Reisebericht Bangladesch: Dhaka, Chittagong, Cox’s Bazar & Co.

Kaum bekannt, aber wahr: Bangladesch bietet eine Fülle an interessanten Reisezielen. Dhaka, Chittagong und Cox’s Bazar sind nur einige davon. Mein Reisebericht mit vielen Bildern.

Wer wissen will, wie sich Stars, Prominente, fühlen, sollte mal nach Bangladesch fahren. Wenn ich in der Hauptstadt Dhaka nach dem Weg frage, versammelt sich im Nu ein Dutzend Menschen. Wenn ich über den Markt gehe, wecken Mütter ihre Kinder auf, um ihnen „den Weißen“ zu zeigen. Keine zwei Minuten kann ich in Ruhe am Strand spazieren, ohne dass nicht jemand ein Foto mit mir will. Ständig streckt mir jemand seine Hand entgegen und bedankt sich für den Besuch seines Landes. Ich genieße das Leben als Teilzeitpromi. Allerdings kann ich schon längst nicht mehr alle Einladungen nach Hause annehmen.

Zugegeben, Bangladesch ist keins der klassischen Reiseziele. „Wollen wir Urlaub in Bangladesch machen?”, fragte ich Julia, meine Freundin. „Lasse mich mal kurz überlegen. Nein”, ihre Antwort. Sicher hatte sie die Bilder vor Augen, für die das südasiatische Land am Golf von Bengalen über die Medien bekannt ist: von Überbevölkerung, Überschwemmungen, Kinderarbeit und Armut. Doch ich konnte einfach nicht glauben, dass das alles sein soll.

Den Beschluss, nach Bangladesch zu reisen, fasste ich schließlich in London. In einem bengalischen Restaurant trank ich ein Bier, Marke Bangla. Das Etikett auf der Rückseite der Flasche lobte die Schönheiten des Landes. Etwa so: „Von den Teegärten Sylhets über die Mangrovenwälder der Sunderbarns bis zu Cox’s Bazar, den längsten Strand der Welt.” Doch Bangladesch hat noch viel mehr Interessantes zu bieten: die pulsierende Metropole Dhaka, die Minderheitendörfer in den Chittagong Hill Tracts, die tropische Insel St. Martin´s, die Abwrackwerfen von Chittagong, Flussfahrten und vor allem einige der nettesten und gastfreundlichsten Menschen, die man jemals treffen wird.

Das Bier, Marke Bangla, habe ich während der zwei Wochen in Bangladesch übrigens nicht gefunden. Klar, Alkohol bekommt man in diesem muslimischen Land höchstens verdeckt. Und wer in Dhaka Bier kaufen will, muss eine halbe Stunde mit der Fahrradrikscha fahren, um schließlich in einem Lädchen in einer dunklen Seitengasse zu landen. In einem Restaurant im Küstenort Cox´s Bazar erlaubte ich mir erstmals, nach einem Bier zu fragen. Der Kellner schaute mich an, als hätte ich eine Dosis Heroin bestellt. „Wollen Sie wirklich Bier?“, vergewisserte er sich mit weit aufgerissenen Augen. Dann beugte der Mann sich zu mir herüber, drehte sich mehrmals um und flüsterte: Er kenne jemanden, den er anrufen könne. Aber das dauere eine Weile. Die kleine Dose Heineken für 400 Taka, umgerechnet vier Euro, habe ich dann aber doch nicht bestellt.

Unterwegs in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch

Dhaka empfängt mich mit einem der berüchtigten Staus. Knapp zwei Stunden dauert die Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel und lässt das riesige Ausmaß der Hauptstadt von Bangladesch erahnen. Rund 17 Millionen Menschen sollen in der Metropole am Buriganga-Fluss leben.

Am ersten Morgen besuche ich Old Dhaka, die Altstadt. Menschenmassen drängen sich durch die engen Gassen des Chowk Bazar. Frauen kleiden sich in farbenfrohe Gewänder. Manche tragen komplett Schwarz und verhüllen sich, bis auf die Augen. Viele Männer färben Haare und Bart mit Henna orange. Ständig steigen neue Gerüche von den Waren der Händler in die Nase.

Frauen kleiden sich in farbenfrohe Gewänder

Obsthändler in Old Dhaka

Überall hupt und klingelt es. Wie Blutkörperchen in den Adern beleben die meist bunt verzierten Fahrradrikschas das Viertel. Allein in Dhaka soll es knapp 600.000 geben. Wer den Verkehr einmal erlebt, glaubt diese Zahl sofort. Sie transportieren alles. Menschen natürlich, ganze Familien. Tausende Eier. Tierhäute. Mehrere Kubikmeter Kochtöpfe. An einen entspannten Stadtbummel ist nicht zu denken. Die Räder der Rikschas schrammen häufig nur wenige Zentimeter von den Zehen entfernt entlang.

