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Reisebericht Venedig, Italien: „So schön!“ ist die Lagunenstadt

https://skyscanner.pxf.io/c/2901767/1027991/13416?associateid=AFF_TRA_19354_00001Wow, Venedig! Eindrücke von sechs Tagen in Italiens Lagunenstadt, inklusive Sehenswürdigkeiten, Inseln und persönlichen Highlights, gibt es in unserem Reisebericht. 

Venedig ist einmalig! Venedig scheint jeden zu begeistern. Die geschichtsträchtige Stadt mit einer Fülle an Sehenswürdigkeiten liegt in einer Lagune im Norden Italiens in der Adria und ist von Hunderten Kanälen durchzogen. Kein Wunder, dass Venedig zu den beliebtesten Reisezielen der Welt gehört. Allerdings stöhnen Einheimische wie Touristen über die vielen Menschen, die sich dicht an dicht durch die Gassen schieben. Vor allem wenn Kreuzfahrtschiffe in Venedig anlegen und zeitgleich jeweils Tausende zusätzliche Besucher für ein paar Stunden auf Landgang sind.

Die Corona-Pandemie stoppte diese Entwicklung vorerst. Pfingsten 2021 nutzen wir die Gelegenheit, Venedig ohne Massentourismus zu erkunden. Sechs Tage lassen wir uns treiben und besichtigen die Stadtteile San Marco, Castello, San Polo, Santa Croce, Dorsoduro und Cannaregio sowie die umliegenden Inseln Burano, Murano und Lido. Dabei zieht uns Venedig in seinen Bann. Wir waren schon in vielen bezaubernden, venezianisch geprägten Städten, unter anderem in Piran (Slowenien), Dubrovnik (Kroatien) und Chania auf Kreta (Griechenland). Doch Venedig ist das Original, das Zentrum, und an jeder Ecke spüren wir diese Geschichte. Es folgen unsere persönlichen Highlights von Venedig.

Canal Grande

Der Canal Grande sorgt auch bei uns für nachhaltige Eindrücke. Die 3,5 Kilometer lange, stark befahrene Wasserstraße führt mitten durch Venedig und vorbei an einigen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten.

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Der Canal Grande führt mitten durch Venedig

Auf dem Canal Grande verkehren die unterschiedlichsten Wasserfahrzeuge: Taxi-, Polizei-, Kranken-, Müll-, Feuerwehr-, Post- und Transportboote, die berühmten Gondeln selbstverständlich sowie die Vaporettos, die auch Wasserbusse genannten Personenfähren.

Ein Fahrt mit der Vaporetto-Linie 1 von der Haltestelle Ferrovia am Bahnhof Santa Lucia über den Canal Grande bis nach San Marco vermittelt einen guten ersten Ein- und Überblick von Venedig. Ein tolles Erlebnis, das für immer in Erinnerung bleibt.

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Blick von der Ponte dell` Accademia, einer von nur drei Brücken über den Canal Grande. Im Hintergrund ist die Barockkirche Santa Maria della Salute zu sehen

Strada Nova

Vom Canal Grande abgesehen, ist die Strada Nova im nördlichen Stadtteil Cannaregio die Hauptstraße von Venedig. Auch sie führt vom Bahnhof Santa Lucia in Richtung Markusplatz – allerdings an Land – und eignet sich gut, um ein erstes Gefühl für die Stadt zu bekommen.

Im Dreierpack spazieren Julia, Tochter Emma und ich die Strada Nova entlang und erfreuen uns an Venedigs Architektur, imposanten Kirchen, schönen Plätzen sowie an netten Cafés und Restaurants. Dabei überqueren wir kleine und große Kanäle, an denen so mancher Gondoliere um Kundschaft wirbt.

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Die Strada Nova führt vorbei an schönen Plätzen

Bei unserem Aufenthalt in Venedig sind an den Wochenenden deutlich mehr Besucher auf der Strada Nova unterwegs als wochentags. Aber es „nervt“ noch nicht.

In Venedig dürften mindestens so viele Möwen und Tauben leben wie Menschen. Als wir einmal die Strada Nova entlang gehen, sehe ich, wie eine große Möwe Anflug auf eine Frau nimmt, die genüsslich ein Croissant verspeist. Die Möwe nimmt mit ihren Krallen Platz auf ihrem Kopf, schnappt mit spitzem Schnabel erfolgreich nach dem Gebäck und fliegt sofort von dannen – während die Frau mit wedelnden Armen erschrocken das Geschehene Revue passieren lässt.

