Reisebericht Alonnisos (Alonissos), Griechenland: Strände, Anreise, Bilder

Alonnisos (auch Alonissos) gilt eher als Geheimtipp in Griechenland. Die ruhige Insel ist bekannt für ihre Strände, viel Natur und den Meeresnationalpark Nördliche Sporaden.

Alonnisos, auch Alonissos geschrieben, ist unsere dritte und letzte Station beim Inselhüpfen durch die Nördlichen Sporaden in Griechenland. Vier Tage und Nächte verbringen wir auf dieser 20 Kilometer langen, maximal fünf Kilometer breiten Insel. Wer sie besucht, sollte Ruhe mögen. Denn es geht beschaulich zu. So etwas wie ein Nachtleben existiert nicht. Stattdessen genießen Besucherinnen und Besucher die üppige Natur und vergnügen sich an den mehr als zwei Dutzend Stränden, von denen die bekanntesten an der vom Meltemi geschützten Ostküste liegen. Aufgrund der Kürze unseres Aufenthaltes sehen wir nur einige von ihnen und staunen über das extrem klare Wasser. Die umliegenden Inseln gehören zum Meeresnationalpark Nördliche Sporaden, zu dem Bootstouren möglich sind.

Alonnisos gilt eher als „Geheimtipp“ , wenn es so etwas in Griechenland überhaupt noch gibt. Wir kannten die Insel vorher nicht und stießen erst bei der Recherche zu den Nördlichen Sporaden auf sie.

„Alonnisos“ oder „Alonissos“?

Welche Schreibweise die richtige ist, konnten wir nicht final in Erfahrung bringen. Auch auf der Insel sehen wir beide Varianten, wobei „Alonissos“ die häufigere ist. Im deutschen Sprachraum, unter anderem bei Wikipedia und in Reiseführern, steht hingegen meist „Alonnisos“.

Inselhauptstadt Patitiri

Etwa 2000 Menschen leben auf Alonnisos, rund zwei Drittel davon im Hafenort Patitiri, in dem die Fähren ankommen. Die sympathische Inselhauptstadt befindet sich in einer runden, von Felswänden begrenzten Bucht. Im klaren Wasser des Hafens ankern Segelboote. Hier starten die meisten Touren in den Meeresnationalpark Nördliche Sporaden. Es gibt zahlreiche Unterkünfte, Auto- und Motorradvermietungen, nette Cafés, Tavernen, Geschäfte, die Busstation und einen akzeptablen Strand. Deshalb eignet sich Patitiri gut als Basis zur Erkundung von Alonnisos.

Sympathische Inselhauptstadt Patitiri

Votsi

Weil uns eine spezielle Unterkunft sehr gut gefällt, das Yalis Hotel*, entscheiden wir uns für Votsi als Basis. Der mit 400 Einwohnern zweitgrößte Ort von Alonnisos befindet sich nur 1,6 Kilometer vom Fährhafen entfernt und schmiegt sich an eine malerische, von steilen Felswänden umgebene Bucht. In dieser gibt es einen kleinen, von zwei Molen geschützten Hafen, in dem Dutzende Fischer-, Motor- und Segelboote liegen. Von einigen Tavernen lässt sich das Treiben, das erst abends beginnt, gut beobachten.

Votsi schmiegt sich an eine malerische, von steilen Felswänden umgebene Bucht

An einem kleinen Kiesstrand ohne Infrastruktur kann man sich abkühlen. Im Wasser nah bei den Booten liegen zahlreiche Seeigel. Aufgrund der vielen Steine und Felsen in der Bucht gibt es für Schnorchler viel zu sehen – natürlich auch Fische.

Der kleine Strand von Votsi

Rousoúm Gialós

Die hübsche, kleine, zwischen Patitiri und Votsi liegende Bucht ist umrahmt von steiler Felsküste. Hinter dem etwa 80 Meter langen, bei Griechen beliebten Kiesstrand befinden sich zwei Tavernen. Aufgrund der Nähe zu unserer Unterkunft schwimme ich gleich am ersten Nachmittag eine gute Stunde im Wasser, das mir hier noch klarer erscheint, als es auf Skopelos schon war. Selbst am mehr als zehn Meter tiefen Meeresboden sehe ich sehr deutlich Fische – und Taucher, welche die tolle Sicht ebenfalls zu schätzen scheinen. Anfangs liegen Kieselsteine im Wasser, dann folgen erst feiner Sandboden und schließlich große Felsbrocken. Es gibt eine kleine Bootsanlegestelle. Liegen- und Sonnenschirme kosten – wie an fast allen Stränden auf Alonnisos – sechs Euro pro Set. Von einer hohen Felswand springen sieben Jungs erst einzeln, dann in Formation ins Wasser – und ziehen die Blicke der Badenden auf sich.