In Dhaka soll es knapp 600.000 Fahrradrikschas geben

Sie transportieren alles

Bangladesch ist für seine Armut bekannt. Doch erscheint die Zahl der Bettler nicht so hoch, wie man vielleicht vermuten könnte. Im Zentrum von München jedenfalls halten mehr Leute die Hände auf. Doch diejenigen, die auf Dhakas Straßen ausharren, haben allen Grund dazu, um Almosen zu bitten. Einer hat weder Hände noch Füße und liegt flehend mit seinem Rücken auf einem Holzbrett mit Rädern. Ich stecke ihm ein paar Taka in die Tasche seines Hemdes. Einmal pro Tag bekommt jemand etwas.

Nach zwei Stunden Reizüberflutung ist eine Pause bitter nötig. Deshalb ziehe ich mich in die Ruhe eines Restaurants zurück und trinke einen tiefschwarzen Tee.

Wieder geht es ins Getümmel. Nun stehen einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Dhaka auf dem Besichtigungsprogramm: der rosarote Ahsan-Manzil-Palast und das Lalbag-Fort.

Der Ahsan-Manzil-Palast in Dhaka

Das Lalbag-Fort

Unterwegs komme ich immer wieder mit den Menschen ins Gespräch und beantworte geduldig alle Fragen. „Aus welchem Land kommst Du?“ „Wie heißt Du?“ „Sprichst Du Bengalisch?“ „Was denkst Du über unser Land?“ „Gefällt Dir Bangladesch?“ Fußball, Beruf, Familienstatus und Religion sind weitere beliebte Themen. Niemand kann verstehen, dass ich an keinen Gott glaube. „Bangladesch ist ein Land der religiösen Freiheit und Toleranz. Die Menschen aller Kasten leben hier in perfekter Harmonie zusammen.“ So beschreibt es der von der nationalen Tourismusorganisation herausgegebene „Bangladesh Travel Guide“. Schön wär´s! Aber in diesem Sinne äußere ich mich. Die Gesprächspartner sind erfreut, als sie erfahren, dass es in Deutschland mehrere Millionen Muslime gibt. Und dass das Zusammenleben meist sehr gut funktioniert.

Auf der Straße frage ich Omar Faruq Rubel nach dem Weg. Der 23-jährige Student will Tee trinken mit mir. Ich spendiere das Gebäck. Er führt mich erst durch die Hindu Street, dann durch enge Gassen in sein Viertel. Dort stellt er mich seinen Freunden und Bekannten vor. Wenn wir länger verweilen, bildet sich umgehend eine Menschentraube.

Als Rubels Mutter anruft, erzählt er ihr von mir, dem Fremden. Sie lädt uns ein. Durch eine enge Tür betreten wir das Haus. Ich muss mich ducken, um den Kopf nicht zu stoßen. Eine Steintreppe führt nach oben. Zwei Frauen waschen Wäsche. Bei meinem Anblick macht jeder große Augen. Rubels Mutter begrüßt mich. Sie führt mich in ein Zimmer. Es enthält nicht viel mehr als einen Schrank mit Geschirr, eine Kommode und ein Bett, auf dem ich Platz nehme. Nacheinander kommen Geschwister, Onkel, Tanten, Cousinen, Cousins hinein. Rubens Uroma segnet mich. Sie soll 110 Jahre alt sein und sieht auch so aus.

Familienbesuch in Dhaka

Am Ende verläuft das Gespräch in eine Richtung, die ich nachvollziehen kann, die mir aber nicht gefällt. „Kannst Du Rubel helfen, ein Visum für Deutschland zu besorgen?“, fragt die Mutter. „Damit habe ich keine Erfahrung“, antworte ich. „Aber seine Chancen stehen sicher besser, wenn er vorher sein Studium erfolgreich abschließt.“

Bootstour auf dem Buriganga-Fluss

500 Flüsse soll es in Bangladesch geben. Vom Sadarghat-Terminal in Old Dhaka legen die großen Fähren in alle Richtungen des Landes ab. Von dort fahren die Menschen in kleinen Walnussschalen in die Orte der Umgebung.

Vom Sadarghat-Terminal in Old Dhaka legen die großen Fähren in alle Richtungen des Landes ab

Von dort fahren die Menschen in kleinen Walnussschalen in die Orte der Umgebung

Niemand vergisst eine Tour auf dem Buriganga-Fluss! Die Sonne steht tief, während der Bootsmann seinen Holzkahn vorbei an den großen Fähr- und Frachtschiffen manövriert.

Ein Bootsmann manövriert an großen Fähr- und Frachtschiffen vorbei

Im Hintergrund ist der Ahsan-Manzil-Palast zu sehen

Auf der anderen Seite beginnt South Dhaka. Am Ufer befinden sich Werften. Jugendliche schweißen, streichen die Außenwände der Schiffe. In der Nähe einer Schule flitzt mehr als ein Dutzend Kinder um mich herum. „Schoko, Schoko“ schreien sie im Chor – und erhalten schließlich ein paar Süßigkeiten, die ich extra für sie kaufe.

