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Myanmar-Lesetipps: Zehn Bücher fürs Reisehandgepäck

Weltliteratur, Unterhaltung, Historisches: Wir empfehlen zehn Bücher passend für eine Reise nach Myanmar.

Lange Busfahrten, laue Abende, schattige Plätze am Strand: Auf einer Reise durch Myanmar bieten sich unzählige Gelegenheiten zum Lesen. In diesem Beitrag stellen wir zehn Bücher mit Bezug zu dem faszinierenden Land vor. Ob Weltliteratur, Unterhaltungsroman oder historischer Bericht: Jedes einzelne Buch davon eignet sich ideal als Reisebegleiter. Mindestens eins davon gehört in Myanmar ins Handgepäck.

Zwar sind die Buchempfehlungen durchnummeriert. Aber dies stellt kein Ranking, sondern eine lose Liste dar! Und natürlich gibt es noch viele andere tolle Bücher…

1. „Der Glaspalast„* von Amitav Gosh (Blessing 2000)

Der Inder Amitav Gosh erzählt die dramatische Geschichte einer Familie über drei Generationen hinweg. Die Kulisse bilden historische Details im damaligen Burma: vom Einmarsch der britischen Truppen 1885 in Mandalay über den Zweiten Weltkrieg bis hin zu Aung San Suu Kyis Hausarrest Ende der 1990er.

Neben den wechselvollen, spannend beschriebenen Lebenswegen mehrerer Menschen erhalten Leser auf über 600 Seiten intensive Einblicke in das politische und soziale Gefüge der jeweiligen Zeit. Wer sich gerade auf einer Reise durch Myanmar befindet, wird in „Der Glaspalast„* viele Orte wiedererkennen. Ein großartiger Roman!

Wenn das Handgepäck nach Myanmar nur Platz für ein einziges Buch bietet, sollte es „Der Glaspalast„* sein

2. „Tage in Burma„* von George Orwell (Diogenes 1982)

Der Schriftsteller George Orwell („Farm der Tiere„*, „1984„*) war selbst Offizier im kolonialen Burma. In seinem ersten Roman „Burmese Days„*, so der Originaltitel, zeichnet er ein kritisches Porträt des britischen Imperialismus Anfang des 20. Jahrhunderts. Klassiker!

Klassiker von George Orwell: „Tage in Burma„*

3. „Das Herzenhören„* von Jan-Philipp Sendker (Heyne 2012)

Die junge New Yorker Anwältin Julia Win findet einen Liebesbrief ihres verschwundenen Vaters an eine unbekannte Frau. Daraufhin reist sie nach Myanmar in sein Heimatland. Im Bergdorf Kalaw folgt Julia den Spuren einer Liebesgeschichte und stößt dabei auf ein Familiengeheimnis.

Wer etwas über die Schönheit Myanmars und die Lebensart der Menschen dort erfahren möchte und sich dabei gern in berührenden Worten verliert, dem sei dieser Bestseller ans Herz gelegt.

Wer etwas über die Schönheit Myanmars erfahren möchte und sich gern in berührenden Worten verliert, dem sei „Das Herzenhören„* empfohlen

4. „Herzenstimmen„* von Jan-Philipp Sendker (Heyne 2014)

Nach einem rätselhaften Brief begibt sich Anwältin Julia Win zehn Jahre nach ihrer Spurensuche in Myanmar erneut in das Land ihres Vaters. Dort folgt sie einer inneren Stimme, ergründet deren Geschichte und findet am Ende ihr persönliches Glück.

Herzenstimmen„* ist die Fortsetzung des Romans „Herzenhören„*

5. „Pilgerreise in Myanmar„* von Ma Thanegi (Unionsverlag 2012)

Die Autorin Ma Thanegi war Teil der Reformbewegung an der Seite von Aung San Suu Kyi und verbrachte deswegen drei Jahre in Haft. In diesem Buch beschreibt die Journalistin eine buddhistische Pilgerfahrt, die sie von Yangon in 29 Städte und zu 60 berühmten Pagoden in Richtung Norden führt. Statt spiritueller Erlebnisse stehen in ihrem ironischen Reisebericht interessante Details zu Land und Leuten im Vordergrund.