Klein, aber fein: der Strand von Rousoúm Gialós

Alonnisos-Chora

Alonnisos-Chora liegt ähnlich wie das Bergdorf Glossa auf der Nachbarinsel Skopelos hoch oben auf einem Hügel. Die alte Inselhauptstadt wurde bei einem Erdbeben 1965 fast vollständig zerstört, sodass die meisten Bewohner an die Küste nach Patitiri zogen. Seitdem wurden viele Häuser wieder neu aufgebaut oder renoviert. Heute soll Alonnisos-Chora ein bisschen wie ein Freilichtmuseum wirken. In unseren wenigen Tagen auf Alonnisos konzentrieren wir uns eher auf die Strände.

Steni Vála

So sehr ich unseren Reiseführer* schätze: Die Begeisterung des Autors für den Ort Steni Vála teilen wir nicht. „Griechisches Postkartenidyll“ heißt es dort. Tatsächlich handelt es sich um ein kleines Dorf, das für seine Fischtavernen berühmt ist und das sich auf die Versorgung der vielen Segler spezialisiert hat. Wer einmal an der Uferpromenade entlang spaziert, hat alles gesehen – im Grunde nichts.

Das Dorf Steni Vàla hat sich auf die Versorgung der vielen Segler spezialisiert

Agios Dimitrios Beach

Der etwa 800 Meter lange Agios Dimitrios Beach gilt als einer der schönsten Strände von Alonnisos – und trotz der etwa 18 Kilometer Entfernung von Patitiri als einer der beliebtesten. Der Kieselstrand hat die Form einer Landzunge – ähnlich wie beim Goldenen Horn, dem Zlatni Rab, auf der kroatischen Insel Brač, aber kleiner.

Blick von der Straße auf den Agios Dimitrios Beach. Der Strand hat die Form einer Landzunge

Das Wasser am Agios Dimitrios Beach ist glasklar. Das Meer schimmert je nach Tageszeit in unterschiedlichsten Tönen Türkis. Die gegenüber liegende Insel Peristéra komplettiert das beeindruckende Panorama. Direkt an und nahe der Landzunge fällt der Einstieg ins Meer aufgrund kleinerer Kiesel leichter. An den Rändern liegen größere, rutschigere Steine und vereinzelt Seeigel. Der Agios Dimitrios Beach eignet sich hervorragend zum Schnorcheln.

Das Wasser am Agios Dimitrios Beach schimmert je nach Tageszeit in unterschiedlichsten Tönen Türkis

Am Strand gibt es keinerlei Schatten. Die Sonnenschirme und -liegen sind im Hochsommer rasch belegt. Einige Tavernen bieten ihre Dienste an – zwei davon mit kostenlosen Liegestühlen. Es wird erwartet, dafür Getränke und/oder Essen zu konsumieren.

Emma am Agios Dimitrios Beach. Im Hintergrund ist die Insel Peristéra zu sehen

Wenn Ausflugsboote aus Skopelos und Alonnisos am Agios Dimitrios Beach einen Badestopp einlegen, strömen in kurzer Zeit viele Menschen zum Strand.

Milia Beach

In einer sehr grün bewachsenen Bucht liegt der nur etwas mehr als 100 Meter lange Milia Beach – ein atmosphärisch anmutender Kiesstrand mit sehr klarem Wasser und vergleichsweise wenig Publikum selbst im August. Durch die geschützte Lage ist das Meer sehr ruhig. Es gibt einen Kiosk sowie Sonnenschirm- und Liegenverleih. Direkt hinterm Milia Beach, der über eine Asphaltstraße erreichbar ist, befindet sich ein Parkplatz.