Am Ufer des Buriganga-Flusses befinden sich Werften

In der Nähe einer Schule flitzt mehr als ein Dutzend Kinder um mich herum

Ein Moment in South Dhaka

Tagestouren von Dhaka nach Sonargaon und Savar

In Old Dhaka lerne ich Juwul kennen. Der 36-jährige Familienvater führt Touristen durch seine Heimatstadt. Mit ihm unternehme ich zwei Tagestouren in die Umgebung: in die ehemalige Hauptstadt Sonargaon sowie nach Savar, wo sich ein Monument für die Opfer des Unabhängigkeitskrieges befindet.

An beiden Tagen sind wir mit öffentlichen Bussen unterwegs. Das Einsteigen gleicht einem Kampf. Alle Wartenden versuchen, sich in eine möglichst gute Ausgangsposition zu bringen. Nur so lässt sich ein Sitzplatz ergattern. Sobald der Bus hält, beginnt an der Tür das Gerangel. Jeder presst sich, mit ganzer Körperkraft, vor die anderen in den Bus hinein. „Passe auf Deine Sachen auf. Sei vorsichtig“, mahnt Juwul vor Dieben. Deshalb trage ich den Rucksack auf dem Bauch.

Wir sind mit öffentlichen Bussen unterwegs. Juwul ist der Herr in der Mitte

Nicht immer erhalten wir einen Sitzplatz und müssen so manches Mal stehen. Häufig ist es so eng, dass kaum Bewegungen möglich sind. Wenn ich die Beine anziehen und den Boden nicht mehr berühren würde, würde ich wahrscheinlich nicht umfallen. So eng und kuschelig ist es zwischen den Fahrgästen. Andere finden gar keinen Platz mehr und lassen sich auf dem Dach nieder. Regelmäßig gibt es Tote, weil Äste von Bäumen Menschen vom Dach fegen.

Bis zum Bersten gefüllt schiebt sich das Vehikel im Stau mit der Blechlawine durch das riesige Dhaka. Dabei sollte man tunlichst vermeiden, seine Hand aus dem Fenster zu halten. Denn häufig schrammen zwei Busse aneinander.

Straßenszene in Dhaka

Nach einer Stunde erreichen wir Sonargaon, rund 27 südöstlich von Dhaka. Sonargaon war vom 13. bis 17. Jahrhundert Hauptstadt von Bengalen und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu sehen gibt es alte Moscheen, Gräber, buddhistische Stupas, ein Museum und vor allem eine schöne, ruhige Umgebung an einem Fluss.

Sonargaon liegt schön an einem Fluss

Etwa einen Kilometer von Sonargaon entfernt liegt Panam, auch Painam Nagar genannt. In der größtenteils verlassenen Stadt wohnten wohlhabende hinduistische Händler – die nach Indien flohen, als die Region muslimisch wurde. Die Hauptstraße ist gesäumt von verfallenen Villen, die Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurden. In den Gebäuden leben vereinzelt Menschen.

Die Hauptstraße von Panam ist gesäumt von verfallenen Villen

In den Gebäuden leben vereinzelt Menschen

Tagsdrauf fahren wir nach Savar 26 Kilometer nordwestlich von Dhaka. Mehrere Tausend Einheimische besuchen das Mahnmal für die Opfer des Unabhängigkeitskrieges – wohl auch, um der Großstadt zu entfliehen und etwas Ruhe und Grün um sich zu haben. Mangels anderer westlicher Touristen bin ich neben dem etwa 50 Meter hohen Denkmal aus Beton das beliebteste Fotomotiv weit und breit.

Savar befindet sich ein etwa 50 Meter hohes Mahnmal für die Opfer des Unabhängigkeitskrieges

Das Dorf Ghuaradia, einige Kilometer von Savar entfernt, ist bekannt für die vielen Kobras, die es dort geben soll. Für ein paar Taka zeigen die Dorfbewohner gern ihre gefangenen Schlangen.

Kobra in Ghuaradia

Während sich die Tagestour nach Sonargaon wirklich lohnt, ist der Ausflug nach Savar eher Zeitvertreib.

In Chittagong, der zweitgrößten Stadt von Bangladesch

Ein kurzer Flug von Dhaka in die 320 Kilometer entfernte Millionenstadt Chittagong ersetzt die tagesfüllende Fahrt mit dem Bus. Der Verkehr in Bangladeschs zweitgrößter Metropole steht dem von Dhaka in nichts nach. Mit einem Babytaxi beziehungsweise CNG, wie die dreirädrigen, motorisierten Rikschas hier heißen, schlängelt sich der Fahrer zwischen großen LKWs und Bussen vom Flughafen ins Stadtzentrum. Sicher fühle ich mich nicht.