Markusplatz (Piazza San Marco)

In Venedig weisen an vielen Stellen gelbe Schilder den Weg zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die häufig im Stadtteil San Marco liegen. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir den riesigen Markusplatz (Piazza San Marco) erreichen. Als es soweit ist, können wir uns ein „Wow!“ nicht verkneifen. Die gigantischen, kunstvollen Gebäude – unter anderem der Markusdom- und -turm sowie die Paläste von Napoleon, Kaiserin Sissi & Co., in denen sich heute das sehenswerte Museo Correr befindet – versprühen Geschichte pur. Immerhin gibt es den Markusplatz, das Herz von Venedig, seit mehr als 800 Jahren.

In edlen Kaffeehäusern wie dem Caffè Florian kostet ein Cappuccino mehr als 15 Euro. Staunen und fotografieren ist auf dem Markusplatz allerdings kostenlos.

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„Wow!“: Ankunft am Markusplatz

Markusdom (Basilica di San Marco)

Im Osten flankiert der Markusdom den Markusplatz. Er zählt zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Bauwerken in dieser an architektonischen Meisterwerken nicht gerade armen Stadt. Die Fassade der prächtigen Kathedrale zieren goldene Portale. Im Inneren sorgen die rund 8500 Quadratmeter großen Mosaike und kunstvoll bemalten Kuppeln für Staunen und Genickstarre.

Das Innere des Markusdoms kostet drei Euro Eintritt pro Person – Hochaltar, Museum und Schatzkammer je nochmals extra.

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Der Markusdom zählt zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Bauwerken Venedigs

Glockenturm (Campanile)

Auch über den Markusplatz hinaus ist der 99 Meter hohe Campanile – der Glockenturm des Markusdoms – schon von weitem zu sehen. Hier soll bereits Galileo Galilei sein Fernrohr getestet haben. Von oben eröffnen sich tolle Panoramablicke auf Venedig und die umliegenden Inseln. Allerdings muss man dafür meist lange anstehen (und zehn Euro bezahlen). Hinauf und hinab geht es per Fahrstuhl.

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Blick vom Campanile, dem Glockenturm des Markusdoms, auf Venedig

Dogenpalast (Palazzo Ducale)

Ein weiteres, gigantisches Gebäude nahe des Markusplatzes ist der gotisch anmutende Dogenpalast (Palazzo Ducale). Seit dem 10. Jahrhundert regierten dort die venezianischen Dogen – lange Zeit einige der einflussreichsten Herrscher im Mittelmeerraum.

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Vom Dogenpalast aus regierten die venezianischen Herrscher ihr Mittelmeerimperium

Ob aus nächster Nähe oder weiter weg vom Wasser aus gesehen: Die elegant erscheinende, weiß-rosa Fassade dieses riesigen Komplexes glitzert in der Sonne und zieht alle Blicke auf sich.

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Der Dogenpalast aus einer anderen Perspektive

An einem Regentag schauen wir uns den Dogenpalast von innen an. In ihm wird der unermessliche Reichtum der Venezianer deutlich. Berühmte Gemälde sind ebenso zu sehen wie Jahrhunderte alte Bücher und Waffen sowie prunkvoll eingerichtete Säle mit aufwändig verzierten Wänden und Decken. Julia fühlt sich angesichts dieser Fülle an Eindrücken überwältigt und erschlagen. Da Tochter Emma den Dogenpalast mehr oder weniger im Stechschritt besichtigt („Kommt! Weiter!“), erhalten wir leider nur einen Überblick.

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Im Dogenpalast wird der unermessliche Reichtum der Venezianer deutlich

Mit etwas weniger Tempo besichtigen wir das aus dem 16. Jahrhundert stammende Neue Gefängnis (Priggione Nove) des Dogenpalastes, durch das Emma mit hinter dem Rücken verschränkten Armen geführt werden will. In den steinernen, kargen Verließen, die sich nur wenige Meter von den vom Überfluss geprägten Herrscherräumlichkeiten entfernt befinden, lassen die bedrückenden, erbärmlichen Haftbedingungen jener Zeit erahnen.

Der Besuch des Dogenpalastes ist absolut lohnenswert. Um langes Warten zu vermeiden, empfiehlt sich der Kauf eines Tickets für die Wunschzeit im Internet: https://palazzoducale.visitmuve.it/. Das Kombiticket Dogenpalast (Palazzo Ducane) mit Museo Correr kostet 25 Euro pro Erwachsenen. Beim Familienticket für 42 Euro sind es bei uns 14 Euro pro Person.

Seufzerbrücke (Ponte dei Sospiri)

Die Seufzerbrücke führt vom Regierungstrakt des Dogenpalastes zu dessen Gefängnissen. Über sie wurden die Gefangenen nach dem Urteil geführt. Es heißt, dass sie seufzten, als sie von der Brücke aus ein letztes Mal die schön Schönheit der Lagune erblickten, bevor sie für lange Zeit – oder für immer – in den nasskalten Verließen verschwanden.