Sehr angenehm: nichts los am Milia Beach

Chrissi Milia Beach

Der von Felsen flankierte, in einer halbmondförmigen Bucht gelegene Chrissi Milia Beach scheint einer der meistbesuchten Strände von Alonnisos zu sein. Der Sandstrand ist nur wenige Meter breit. Umso überraschender: Bis weit hinein ins Meer bleibt es sehr flach. Insofern ist der Chrissi Milia der wohl am besten für Kleinkinder geeignete Strand auf Alonnisos – wobei die anderen Strände nicht ungeeignet sind. Am südlichen Ende des Strandes lädt eine große Taverne mit mehreren Terrassen zum Verweilen ein. Der Parkplatz befindet sich direkt hinterm Strand.

Da der Chrissi Milia Beach einer der touristisch erschlossensten Strände auf Alonnisos ist, versprüht er aus unserer Sicht nicht so viel Atmosphäre wie manch andere.

Eine Ausnahme auf Alonnisos: beim Chrissi Milia Beach bleibt das Meer lange flach

Kokkinókastro Beach

Einer unserer Lieblingsstrände auf Alonnisos – ein Kieselstrand, der nach hinten hin zu einem feinen Sandstrand wird. Am nördlichen Teil der Bucht ragt eine steile, rote Felswand empor. Zusammen mit den grünen Bäumen, dem blauen Himmel, dem türkisen Wasser und dem weiß-hellgrauem Strand entsteht vor allem am späten Nachmittag ein tolles Farbenspiel. Das Wasser ist auch am Kokkinókastro Beach extrem klar. Durch die geschützte Lage der Bucht existiert keine nennenswerte Brandung, sodass auch Kinder im nach wenigen Metern tief werdenden Wasser ihren Spaß haben. Schatten gibt es nur vereinzelt am Nachmittag, aber Sonnenliegen und -schirme werden vermietet. Es gibt eine Beach-Bar. Man kann mit dem Auto bis fast zum Strand fahren.

Einer unserer Lieblingsstrände auf Alonnisos: der Kokkinókastro Beach mit seiner markanten Felswand

Katerinas Vála Beach

Über einen kurzen Pfad ist der nördlich hinter der Kokkinókastro-Felswand liegende, kleine Katerinas Vála Beach erreichbar. An dem schmalen Kiesstrand gibt es keinerlei Infrastruktur – dafür viel Privatsphäre. Das Wasser ist auch hier sehr klar, und die Blicke auf den gegenüberliegenden Hügel schön.

Viel Privatsphäre am Katerinas Vála Beach

Tzórtzi Gialós Beach

Auch der etwa 150 Meter lange, sehr schmaler Kiesstrand liegt in einer tief eingeschnittenen Bucht. Das glasklare Wasser bleibt lange sehr seicht und eignet sich entsprechend gut für Kleinkinder. Eine Taverne sorgt für das leibliche Wohl. Schatten ist Mangelware. Da wir um die Mittagszeit ankommen und keine Sonnenschirme und -liegen vermietet werden, fahren wir weiter zum nächsten Strand. Unterwegs eröffnen sich von der Asphaltstraße, die über den Hügel rund um den Tzórtzi Gialós Beach führt, tolle Blicke auf die Bucht mit türkisem Wasser, ankernden Segelbooten und grünen Hängen. Direkt hinterm Strand gibt es Parkplätze.

Der Tzórtzi Gialós Beach liegt in einer tief eingeschnittenen Bucht

Leftós Gialós Beach

Der sehr gepflegte, atmosphärische Leftós Gialós Beach befindet sich in einer von Hügeln umgebenen, an zwei Seiten von Felsen begrenzten Bucht. Mehrere stilvolle Tavernen bieten Essen und Getränke an – und Sonnenliegen unter schattigen Oliven- oder Feigenbäumen für ihre Gäste. Das Wasser ist wieder einmal extrem klar. Es wird schnell tief. Am nördlichen Ende des hellen Kiesstrandes liegt eine kleine Bootsanlegestelle aus Beton, die nicht nur von Kindern als Sprungbrett genutzt wird. Bei den Tavernen gibt es Parkplätze.