Blick aus einem Babytaxi beziehungsweise CNG, wie die dreirädrigen, motorisierten Rikschas in Bangladesch heißen

Mein Prominentenstatus hält auch in Chittagong an. Während ich durch das Stadtzentrum spaziere, reichen mir Dutzende die Hand und bedanken sich für den Besuch ihres Landes. In einem Restaurant lerne ich Sheik Syem Mahmood, Student und Inhaber einer Grafikagentur, kennen. Wir verabreden uns für den nächsten Tag in seinem Viertel.

Erdnussverkäufer in Chittagong

Syem wartet am Rindermarkt. Von dort führt er mich in das Apartment, in dem seine Familie und er wohnen. Ich ziehe die Schuhe aus und nehme Platz auf einer Couch im Wohnzimmer. Syems Vater setzt sich zu uns und beginnt ein Gespräch. Er fragt einiges über mich, ist aber auch sehr interessiert an Politik, Bildungs- und Gesundheitswesen in Deutschland. Wie viele Menschen staunt er über meine Religionslosigkeit. Aber es ist ein langes, herzliches Gespräch, währenddessen wir gemeinsam frühstücken.

Gemeinsam mit seinen Freunden Omar und Masud spazieren wir durch die engen Gassen von Syems Viertel. Eine Rikscha bringt uns zum Meer. An einen Ort, an dem die Menschen aus der Gegend abends entspannen. Fischerboote und –netze liegen dort. Stände bieten Getränke und Snacks an.

Unterwegs in Chittagong (v. l.): Omar, ich, Masud und Syem

Am Nachmittag fahren wir zum Patenga Beach. Tausende Einheimische flanieren den schmalen Sandstreifen entlang. Restaurants laden zum Verweilen. Mit einem Gewehr kann man auf Luftballons schießen – während Passanten dahinter vorbeigehen. Manche reiten auf einem Pferd, andere fahren Motorboot. Das farbenfrohe Spektakel erinnert an den Chowpatty Beach in Mumbai, nur auf wesentlich engerem Raum.

Tausende Einheimische flanieren am Patenga Beach

Sonnenuntergang am Patenga Beach

Abwrackwerfen von Chittagong

Tags drauf versuchen wir, Zugang zu den berühmt-berüchtigten Abwrackwerften von Chittagong zu erlangen. „Das Meer brachte eines Tages ein unerwartetes Geschenk. Nach einem gewaltigen Sturm im Jahre 1960 landete ein riesiges Schiff am Strand und blieb tief im Sand stecken. Die Einheimischen wussten erst nicht, was sie mit dem Schiff machen sollten und beschlossen schließlich, es zu zerlegen und die Eisenteile zu verkaufen. Von da an begann eine neue Zeit für die Menschen in dieser Gegend. Das Schlachten der Meeresriesen beendete die ewige Ruhe.“ So beschreibt Regisseur Shaheen Dill-Riaz in seiner Dokumentation „Eisenfresser“ (Link zu YouTube) die Entstehung der Abwrackwerften von Chittagong. Inzwischen ernährt diese Industrie rund drei Millionen Menschen, und das Eisen aus Chittagong deckt fast den gesamten Bedarf des Landes.

Nach schlechter Berichterstattung in westlichen Medien sind ausländische Besucher in den Werften unerwünscht. Aber wo ein Wille ist, findet sich meist auch ein Weg. Mit Einheimischen unterwegs zu sein, erhöht zumindest die Chancen.

Wir gehen durch das Eingangstor einer Werft. Niemand sitzt am Empfang. Also begeben wir uns hinein. Schon nach wenigen Schritten schweifen meine Blicke auf die schrottreifen Schiffe. Reeder verkaufen ihre ausgemusterten Ozeanriesen nach Bangladesch. In der Nähe von Chittagong werden sie mit voller Kraft voraus auf den Strand gefahren. Beachen heißt das im Fachjargon. Wenn sich bei Ebbe das Wasser zurückzieht, liegen die Seelenverkäufer, wie alte Schiffe in der Seemannssprache genannt werden, quasi an Land. Zehntausende Arbeiter beginnen wie Ameisen damit, die rostigen Kähne auseinanderzunehmen. In Landessprache werden diese Tagelöhner „Lohakor“ – „Eisenfresser“ – genannt. Die gleichnamige, preisgekrönte Dokumentation porträtiert diese mühsame, gefährliche Schufterei, die vor allem Männer aus dem armen Norden des Landes verrichten.