Wer den Dogenpalast besichtigt, geht beim Rundgang über die Seufzerbrücke – und kann sie später von außen fotografieren.

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Die Seufzerbrücke führt vom Regierungstrakt (l.) des Dogenpalastes in die Gefängnisse

Venedigs Uferpromenade Riva degli Schiavoni

Nach dem Dogenpalast bietet sich eine Pause direkt am Meer an. Nur wenige Meter vom Eingang entfernt schaukeln Gondeln im Wasser. Hier beginnt Venedigs Uferpromenade Riva degli Schiavoni, Deren Besuch ist besonders schön am späten Nachmittag, wenn die Sonne die Kulisse in weiche Farben taucht.

Auf der Landseite steht ein historisches Gebäude neben dem nächsten. Auf der anderen liegt die vorgelagerte Insel Isola di Sam Giorgo Maggiore fotogen im Meer, ziehen Vaporettos und andere Wasserfahrzeuge ihre Runden. Direkt auf der Riva degli Schiavoni bieten Cafés, Souvenirshops und Künstler ihre Dienste an.

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An Venedigs Uferpromenade Riva degli Schiavoni schaukeln Gondeln im Wasser. Im Hintergrund ist die Insel Isola di Sam Giorgo Maggiore zu sehen

Castello

Die Riva degli Schiavoni führt von San Marco zu Venedigs östlichstem Stadtteil Castello. Dieses weitläufige Viertel ist neben Wohnhäusern, Kirchen und Gärten vor allem durch die maritime Vergangenheit der Stadt geprägt.

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Julia genießt die Gärten und die Sonne in Venedigs östlichstem Stadtteil Castello

Hinter den unzugänglichen Mauern des sogenannten Arsenals, das heute militärisches Sperrgebiet ist, wurden über Jahrhunderte hinweg Venedigs Schiffe gebaut. Seit der Gründung im Jahr 1104 entwickelte sich das Arsenal zu Europas größter Werft und wichtigstem Marinestützpunkt.

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Eingang zum Arsenal. Hinter der Holzbrücke befindet sich militärisches Sperrgebiet

Rialto-Brücke (Ponte di Rialto)

Zurück im Zentrum von Venedig kommen wir immer wieder an der Rialto-Brücke (Ponte di Rialto) vorbei. Sie ist überall ausgeschildert und gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt. Die knapp 50 Meter lange, mehr als 20 Meter breite Steinbrücke führt von San Marco über den Canal Grande nach San Polo und sieht vor Ort noch eindrucksvoller aus als auf den vielen Fotos. Von der Marmor-Balustrade bieten sich tolle Blicke auf das rege Treiben auf dem Wasser.

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Julia vor der Rialto-Brücke

Rialto-Markt (Mercato di Rialto)

Kurz hinter der Rialto-Brücke auf der anderen Seite des Canal Grande im Stadtteil San Polo lohnt sich ein Besuch des Rialto-Marktes. Dieser sehenswerte Obst- und Gemüsemarkt öffnet täglich außer sonn- und feiertags von 7 bis 14 Uhr. Außerdem gibt es einige Verkaufsstände für Käse, Fisch und Meeresfrüchte sowie ansprechende Cafés.

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Stippvisite auf dem Rialto-Markt

Durch Venedigs Gassen spazieren

Sobald wir Venedigs Hauptstraßen mit den ausgeschilderten Topsehenswürdigkeiten verlassen, kehrt schnell Ruhe ein. Dann treffen wir auf ein anderes Venedig – mit schmalen Gassen, kleinen, atmosphärischen Plätzen, weniger oder gar keinen Touristen sowie urigen Restaurants, in denen vor allem Einheimische sitzen.

Palazzo Contarini del Bovolo

In San Marco stoßen wir in einer Seitengasse eher zufällig auf den Palazzo Contarini del Bovolo. Das markante, gotische Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert ragt 26 Meter in die Höhe. Wir nennen es „Schneckenturm“. Denn hinauf führt eine außergewöhnliche Wendeltreppe, die Scala del Bovolo.

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„Schneckenturm“: Palazzo Contarini del Bovolo

Libreria Acqua Alta

Ein echter Hingucker im Stadtteil San Marco – und der vermutlich schönste Buchladen Venedigs – ist die Libreria Acqua Alta (übersetzt: Buchladen Hochwasser). In ihr befinden sich Zehntausende Bücher gestapelt bis unter die Decke und zum Teil in Gondeln und alten Badewannen – bestens geschützt vor dem nächsten Hochwasser.