Für uns ist der Leftós Gialós Beach einer der schönsten Strände auf Alonnisos

Julia schätzt am Leftós Gialós Beach vor allem die lässige Atmosphäre unter schattigen Bäumen beim Blick aufs Meer und bei chilliger Musik. Ich schwimme mit Unterbrechungen stundenlang durch die schöne Bucht und freue mich über das erfrischende, aber nicht kalte Wasser und die tolle Kulisse. Für uns ist der Leftós Gialós Beach einer der schönsten Strände auf Alonnisos.

Julia schätzt am Leftós Gialós Beach vor allem die lässige Atmosphäre unter schattigen Bäumen beim Blick aufs Meer

Bootstouren zum Meeresnationalpark Nördliche Sporaden

Die umliegenden Inseln stehen unter Naturschutz und gehören zum Meeresnationalpark Nördliche Sporaden. Einigen davon darf man sich nicht einmal nähern. Denn die dort lebenden, endemischen Mönchsrobben – die angeblich seltensten Säugetiere Europas – sollen nicht gestört werden. Ausflüge in den Meeresnationalpark sind trotzdem möglich. Wer eine Tour unternehmen möchte, sollte abends ab etwa 19 Uhr die Kapitäne im Hafen von Patitiri ansprechen (tagsüber sind sie unterwegs). Reisebüros oder Hotels verkaufen keine Tickets.

Bei unserem Besuch im Corona-Sommer 2020 stehen am Hafen Infotafeln von zwei Anbietern. Die Touren kosten 40 beziehungsweise 45 Euro pro Person. Für unsere achtjährige Emma würden wir 20 Euro zahlen. Die Programme unterscheiden sich nur minimal. Die günstigere Variante dauert von 10:30 bis 17:30 Uhr, die teurere von 10 bis 18 Uhr. Erster Halt ist am Agios Dimitrios Beach, dann geht es weiter zu einer der Inseln im Meeresnationalpark mit einer weiteren Badegelegenheit. Der letzte Badestopp findet in einer Bucht der Insel Peristéra statt. Auf diesen Bootstouren sollen oft Mönchsrobben und Delfine zu sehen sein.

Wir entscheiden uns schließlich gegen die Tour. Zum einen erscheint uns das persönliche Preisleistungsverhältnis nicht angemessen, nur um zwei weitere Strände zu sehen. Denn dem Agios Dimitrios Beach statten wir bereits am ersten Tag einen Besuch ab. Zum anderen finden wir es angesichts der Corona-Pandemie nicht besonders erstrebenswert, den ganzen Tag mit vielen anderen Menschen dicht an dicht auf einem Boot eingepfercht zu sein. Außerdem haben wir einen Mietwagen, und auf Alonnisos gibt es ohnehin mehr Strände, als wir in dieser kurzen Zeit besuchen können. Und dass wir tatsächlich Mönchsrobben und/oder Delfine sehen würden, ist selbstverständlich nicht sicher.

Im Meeresnationalpark Nördliche Sporaden leben seltene Mönchsrobben – die manchmal an die Stände von Alonnisos kommen. Schilder mahnen zu Vorsicht

Erstes Unterwassermuseum Griechenlands

Kurz vor unserem Besuch im August 2020 eröffnete vor Alonnisos Griechenlands erstes Unterwassermuseum. Taucherinnen und Taucher können mit Guides vor der Insel Peristéra zu einem in mehr als 20 Metern Tiefe liegendem Schiffswrack aus dem 5. Jahrhundert vor Christus mit Tausenden Weinamphoren abtauchen. Mehr dazu hier.

Busse und Mietwagen auf Alonnisos

Auf den Nachbarinseln Skiathos und Skopelos schätzen wir die öffentlichen Busse. Auf Alonnisos dagegen ist das Angebot sehr spärlich. Von Patitiri fährt nur dreimal am Tag ein Bus in etwa 30 Minuten für 1,70 Euro nach Stena Vàla und wieder zurück. Die Verbindungen nach Alonnisos-Chora sind häufiger und kosten 1,60 Euro.

Im Hochsommer bietet das Unternehmen Acqua Travel jeden Vormittag eine Busfahrt zu einem anderen Strand an, zum Beispiel zum Agios Dimitrios Beach (zehn Euro hin und zurück), Chrissi Milia und Leftos Galios (je fünf Euro). Die Rückfahrten starten leider schon um 16 Uhr. Plätze sollten einen Tag zuvor reserviert werden.