Abwrackwerft in Chittagong, Bangladesch: Die Schiffe werden mit voller Kraft voraus auf den Strand gefahren. Wenn sich bei Ebbe das Wasser zurückzieht, liegen sie quasi an Land und werden zerlegt

Eine mehrere Meter hohe Bugspitze ragt senkrecht aus der Erde. Daneben liegt ein halbes Schiff. Um zu den großen Dampfern zu gelangen, müssen wir durch den Schlamm waten. „Beeile Dich“, ruft Syem. „Und hole die Kamera nur heraus, wenn Du wirklich ein Bild machen willst. Sonst kann es Probleme geben.“

Die Überreste eines Schiffes

Meine Flip-Flops kleben im Matsch. Deshalb stakse ich barfuss weiter. Je mehr es in Richtung Schiffe geht, desto tiefer versinke ich in der feuchten Erde. Erst sind nur die Fußsohlen bedeckt, dann die Knöchel, schließlich die kompletten Waden. Bloß nicht zu lange stehen bleiben. Sonst trockne ich bei der Hitze noch fest. Liegen hier im Watt eigentlich scharfkantige Metallteile?

Alles für ein gutes Bild! Dann siegt die Vernunft. Um uns nicht unnötigen Risiken auszusetzen, trete ich den Rückzug an. Der Schlamm an den Beinen trocknet schnell. Er sieht aus wie Strümpfe aus Matsch. In einem nahen Teich wasche ich die Beine. Dann fahren wir weiter nach Sitakunda, eine Stunde auf der Nationalstraße 1 Richtung Dhaka, und genießen dort auf einem Hügel den Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang auf einem Hügel in Sitakunda

Rangamati und Bandarban in den Chittagong Hill Tracts

In den bewaldeten Hügeln der Chittagong Hill Tracts im Osten von Bangladesch an der Grenze zu Myanmar trifft der südasiatische Kulturkreis auf die Völker Südostasiens. Dort leben Volksgruppen wie die Chakma, Marma, Tripura und Mru. Ihr südostasiatisches Äußeres unterscheidet sie von den überwiegend muslimischen Bewohnern Bangladeschs ebenso wie ihr buddhistischer oder animistischer Glaube. Diese Gegensätze führen zu Problemen. Bis heute kämpfen die Minoritäten um ihre Rechte.

In die Chittagong Hill Tracts reisen oder nicht? Das ist die große Frage. „Nach wie vor kann es zu bewaffneten Unruhen und zu kriminellen Übergriffen kommen. Aus diesen Gründen wird von Besuchen der drei Distrikte Rangamati, Khagrachari und Bandarban abgeraten.“ Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sind eindeutig. Allerdings äußert sich die Behörde meist sehr defensiv. „Trips nach Bandarban und Rangamati verlaufen fast immer problemfrei“, heißt es dagegen im Reiseführer*. Das deckt sich mit Reiseberichten im Internet.

Die für diese Gegend notwendige Reisegenehmigung vergibt ein hoher Beamter in Chittagong. Dessen Büro hat am Vormittag geöffnet. Der kaum Englisch sprechende Mann fordert eine Zuwendung für das kostenlose Dokument. Er versichert, dass ich unterwegs keine Kopien seiner Erlaubnis benötige. Aber laut Reiseführer soll man diverse Kopien der Genehmigung bei sich führen und diese „wie Süßigkeiten an den zahlreichen Kontrollpunkten verteilen“.

Auf dem Weg von Chittagong nach Rangamati hält der Bus an einer Polizeikontrolle. Als Einziger muss ich aussteigen und nach der Registrierung eine Kopie der Genehmigung abgeben. Kurz vor Rangamati der nächste Stopp, an dem Ausländer ihre Daten zu hinterlegen haben. Nicht der letzte, während dieser Reise durch die Chittagong Hill Tracts.

In Rangamati liegt ein Hotel der nationalen Tourismusbehörde wunderschön am Kaptai Lake. Leider ist nur noch der „Tribal Flitterwochenbungalow“ frei. Nun ja, es ist nur für eine Nacht.

An einer Hängebrücke liegen Ausflugsboote. Jemand bietet eine Tour auf dem Kaptai Lake an. Darin befinden sich zahlreiche Inseln, auf denen Völker wie die buddhistischen Chakma siedeln. Der künstliche See – der größte von Bangladesch – wurde 1960 zur Wasserkraftgewinnung aufgestaut. Damals verloren viele Ureinwohner ihr Land. Einer der Gründe für die bis heute anhaltenden Spannungen.

Hängebrücke in Rangamati

Nach ein paar Metern im Wasser legt der Bootsmann an und verschwindet im Gebüsch. Eine Viertelstunde später kommt er mit zwei Polizisten als Eskorte zurück. „Wir sind Deine Freunde und beschützen Dich“, sagt einer von den Beiden, der ein paar Brocken Englisch spricht und auf Kumpel macht. „Wovor?“, will ich wissen. „Der Kaptai-See ist manchmal riskant“, antwortet er. „Welche Risiken?“, lasse ich nicht locker. Er verstehe nicht, sagt er und beendet damit das Gespräch..