In einem Hinterhof existiert eine Treppe aus alten, vermoderten Büchern. Wer sie hinaufsteigt, wird hinter der Mauer mit schönen Blicken auf einen Kanal belohnt. Wer möchte, kann in einer Gondel Platz nehmen.

In der Libreria Acqua Alta riecht es zwar überall nach Katzenpipi. Aber es gibt Fotomotive zuhauf – und natürlich Bücher und andere Drucksachen.

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Treppe aus alten Büchern in der Libreria Acqua Alta Foto: Julia Pilz

San Polo und Santa Croce

Wer nur kurz nach Venedig reist, konzentriert sich meist auf die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, von denen viele in San Marco liegen. Die anderen Stadtteile hingegen werden weniger besucht – ein Fehler. Denn jedes Viertel umgibt eine ganz eigene Atmosphäre. Ein garantiert schöner Nachmittag lässt sich in den Stadtteilen San Polo und Santa Croce verbringen. Beide Bezirke wirken nicht so herausgeputzt wie San Marco. Doch auch sie eignen sich wunderbar zum Spazieren durch schmale Gassen. Hinter jeder Ecke warten neue Eindrücke. Es gibt Wohnhäuser, aus deren Fenstern Wäsche zum Trocknen hängt, hübsche Lädchen, kleine Kanäle und vieles andere mehr.

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Morbider Charme in San Polo

Doch auch an Sehenswürdigkeiten herrscht kein Mangel in San Polo und Santa Croce. Berühmte Museen wie die Galerie del Accademia und die Scuola Grande die San Rocco begeistern Kunstliebhaber. Und dort stehen einige der bedeutendsten Kirchen Venedigs, unter anderem die Santa Maria Gloriosa dei Frari, die zweitgrößte der Stadt. Die markante, kuppelförmige Kirche San Simeone Piccolo ist eine der ersten, die Besucher Venedigs sehen – nach dem Verlassen des Bahnhofs Santa Lucia auf der anderen Seite des Canal Grande.

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Die kuppelförmige Kirche San Simeone Piccolo gegenüber von Venedigs Bahnhof Santa Lucia

Auch der bereits erwähnte Rialto-Markt liegt in San Polo.

Dorsoduo

Südlich schließt sich der Stadtteil Dorsoduo an. Dieser ist geprägt von zahlreichen architektonischen Meisterwerken, die sich am Ufer des Canal Grande sowie an der Promenade Zattere entlang reihen. Das bekannteste Museum dieses Viertels ist die Peggy Guggenheim Collection

Zwischen den Prachtbauten und Kanälen gibt es immer wieder hübsche Plätze. So geht es auf dem Campo Santa Margharita nicht so hektisch zu wie auf der Strada Nova. Stattdessen versprüht der von Bars und Restaurants flankierte Platz mit Fußball spielenden Kindern und Verkaufsständen mit Fisch und Gemüse eher dörfliche Atmosphäre.

Ein weiterer sehenswerter Platz ist der Campo San Barnaba. Neben der gleichnamigen, monumental Kirche gibt es dort Cafès, Bäckereien, einen schwimmenden Obst- und Gemüsemarkt, Gondeln – einfach viele schöne Blicke.

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Julia und Emma auf dem Campo San Barnaba mit der gleichnamigen Kirche

Speziell am späten Nachmittag lohnt sich ein Besuch der mehrere Hundert Meter langen Uferpromenade Zattere. Wo früher Holz angelandet wurde, laden heute diverse Cafès mit Sicht aufs Meer und die Insel Giudecca zum Verweilen ein. Der Zattere ist flankiert von prächtigen Gebäuden wie der gotischen Kirche Santa Maria del Rosario, auch Gesuati genannt. Architektonischer Höhepunkt ist die am östlichen Ende gelegene Barockkirche Santa Maria della Salute, die zu den meistfotografierten Venedigs gehört.

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Der Zattere ist flankiert von prächtigen Gebäuden wie der gotische Kirche Santa Maria del Rosario

Cannaregio

Das nördliche, dem Festland zugewandte Viertel Cannaregio steht bis auf die Strada Nova mit ihren Nebenstraßen nicht so sehr im touristischen Fokus. Dort wohnen die Venezianer. Dort kann man wunderbar spazieren und das „echte Venedig“ beobachten. An einigen Kanälen etablierte sich eine erlebenswerte Kneipen- und Restaurantszene. Statt dicht an dicht mit anderen Touristen sitzend, genießen hier vor allem junge Einheimische ihren Apperitivo.

Apropos Apperitivo: Was gibt es Schöneres, als nach einem langen Stadtbummel den Abend mit einem kalten Spritz mit Aperol oder Campari mit Blick auf einen Kanal zu beginnen. In Venedig zelebrieren wir dieses Ritual täglich. Besonders gut geht das in Cannaregio.

