich etwas Ernsthaftes passiert, wird es schnell sehr teuer.
Reiseführer für Thailand
Thailand ist eins der beliebtesten Reiseziele Südostasiens. Entsprechend groß ist das Angebot an Reisebüchern. Wir sind am liebsten mit dem „Stefan Loose Reiseführer Thailand“* unterwegs. Doch auch der „Lonely Planet“* sowie der „Reise Know-How“* machen einen guten Eindruck und erfüllen sicher ihren Zweck. Alle Bücher enthalten Kapitel zu Pattaya und Jomtien.

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Text und Fotos: Heiko Meyer
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Koh Samet, Thailand: Strände, Bootsausflüge, Unterkünfte & mehr
Koh Samet – eine kleine, tropische Insel im Golf von Thailand – lockt mit 14 schönen Stränden. Ein Reisebericht mit allen Highlights inklusive Bootsausflügen und Tipps für Unterkünfte.

Khao Lak, Thailand: Strände, Sehenswürdigkeiten, Ausflüge, Resorts & mehr
Khao Lak eignet sich mit schönen Stränden, Sehenswürdigkeiten und vielfältigen Ausflügen perfekt für einen Urlaub in Thailand. Die Highlights von Khao Lak gibt es in diesem Reisebericht.

Hua Hin, Thailand: Strände, Märkte, Ausflüge & mehr
Hua Hin in Thailand steht für schöne Strände, Street-Food-Märkte und Tagesausflüge u. a. zum Nationalpark Sam Roi Yot, zu den Tempeln von Phetchaburi und zum Cha Am Beach. Mehr dazu in diesem Reisebericht.