Meine Polizei-Eskorte: „Wir sind Deine Freunde und beschützen Dich“

Wir tuckern über den See. Fischer werfen ihre Netze aus. Wasservögel machen es sich gemütlich. Wir legen neben ein paar Booten an einer Insel an. Auf ihr befinden sich ein kleiner Shop und das „Tuk-Tuk-Ökodorf“. Bis auf den Verkäufer ist niemand zu sehen. „Wo sind die Bewohner hin?“, frage ich. Keiner will verstehen. „Ich würde gern ein Chakma-Dorf anschauen“, ergänze ich. „Das ist ein Chakma-Dorf“, erklärt der Polizist und weist mit seinem Arm die Richtung: „Hier ein Chakma-Shop, dort ein Chakma-Boot.“ So hatte ich mir das nicht vorgestellt und zeige auf eine der anderen Inseln mit Häusern. Wir fahren dorthin. Die Bewohner schauen verstört. Die Polizeieskorte fördert nicht gerade den kulturellen Austausch. Ein Gutes hat der Bootstrip dennoch: den schönsten Sonnenuntergang bisher in Bangladesch.

Wir sind nicht die Einzigen, die auf dem Kaptai-See mit dem Boot unterwegs sind

Auf dem Kaptai-See erlebe ich den bisher schönsten Sonnenuntergang in Bangladesch

Am nächsten Tag reise ich von Rangamati nach Bandarban. Der Bus überquert auf einer Fähre einen Fluss. Kurz zuvor zieht eine Gruppe Fallschirmjäger mit vorgehaltener Waffe vorbei. „Reine Routine“, meint mein Sitznachbar. Eine kurze Recherche bei Google offenbart, dass Regierungstruppen in dieser Gegend regelmäßig Häuser von Minderheiten niederbrennen. Reine Routine.

In Bandarban sind die meisten der wenigen Unterkünfte belegt. Nur für eine Nacht ist etwas frei. Denn schnell wird klar: In Bangladesch beginnen die Ferien. Das halbe Land ist unterwegs. Die Hotels an jedem schönen Ort – und das ist für die Menschen hier praktisch überall außerhalb der Großstädte Dhaka und Chittagong – sind restlos ausgebucht.

Bandarban ist so etwas wie das Trekkingzentrum von Bangladesch. Ein Student zeigt mir ein paar Stunden die Gegend. Wir wandern durch Wald über hügeliges Terrain durch ein Dorf der Tripura. Die Frauen dieses christianisierten Volkes tragen zahlreiche Ketten um ihren Hals.

Bandarban ist das Trekkingzentrum von Bangladesch. An einem Aussichtspunkt treffen wir diese Herrschaften

Tripura-Frau in den Chittagong Hill Tracts

Cox’s Bazar, der längste Strand der Welt

Mit dem Bus geht es weiter in die Hafenstadt Cox´s Bazar, 150 Kilometer südlich von Chittagong. Mein Sitznachbar schenkt mir gleich nach dem zweiten Satz ein Foto von sich und spielt auf seinem Handy die ganze Fahrt Bangla-Musik.

Für die Menschen in Bangladesch ist Cox´s Bazar am Golf von Bengalen der Urlaubsort schlechthin. Dort befindet sich der mit 120 Kilometern angeblich längste ununterbrochene Sandstrand überhaupt. Die Einheimischen sind so stolz darauf, dass sie Cox´s Bazar als „größtes Naturwunder der Welt“ bewerben. So idyllisch ist der Ort nun auch wieder nicht. Denn die zahlreichen Hotels und Baustellen erinnern eher an eine Bettenburg am Mittelmeer. Die Stimmung zum Sonnenuntergang am breiten, von Sonnenschirmen gepflasterten Strand ist dennoch spektakulär. Menschen verkaufen an Ständen Erdnüsse, Eis und Schmuck aus Muscheln. Männer preisen ihre Motorboote für Rundfahrten an. Wer will, reitet auf einem Pferd den Strand entlang. Und während sich die Sonne langsam dem Golf von Bengalen entgegen schiebt, flanieren Hunderte Menschen am breiten Strand entlang. Weiter südlich wird es schnell einsam.

Sehen und gesehen werden: Am Strand von Cox´s Bazar in Bangladesch steht das Flanieren im Vordergrund

Cox’s Bazar ist mit 120 Kilometern der angeblich längste ununterbrochene Sandstrand der Welt

Letzter Abend in Bangladesch

Nach nur einer Nacht in Cox’s Bazar reise ich statt zwölf Stunden mit dem Bus per Flug zurück nach Dhaka und verbringe dort den letzten Abend in Bangladesch.

Mit den übrigen Taka kaufe ich eine Mahlzeit in einem Straßenrestaurant gleich gegenüber vom Hotel. Umgerechnet 16 Euro-Cent kostet das Essen: frittiertes Gemüse mit Tomatensoße. Nach dem Bezahlen beim Hinausgehen komme ich am Kochtopf vorbei und sehe, wie das Gericht frisch zubereitet wird. Und weil es sehr gut schmeckt, frage ich nach einem Nachschlag – der sechs Cent kostet.