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Apperitivo am Kanal: Julia genießt einen Spritz

Ausflug zu den nördlichen Inseln Burano, Murano & Co.

Nördlich von Venedig liegen diverse Inseln und Inselchen. Einige davon eignen sich sehr gut für schöne Halbtagsausflüge. Die meistbesuchten der nördlichen Inseln sind Burano und Murano. Aber es gibt einige mehr, die mit Vaporettos erreichbar sind: unter anderem Mazzarbo, Torcello, San Michele und Sant Erasmo.

Wir besuchen nur Burano und Murano. Vor allem Burano hat es uns angetan. Die Insel, die etwa 50 Fährminuten von der Haltestelle Ferrovia am Bahnhof von Venedig Santa Lucia entfernt liegt – mit einmal umsteigen in Murano –, ist berühmt für ihre bunten, häufig pastellfarbenen Häuser. Diese liegen wunderschön und fotogen an einem Kanal. Es heißt, die Häuser wurden bunt angemalt, damit die Fischer sie früher im Nebel sehen konnten. Für uns stellen diese farbenfrohen, einfachen Gebäude heute einen willkommenen Kontrast zu den monumentalen Bauwerken Venedigs dar.

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Die farbenfrohen, einfachen Gebäude auf Burano stellen einen willkommenen Kontrast zu den monumentalen Bauwerken Venedigs dar

In Burano angekommen, dauert es maximal eine halbe Stunde, um den schönen, bunten Ortskern zu erkunden und die vielen Fotomotive abzulichten. Auch unserer Tochter gefällt’s.

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Bunter Ortskern von Burano

Wie viele andere Touristen machen wir in einem der Lokale am Kanal Siesta und lassen uns bei Sprite (Emma) und Aperol Spritz (wir) die Sonne ins Gesicht scheinen. Theoretisch könnten wir nun die Brücke hinüber zur Nachbarinsel Mazzarbo spazieren. Doch viel gibt es dort nicht zu sehen, wie wir auf der Hinfahrt vom Boot aus sehen. Außerdem ist es da, wo wir gerade sitzen, sehr gemütlich.

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Julia auf der Suche nach einem schönen Lokal am Kanal

Wir fahren weiter – zurück in Richtung Venedig – nach Murano. Die Insel ist berühmt für Glasbläserei. Entsprechend viele Läden mit Glasprodukten gibt es – die uns weniger interessieren. Stattdessen spazieren wir einmal den „Hauptkanal“ entlang. Beiderseits des Wassers liegen nette Trattorias und bunte Lädchen. Im Prinzip reicht es, dort einen Kaffee zu trinken oder eine Pizza zu essen und weiter zu fahren. Wer sich besonders für Kirchen interessiert, kann die Basilica dei Santi Maria e Donato – eine der ältesten in der Lagune – besichtigen.

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Nichts los auf der Glasbläserinsel Murano

Auf dem Rückweg in der frühen Abendsonne kommen wir mit dem Vaporetto an San Michele, der nahezu quadratischen Friedhofsinsel vorbei.

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Auf der Insel San Michele befindet sich ein riesiger Friedhof

Lido di Venezia: der Lido

Südöstlich von Venedig, gerade mal 15 Fahrminuten vom Markusplatz mit dem Vaporetto entfernt, liegt eine nur wenige Hundert Meter schmale, 15 Kilometer lange Nehrung: die Insel Lido di Venezia. Der sogenannte Lido eignet sich gut für einen Halbtagsausflug. Die Atmosphäre dort unterscheidet sich sehr vom nahen Venedig. Es fahren wieder Autos und Busse. Und statt historischer Gebäude und anderer Sehenswürdigkeiten gibt es hier Sonne, Strand und Meer.

Der Lido trennt die Lagune von Venedig vom offenen Meer. Die gesamte, der Adria zugewandte Ostküste ist nahezu ein einziger, ununterbrochener Strand, der je nach Abschnitt einen anderen Namen trägt. Die meisten Bereiche sind bewirtschaftet. Dort befinden sich vermietete Kabinen, Holzhütten, ein Relikt der Badeszene Mitte des 19. Jahrhunderts – sowie gastronomische Einrichtungen. Es gibt aber auch kostenlose Strände, an denen man sich niederlassen kann. Der feine, naturbelassene Sandstrand ist an den „freien“ Abschnitten häufig durchsetzt von Muscheln, die bei den kostenpflichtigen weggeharkt scheinen. Das Wasser ist seicht, sodass auch Kleinkinder gut planschen können. Bei unserem Besuch Ende Mai beträgt die Wassertemperatur 17 Grad Celsius, sodass wir maximal mit den Füßen ins Meer gehen. Trotzdem baden nicht wenige Gäste. Doch in Erinnerung an so manchen Aufenthalt in den Tropen erscheint uns das Wasser zu kalt, auch wenn es an der Ostsee im Hochsommer auch nicht wärmer ist.