Da uns die Fahrzeiten zu unflexibel sind, nehmen wir uns einen Mietwagen. Dieser kostet pro Tag 30 Euro, allerdings ohne Versicherung. Damit erkunden wir auf kurvenreichen Straßen diese wunderbar grüne Insel. Fahranfänger sollten sich darüber im Klaren sein, dass relativ häufig am Berg angefahren werden muss.

Wer allein oder zu zweit unterwegs ist, kann sich alternativ einen Motorroller mieten und die Strände abfahren.

Anreise nach Alonnisos

Auf Alonnisos gibt es keinen Airport (weshalb die Insel nicht im Fokus von Pauschaltouristen liegt). Die nächsten internationalen Flughäfen befinden sich auf der nahen Insel Skiathos (IATA-Code: JSI) sowie auf dem Festland in Volos (VOL), jeweils mit Verbindungen zu zahlreichen europäischen Zielen sowie in die Hauptstadt Athen (ATH). Von dort geht es mit der Fähre weiter nach Alonnisos.

Wir recherchieren Flüge am liebsten bei Skyscanner*. Damit lassen sich nicht nur die besten Langstreckenverbindungen, sondern auch gute Angebote regionaler Billigflieger finden.

Flugverspätung? Flugausfall? Flightright* hilft bei der Durchsetzung von Fluggastrechten – und sorgte dafür, dass uns die Airline eine Entschädigung zahlte. Ein Erfahrungsbericht.

Von Alonnisos gibt es Fähren zu den Häfen von Volos und Agios Konstantinos am griechischen Festland sowie zu den Inseln Skiathos, Skopelos und Euböa. Tickets lassen sich in den Büros der Fährgesellschaften in Patitiri sowie online unter anderem bei www.directferries.de* buchen. Auf den Fähren muss ein Corona-Fragebogen ausgefüllt werden.

Alonnisos eignet sich gut als Station beim Inselhüpfen durch die Nördlichen Sporaden – mit Skiathos, Skopelos und Skyros.

Apartments und Hotels auf Alonnisos

Auf Alonnisos gibt es eine Vielzahl an Unterkünften. Auf Plattformen wie booking.com* und Agoda* lassen sich jeweils diverse Apartments und Hotels vergleichen und buchen. Speziell in der Hauptsaison sollte man nicht ohne Reservierung anreisen.

Bei der Recherche für eine Unterkunft auf Alonnisos fällt uns das Yalis Hotel* in Votsi auf. Die Lage direkt an einem steilen Kliff überm Meer und mit tollen Blicken auf die Hafeneinfahrt ist einmalig. Unser geräumiges Zimmer mit Meerblick, Terrasse und Kochnische ist das beste (und teuerste) dieser Griechenland-Reise. Julia freut sich über das „viel, viel bessere Bett als auf Skopelos“. Auf dem schönen Gelände gibt es mehrere Sitzgelegenheiten mit Meerblick, einen schönen (Salzwasser-)Swimmingpool mit zahlreichen Sonnenliegen, eine Pool-Bar sowie eine Bibliothek. Das Frühstück ist gut, und dabei blicken wir auf die blaue Ägäis. Ein Traum! Können wir auf jeden Fall weiter empfehlen.

Toplage direkt an einem steilen Kliff überm Meer: das Yalis Hotel* in Alonnisos

Originelles Schachspiel aus Ouzo-Flaschen. Gesehen im Yalis Hotel*

Nur wenige Gehminuten vom Yalis Hotel entfernt befinden sich in südliche Richtung der Strand von Rousoúm Gialós sowie nördlich die Bucht von Votsi.

Griechenland-Urlaub in Corona-Zeiten

Die Flüge und die Unterkünfte für diese Reise nach Griechenland buchen wir Anfang 2020, als Corona noch als chinesisches Problem erscheint und dessen Tragweite für Europa sowie den Rest der Welt nicht ansatzweise deutlich wird. Corona-bedingt fällt bereits unsere für Pfingsten geplante Reise nach Andalusien ins Wasser. Deswegen hoffen wir sehr, dass der Sommerurlaub auf den Nördlichen Sporaden klappt. „Griechenland ist von COVID-19, trotz zuletzt steigender Neuinfektionszahlen, auch weiterhin relativ wenig betroffen“, urteilt das Auswärtige Amt kurz vor unserer Abreise im August.