Auf dem Weg zum Flughafen sagt der Taxifahrer „I love you“ zu mir, als er erfährt, dass ich aus Deutschland komme. Sicherlich meint er etwas anderes. Denn der gute Mann beherrscht kaum Englisch. Aber wer freut sich nicht über Zuneigung?

Flüge nach Bangladesch

Für die meisten Reisenden ist der Flughafen von Dhaka, der Shahjalal International Airport (IATA-Code: DAC), das Einfallstor nach Bangladesch. Nonstop-Flüge aus dem deutschsprachigen Raum gibt es nicht. Am schnellsten – und preisgünstigsten – sind Umsteigeverbindungen mit den arabischen Airlines (zwischen zwölf und 14 Stunden). Auch zu Chittagongs Shah Amanat International Airport (CGP) bestehen schnelle Umsteigeverbindungen in den deutschsprachigen Raum, die meist jedoch deutlich teurer sind.

Ankunft auf dem internationalen Flughafen von Dhaka

Von Dhaka gibt es diverse Flüge in die Nachbarländer und zu zahlreichen anderen asiatischen Destinationen.

Biman Bangladesh, Novoair, Regent Airways und US-Bangla Airlines bieten Inlandsflüge von Dhaka nach Chittagong, Cox’s Bazar (CXB), Barisal (BZL), Jessore (JSR), Rajshahi (RJH), Saidpur (SPD) und Sylhet (ZYL) an.

Mehrere Airlines bieten Inlandsflüge an. Dieses Flugzeug steht auf dem Flughafen von Chittagong

Wir recherchieren Flüge am liebsten bei Skyscanner*. Damit lassen sich nicht nur die besten Langstreckenverbindungen, sondern auch gute Angebote regionaler Billigflieger finden.

Flugverspätung? Flugausfall? Flightright* hilft bei der Durchsetzung von Fluggastrechten – und sorgte dafür, dass uns die Airline eine Entschädigung zahlte. Ein Erfahrungsbericht.

Hotels und Unterkünfte in Bangladesch

In Bangladesch gibt es unzählige Übernachtungsmöglichkeiten für alle Ansprüche. Meist bekommt man in jeder Kategorie viel für sein Geld. Mehrere Hundert verschiedene Hotels und andere Unterkünfte – auch in allen in diesem Reisebericht erwähnten Städten – lassen sich unter anderem bei booking.com* und Agoda* vergleichen und buchen.

Beste Reisezeit für Bangladesch

Bangladesch ist geprägt von tropischem Monsunklima. Die trockenen Monate Oktober bis Mai gelten als beste Reisezeit. Klimatisch am angenehmsten mit viel Sonne und kaum Regen ist es zwischen November und Februar, wobei es im Dezember und Januar nachts kühl werden kann. Ab März wird es zunehmend heißer – bis im Mai der Monsunregen einsetzt. Dann regnet es mehrere Monate zum Teil tagelang ununterbrochen, und es kommt immer wieder zu Überschwemmungen und Erdrutschen.

Auslandsreisekrankenversicherung

Wichtig! Unbedingt eine gute Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, zum Beispiel von TravelSecure*, dem Testsieger bei „Stiftung Warentest“. Die Kosten dafür sind überschaubar. Aber falls wirklich etwas Ernsthaftes passiert, wird es schnell sehr teuer.

Reiseführer Bangladesch

Bangladesch fristet auf der touristischen Weltkarte bislang ein Schattendasein. Daher ist die Auswahl an Reiseliteratur sehr überschaubar. Deutschsprachige Reiseführer gibt es bisher nicht. Ich bin mit dem englischsprachigen „Lonely Planet Bangladesh“* unterwegs, der inzwischen in der achten Auflage vorliegt. Trotz seiner vergleichsweise wenigen knapp 200 Seiten hält er eine Fülle an nützlichen Informationen bereit. Rund 200 Seiten mehr umfasst der „Bradt Travel Guide Bangladesh“*, dessen aktuelle Auflage allerdings schon ein paar Jahre älter ist. In jedem Fall wird deutlich, dass Bangladesch eine Vielzahl an interessanten Reisezielen bietet, nicht nur die von mir besuchten Orte. Ein Monat in Bangladesch? Kein Problem!

Sonnenuntergang – auch in Bangladesch ein Erlebnis

Wie gefällt Dir dieser Bangladesch-Reisebericht?

Text und Fotos: Heiko Meyer

* Dies sind Affiliate-Links. Wenn Du darüber bestellst oder buchst, erhalte ich eine kleine Provision. Du bezahlst aber keinen Cent mehr!

Diese Beiträge könnten Dich ebenfalls interessieren:

Myanmars kaum bekannter Schatz: Die Tempel von Mrauk U – ein Reisebericht
Reisebericht Varanasi, Indien: Tod am Ganges
Tamil Nadu, Südindien: Die schönsten Tempel im Überblick
Si Phan Don, Bolaven-Plateau, Wat Phou & Co.: Die besten Reiseziele von Südlaos
Reisebericht Phnom Penh, Kambodscha: Sehenswürdigkeiten, Reisetipps und viele Infos

Lob? Kritik? Anmerkungen? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

Gefällt Dir unser Blog? Dann folge uns auf Facebook, Instagram oder Twitter und werde über jeden neuen Beitrag informiert!