Wirklich attraktiv wirken die Strände auf dem Lido auf uns nicht. Einen Badeurlaub würden wir hier keinesfalls verbringen, zumal die Atmosphäre dort einem in die Jahre gekommenem Seebad gleicht. Doch nach anstrengendem Sightseeing bei einem Städtetrip nach Venedig kann ein Strandtag auf dem Lido sehr erholsam sein. Unsere Tochter Emma begeistert sich vor allem für die vielen schönen Muscheln im Sand, von denen so manche den Weg zu uns nach München findet.

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Julia am Strand von Lido

Nach ein paar Stunden am Strand stärken wir uns in einem der Restaurants nahe der Vaporetto-Haltestelle mit Pizza, Cola und Wasser. Ursprünglich war der Plan, dass wir uns dann bei einem der Fahrradverleiher ein Tandem mieten und zum ersten Mal überhaupt Tandem fahren. Doch als wir eine Art Familienkutsche – ein Doppelfahrrad mit Dach und Sitzbank für uns drei – sehen, entscheiden wir uns dafür: ein großer Spaß. Zwar sind wir damit nicht schnell, und viele Fußgänger überholen uns. Dennoch fahren wir damit die Küstenstraße entlang und sehen etwas von der Insel.

Mit unserer Familienkutsche halten wir auch vor dem Palazzo del Cinema, in dem jedes Jahr im September die Internationale Filmfestspiele von Venedig, die Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica, eins der wichtigsten Filmfestivals der Welt, stattfindet. Bei unserer Spritztour wirkt das große, blendend-weiße Gebäude jedoch trist. Wo sonst der „Goldene Löwe“ verliehen wird und sich Stars auf dem Roten Teppich präsentieren, ziehen wir mit unserer Familienkutsche unsere Runden.

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Unsere Familienkutsche vor dem Palazzo del Cinema, wo sonst das Filmfestival von Venedig stattfindet

Städtereise nach Venedig mit Kind

Für unsere inzwischen knapp neunjährige Tochter ist Venedig die erste Städtereise überhaupt. Während sie sich in den ersten Minuten für den Stadtbummel begeistert, wird es ihr schon nach anderthalb Stunden zu viel. Der Motz-Ton nimmt zu, gefolgt von Geschimpfe und Äußerungen, wie anstrengend doch alles sei. Wenn das so weiter geht, können sechs Tage in Venedig wirklich nerven!

Die Stimmung wandelt sich, als wir ihr auf dem Markusplatz eine blau-weiß-gestreifte, maritime Venedig-Mütze schenken und ein Yoghurt-Maracuja-Eis in Schoko-Streusel-Waffel spendieren. Plötzlich ist Emma ausgesprochen höflich, bedankt sich und schlendert ohne Murren mit – an allen Tagen.

Immer wieder schmunzeln wir, weil Emma genau das ausspricht, was sie denkt. So stellt sie einmal im Museo Correr vor einer antiken Büste fest: „Oh, die haben die Nase vergessen.“

Nach unserer Reise schwärmt Emma immer wieder: „Venedig war so schön! Ich wäre am liebsten dort geblieben.“ Unseren ersten Urlaub in Italien findet sie: „mega!“

Unterwegs in Venedig

In Venedigs Altstadt gibt es weder Autos noch Motorräder und Fahrräder. Wer nicht zu Fuß unterwegs sein will, ist auf den Wasserweg angewiesen (auch wenn es nicht unbedingt schneller geht). Vaporettos, Wasserbusse, sind das Hauptverkehrsmittel. Mehrere Linien führen über den Canal Grande, um die Altstadt sowie zu den umliegenden Inseln. Eine Fahrt kostet derzeit 7,50 Euro. Wer häufiger unterwegs sein will, kauft daher zum Beispiel 24 Stunden gültige Tagestickets für 20 Euro (Kinder: 15 Euro). Ebenfalls erhältlich sind Tickets für zwei (30 Euro), drei (40 Euro) sowie sieben Tage (60 Euro). Zu Stoßzeiten sind die Vaporettos häufig sehr voll. Eine Fahrt mit dem Vaporetto gehört in Venedig zum Pflichtprogramm.

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Vaporetto-Haltselle nahe der Rialto-Brücke

An Stellen, an denen die drei Brücken über den Canal Grande etwas weiter entfernt sind, lässt sich der Kanal mit einem Traghetto, einer Gondel, überqueren. Die einfache Fahrt dauert nur wenige Minuten und kostet zwei Euro pro Person – eine kurze, aber wesentliche günstigere Alternative für eine „echte“ Gondel-Tour.