Spätestens 24 Stunden vor Einreise muss man sich unter https://travel.gov.gr/#/ registrieren. Anschließend folgt per E-Mail ein Formular mit einem QR-Code, der bei Einreise vorgelegt werden muss.

Bei der Ankunft am Flughafen von Skiathos spendiert mir die griechische Regierung einen kostenlosen Corona-Test. Das Ergebnis ist negativ. Also alles positiv. Julia und Emma werden nicht getestet.

Auf Alonnisos und den anderen Inseln dieser Reise nimmt man die Corona-Schutzmaßnahmen sehr ernst. In Bussen, auf Fähren, in Läden, etc. herrscht Maskenpflicht. Besondere Hygieneregeln gibt es in Hotels. Das Frühstücksbuffet läuft anders ab. Statt Selbstbedienung sagt man, was man möchte, und bekommt es dann serviert. In Fähren und bei Bootsausflügen muss ein Corona-Fragebogen ausgefüllt und abgegeben werden.

An den Stränden stehen Sonnenliegen und –schirme meist mehrere Meter auseinander. Wird ein Set wieder frei, wird es desinfiziert.

Wir halten uns an alle Gebote und beschäftigen uns fast ausnahmslos mit uns selbst. Von Menschenansammlungen, die es bis auf Fähren allerdings kaum gibt, halten wir uns möglichst fern. Wie sonst auch, wohnen wir in Griechenland meist in Apartments und verpflegen uns selbst. Dieser Reisestil fühlt sich diesmal besonders gut an.

Die Corona-Infektionszahlen sind in Griechenland wesentlich niedriger als in Deutschland und speziell in München, wo wir wohnen. Deshalb halten wir das Risiko für überschaubar. Nichtsdestotrotz hätten wir diese Reise im späteren Verlauf der Corona-Pandemie wohl nicht gebucht. Trotzdem: kann man machen.

Insgesamt erleben wir Alonnisos und die Nördlichen Sporaden sicherlich anders als sonst im Hochsommer. In diesem August verbringen vor allem Griechen ihren Urlaub auf den Inseln. Andere Ausländer treffen wir nur vereinzelt. Zu normalen Zeiten dürfte die Insel im Sommer wesentlich voller sein.

Beste Reisezeit Alonnisos

Die beste Reisezeit für Alonnisos ist von Frühjahr bis Herbst. Während die Insel im Frühjahr bereits von reichlich Sonne beschienen wird, ist das Meer noch relativ kühl. Im Herbst dagegen ist es noch schön warm, und die meisten Touristen haben Alonnisos bereits verlassen.

Bei unserer Reise nach Alonnisos im August freuen wir uns über perfektes Sommerwetter. Tagsüber ist es um die 30 Grad Celsius und trocken, ohne Niederschlag. Die Wassertemperatur ist sehr angenehm. Wir können uns sofort ins Wasser stürzen, ohne einen Kälteschock zu erleiden – wie durchaus im Frühjahr.

Allerdings ist der August auch die teuerste Reisezeit. Die Griechen machen Urlaub, viele Europäer ebenfalls.

Bei unserer Reise nach Alonnisos im August freuen wir uns über perfektes Sommerwetter

Auslandsreisekrankenversicherung

Wichtig! Unbedingt eine gute Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, zum Beispiel von TravelSecure*, dem Testsieger bei „Stiftung Warentest“. Die Kosten dafür sind überschaubar. Aber falls wirklich etwas Ernsthaftes passiert, wird es schnell sehr teuer.

Reiseführer Alonnisos (Alonissos) und Nördliche Sporaden

Für Griechenland gibt es eine Fülle an Reiseführern. Alle enthalten Kapitel zu Alonnisos. Wer nur Alonnisis und die Nachbarinseln besucht, ist mit dem „Nördliche Sporaden Reiseführer: Skiathos – Skopelos – Alonnisos – Skyros“* von Dirk Schönröck aus dem Michael Müller Verlag bestens bedient. Auf knapp 280 Seiten enthält die inzwischen siebte Auflage eine Fülle an interessanten und praktischen Informationen. Uns erweist dieser Reiseführer gute Dienste. Wir hätten ihn nicht missen wollen.

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Text und Fotos: Heiko Meyer

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