Print Friendly, PDF & Email

9 Gedanken zu „Reisebericht Bangladesch: Dhaka, Chittagong, Cox’s Bazar & Co.

  1. Pingback: Tamil Nadu, Südindien: Die schönsten Tempel im Überblick - Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  2. Pingback: „Liebster Award“: Persönliche Antworten auf 33 Fragen - Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  3. Oli

    Sehr spannend. Seit ich vor zwei Jahren Nordostindien besucht habe, wo ja zu einem Teil die gleichen Minderheiten leben, steht Bangladesch bei mir recht weit oben auf der Liste. Ich habe den Eindruck, dass es tatsächlich ein paar Orte gibt, die eine bekannte Sehenswürdigkeit sein könnten, wenn sie in einem anderen Land lägen. Ich denke da zum Beispiel an die Fahrten mit den uralten Raddampfern runter in die Sundurbance.

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Oli, danke für Deinen Kommentar. Ja, Bangladesch würde Dir sicher gefallen. Nordostindien steht bei mir als Indien-Fan ebenfalls weit oben auf der To-do-Liste – zumal man da inzwischen ohne Sondergenehmigung hinreisen kann. Hoffen wir, dass Reisen demnächst wieder möglich ist. Viele Grüße und eine gute Zeit, Heiko

      Antworten
      1. Nicole

        Nordostindien ist auf jeden Fall wesentlich spannender, was die Minderheiten betrifft, als Bangladesch. Ich war wirklich enttäuscht von Bangladesch und hätte mir Rangamati und Bandarban sparen können. Stattdessen wäre ich lieber länger im Nordwesten mit seinen kulturellen Highlights wie Puthia geblieben. Ich hatte in Rangamati und Bandarban einfach das Gefühl zu stören. Das hängt aber sicher auch mit dem Guide zusammen, ob er einen Zugang zur Bevölkerung hat oder nicht. Wandern ging auch nicht, wir waren nur auf befestigten Straßen unterwegs, und auch am Kaptai Lake hatten wir nur Verkaufsstände. Nordostindien ist auf jeden Fall authentischer, wobei mir das Hornbill Festival schon wieder zu touristisch war. Die Fahrt mit der Rocket ist dagegen auf jeden Fall in Bangladesch empfehlenswert. Ach ja, hoffen wir, daß sich die Zeiten schnell wieder ändern werden und wir bald wieder unterwegs sein können. Bleibt alle gesund!

        Antworten
        1. Heiko Meyer Artikelautor

          Hallo Nicole, danke für Deine Einschätzung zu Bangladesch. Der Besuch von Minderheiten sollte in diesem muslimisch dominierten Land nicht der Hauptgrund der Reise sein. Diesbezüglich ist Nordostindien sicher diverser. Mir hat es trotzdem in Bangladesch gefallen. Nordindien steht hingegen noch aus. Viele Grüße und bleibe gesund, Heiko

          Antworten
        2. Oli

          Nordostindien ist total spannend, finde ich. Es fehlen zwar die grossen Sehenswürdigkeiten, aber es gibt viele kleine Dinge zu entdecken. Vor allem aber für Reisende, die sich für Minderheitenkulturen interessieren, gibt es dort reichlich spannende Begegnungen. Ich könnte mir vorstellen, dass es dir zusagen würde.

          Noch eine kleine Frage zu den Chittagong Hill Tracks: Du schreibst, dass du Bewilligung in Chittagong recht flott bekommen hast. Auf Wikitravel heisst es hingegen, dass man sie seit 2015 einen Monat im Voraus beantragen muss. Gibt es da verschiedene Permits? Oder wurde das nun doch wieder gelockert? Weisst du da was Genaueres?

          Hoffen wir, dass das bald alles wieder möglich sein wird.

          Gruss,
          Oli

          Antworten
          1. Heiko Meyer Artikelautor

            Hallo Oli, Nordindien sagt mir auf jeden Fall zu und steht schon lange auf der „You have to go“-Liste. Minderheitenkulturen finde ich per se spannend und war deshalb mehrfach in Nordlaos, Myanmar und Indonesien, wo es in dieser Hinsicht ebenfalls einige zu entdecken gibt. Was die Chittagong Hill Tracts betrifft: Aktuelle Infos kann ich Dir dazu leider nicht liefern. Ich bin einfach ins Büro (wie beschrieben) und gut. Aber selbst wenn inzwischen keine Genehmigung mehr erteilt werden würde, sollte das nicht von einer Bangladesch-Reise abhalten. Die „Highlights“ von Bangladesch sind in anderen Landesteilen zu finden. Viele Grüße, Heiko

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.