Für viele gehört bei einer Reise nach Venedig eine Fahrt mit der Gondel dazu. Stilechten Gondolere mit schwarzem Hut und weiß-blau gestreiftem Shirt manövrieren Touristen durch die Kanäle. Die Touren sind teuer und kosten meist 80 Euro für 30 Minuten. Und wenn der Gondolere romantische Lieder singen soll – „O sole mio“ zum Beispiel –, kostet das selbstverständlich extra, und nicht zu knapp. Zu weniger beliebten Zeiten oder bei bedecktem Himmel winken Rabatte. Mehrfach werden uns Gondelfahrten für 60 Euro angeboten.

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Für viele gehört bei einer Reise nach Venedig eine Gondel-Fahrt dazu

Hotels, Ferienwohnungen und Zimmer in Venedig

Als eins der meistbesuchten Reiseziele der Welt herrscht in Venedig kein Mangel an Unterkünften. Auf Plattformen wie booking.com* und Agoda* lassen sich diverse Apartments und Hotels vergleichen und buchen. Vor allem in der Hauptsaison sollte man nicht ohne Reservierung anreisen. Und speziell für Venedig gilt: Je früher gebucht, desto „weniger schlimm“ die Preise.

Am besten übernachten man direkt in der Altstadt von Venedig, wo die Wege kurz, die Kosten allerdings am höchsten sind. Niedriger sind die Preise auf dem Festland sowie auf den umliegenden Inseln. Dafür ist die Anreise in die Altstadt mit Bahn, Bus oder Vaporetto etwas länger und ebenfalls mit Kosten verbunden.



Booking.com

Für unsere sechs Nächte in Venedig buchen wir bei booking.com* eine Ferienwohnung und sind sehr zufrieden mir unserer Wahl: Das Lagoon Apartment* liegt strategisch günstig nur fünf Gehminuten vom Bahnhof Santa Lucia und der Vaporetto-Endstation Ferrovia sowie der Strada Nova entfernt im Stadtteil Cannaregio in einer ruhigen Wohngegend.

In der 54 Quadratmeter großen, sehr sauberen, gut ausgestatteten Ferienwohnung gibt es zwei Etagen. Unten befinden sich die Wohn-, Koch- und Essbereiche plus ein Bad mit Waschmaschine. Oben gibt es ein weiteres Badezimmer plus ein Doppelbett sowie zwei Einzelbetten. Das Apartment erscheint etwas dunkel. Aber es ist sehr sauber und die Lage fußläufig zu den meisten Sehenswürdigkeiten Venedigs einfach top. Außerdem haben wir so die Möglichkeit, selber zu kochen, was mit Kind meist angenehmer als ein Restaurantbesuch ist. Was die Küche betrifft, ist das Lagoon Apartment* gut ausgestattet und insgesamt also perfekt für Familien.

Kinderlose Paare, die häufig Essen gehen wollen, brauchen das natürlich nicht und bevorzugen wahrscheinlich eher ein schickes, zentrales Hotelzimmer.

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Preisniveau in Venedig

Venedig eilt der Ruf als teures Reiseziel voraus. In gewisser Weise stimmt das. Aus München kommend, empfinden wir das Preisniveau insgesamt aber nicht zu überzogen. Klar, wer in Hotels in Toplagen übernachtet, mit Blick auf die bekanntesten Sehenswürdigkeiten isst und trinkt, mit der Gondel fährt und auch sonst das volle Programm in Anspruch nimmt, braucht sich nicht wundern, wenn das Geld schneller aus dem Portemonnaie fließt als das Wasser den Canal Grande entlang.

Es existieren aber Alternativen. In den Gassen abseits der Hauptbesucherströme locken nette Restaurants und Bars mit angenehmeren Preisen. In der Altstadt von Venedig gibt es zahlreiche Supermärkte, in denen Selbstversorger einkaufen können. Manche Produkte sind teurer als in Deutschland, andere günstiger. Bei den Museen senken Kombitickets den durchschnittlichen Eintrittspreis.

In Summe kosten einige Tage in Venedig selbstverständlich nicht wenig Geld, aber auch nicht mehr als in anderen europäischen Metropolen.

Anreise Venedig

Viele Wege führen nach… Venedig. Vom Flughäfen Marco Polo (IATA-Code: VCE) auf dem Festland werden diverse Ziele innerhalb Europas angeflogen. Von dort gibt es Busverbindungen zum Piazzale Roma in Venedig nahe des Canal Grande.

Wir recherchieren Flüge am liebsten bei Skyscanner*. Damit lassen sich nicht nur die besten Langstreckenverbindungen, sondern auch gute Angebote regionaler Billigflieger finden.