Statt spiritueller Erlebnisse stehen bei „Pilgerreise nach Myanmar„* interessante Details zu Land und Leuten im Vordergrund

6. „Der Geist der Madame Chen„* von Amy Tan (Goldmann 2008)

Die chinesisch-stämmige Bibi Chen organisiert für zwölf Freunde einen Trip von San Francisco nach Burma. Aufgrund ihres plötzlichen Todes kann sie allerdings nicht mehr selbst daran teilnehmen. Zumindest körperlich, denn ihr Geist geht mit auf Reise und ist stets präsent – auch als sich die Gruppe im Urwald verirrt und ganz besondere Abenteuer erlebt.

Jede Menge Lesestoff für unterwegs auf über 500 Seiten: „Der Geist der Madame Chen„*

7. „Burma – Der Fluss der verlorenen Fußspuren„* von Thant Myint-U (Bertelsmann 2009)

Wer Myanmar besser verstehen will, ist mit diesem Buch bestens bedient. Thant Myint-U beschreibt verständlich die sehr komplexen geschichtlichen und politischen Hintergründe des südostasiatischen Landes und setzt sie in Relation zu weltweiten Entwicklungen der jeweiligen Zeit. Liest sich trotz der Fülle an Informationen eher wie ein Roman als eine Dokumentation.

Enthält eine Fülle an Informationen über Myanmar: „Burma – Der Fluss der verlorenen Fußspuren„*

8. „Ikone der Freiheit: Aung San Suu Kyi. Eine Biographie„* von Jesper Bengtsson (Rotbuch 2013)

Aung San Suu Kyi ist die bekannteste Persönlichkeit Myanmars. Wer mehr über das Leben der Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin erfahren möchte, greift zu dieser Biografie des schwedischen Journalisten Jesper Bengtsson.

Wer mehr über Myanmars bekannteste Persönlichkeit erfahren möchte, greift zu „Ikone der Freiheit: Aung San Suu Kyi„*

9. „In Buddhas Gärten„* von Tor Farovik (National Geographic/Malik 2009)

Mehrere Monate reiste der Norweger Tor Farovik durch die buddhistisch geprägten Länder Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar. Seine Erlebnisse schildert er in diesem lesenswerten, kurzweiligen, interessanten Reisebericht. Yangon, Bagan, Mandalay – alles dabei!

Lesenswert, kurzweilig, interessant: „In Buddhas Gärten„*

10. „Asien, mein Leben – Die großen Reportagen„* von Tiziano Terzani (Goldmann 2010)

Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich um einige der besten Reportagen des inzwischen verstorbenen „Spiegel“-Journalisten. Viele stammen aus China, manche aus anderen asiatischen Ländern wie Myanmar. Dafür reiste Tiziano Terziani entlang der Burma Road – „Der Straße des Habgiers und des Schreckens“ – und traf im so genannten Goldenen Dreieck auf den Opiumkönig Khun Sa – den „Prinz der Finsternis“. Tolles Buch!

Welches dieser Bücher gefällt Dir am besten? Oder fehlt noch ein wichtiges Buch?

Text: Heiko Meyer/Julia Pilz
Beitragsfoto: Heiko Meyer
Buchcover: die jeweiligen Verlage

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2 Gedanken zu „Myanmar-Lesetipps: Zehn Bücher fürs Reisehandgepäck

  1. Ivana

    Meine Ergänzung: Klaus R. Schröder: Myanmar/Burma – Reisen im Land der Pagoden. Das ist ein schöner Reisebericht und der Autor war u.a. eine Weile in einem individuell gemieteten Salonwagen mit dem Zug unterwegs. Ich fand die Lektüre spannend und das ein oder andere erkannte ich auf meiner eigenen Reise wider, auch wenn sich natürlich einiges verändert hat.

    Viel Spaß beim Lesen,
    Ivana

    Antworten
  2. julia

    Hallo Ivana,

    Danke Dir für die Buchempfehlung :-) Die Lektüre klingt auf alle Fälle sehr spannend und passt wohl gut in unsere Empfehlungsliste! Bislang habe ich es noch nicht gelesen – werde es aber bei Zeiten sicher nachholen.

    Viele Grüße,
    Julia

    Antworten

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