Flugverspätung? Flugausfall? Flightright* hilft bei der Durchsetzung von Fluggastrechten – und sorgte dafür, dass uns die Airline eine Entschädigung zahlte. Ein Erfahrungsbericht.

Eine gute Alternative ist die Anreise mit der Bahn. Dabei sollte man beachten, dass es in Venedig zwei Bahnhöfe gibt: Mestro liegt am Festland, sodass eine zusätzliche kurze Fahrt mit der Regionalbahn nötig ist. Santa Lucia befindet sich direkt auf der Insel.

Wir reisen von München sehr bequem mit der Deutschen Bahn an. Zweimal am Tag fahren Züge einmal durch die Alpen und zum Teil vorbei an beeindruckenden Bergpanoramen in weniger als sieben Stunden bis nach Venedig. Sehr entspannt! Und beim Verlassen des Bahnhofs Santa Lucia blicken wir als Erstes auf den Canal Grande. Toll!

Mit dem Auto wären die Reise von München nach Venedig wohl in nur sechs Stunden möglich. Aber da das Fahrzeug in Venedig nicht genutzt werden kann und teure Parkgebühren fällig werden, bleiben wir bei der Bahn.

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Ankunft auf Venedigs Bahnhof Santa Lucia (l.). Direkt davor liegt der Canal Grande

Von vielen europäischen Städten gibt es direkte Busverbindungen nach Venedig, unter anderem mit Flixbus*.

Von Venedig lassen sich diverse andere Orte in Italien gut mit Bus und Bahn erreichen, unter anderem die nahen Reiseziele Padua und Verona, aber auch die Hauptstadt Rom.

Reise nach Venedig und Italien während Corona

Unsere Reise nach Venedig findet noch während der Corona-Pandemie statt. Eine der wenigen angenehmen Begleiterscheinungen sind die geringen Besucherzahlen. So können wir vormittags Tickets für die Besichtigung des Dogenpalastes am selben Tag online reservieren. Bei Topsehenswürdigkeiten wie dem Markusdom und dem Markusturm warten nur wenigen Leute vor uns in der Schlange. Das kennen wir von Erzählungen ganz anders.

Aufgrund der Pandemie sind bei unserer Einreise nach Italien sowie in Venedig diverse Vorschriften zu beachten. So müssen wir bei der Einreise einen negativen Corona-Test sowie den nach erfolgter Selbsterklärung im Internet erhaltenen QR-Code vorzeigen. Im Zug wird bei der Einreise Fieber gemessen. Vor der Rückreise nach Deutschland müssen wir die digitale Einreiseanmeldung ausfüllen, weil Italien laut Robert-Koch-Institut als Risikogebiet gilt. In Zügen in Deutschland, Österreich und Italien muss mindestens Maske getragen werden. In Venedig selbst herrscht bei unserem Aufenthalt überall Maskenpflicht, auch draußen. In geschlossenen Räumen, unter anderem in Läden, Restaurants und Museen, ist die Personenzahl begrenzt. Beim Betreten wichtiger Sehenswürdigkeiten wird Fieber gemessen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Venedig-Reiseberichtes sind viele dieser Maßnahmen glücklicherweise nicht mehr notwendig. In jedem Fall gilt: vor der Reise informieren!

Beste Reisezeit für Venedig

Venedig ist ein Ganzjahresreiseziel. Frühjahr und Herbst sind jedoch die besten Reisezeiten mit viel Sonne, angenehm milden Temperaturen, weniger Touristen und niedrigeren Übernachtungspreisen. Im Hochsommer herrscht Hauptsaison mit den meisten Besuchern und zum Teil hohen Temperaturen. Im Winter ist es in Venedig regnerisch und kalt.

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Venedig ist ein Ganzjahresreiseziel

Reiseführer Venedig

Wenig überraschend für eins der beliebtesten Reiseziele der Welt gibt es für Venedig Hunderte Reiseführer – und die meisten sind wahrscheinlich sehr gut. Bei unserer Städtereise haben wir den „Reiseführer Lonely Planet Venedig & Venetien“* dabei und sehr zufrieden. So fällt die Urlaubsplanung leichter, und nach dem Besuch lassen sich viele Hintergrundinformationen nachlesen.

Wie gefällt Dir unser Venedig-Reisebericht? Lasse uns gern einen Kommentar dar.

Text und Fotos: Heiko Meyer

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Willkommen bei „Wo der Pfeffer wächst“, dem Reise- und Foodblog von Heiko Meyer und Julia Pilz. Auch Tochter Emma reist und isst gern mit. Begleite uns.

Mit Töchterchen Emma waren wir mehrfach in Asien. Dies ist unsere persönliche Packliste – zum Ausdrucken!

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