Indonesien, Indonesia, Pulau, kleine Sunda, Inseln, Lombok, Flores, Sumbawa, Rinca, Komodo, Warane, Moyo, Bootstour, Trip, Fahrt, boat, Schiffs, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Höllentrip: Mit dem Boot von Lombok nach Flores

Wenn es so etwas wie das übelste Reiseerlebnis gibt, ist es für uns die Bootstour von Lombok nach Flores mit dem Besuch der Komodo-Warane. Möge unser Reisebericht aus Indonesien als abschreckendes und warnendes Beispiel dienen.

Vier Tage die Kleinen Sunda-Inseln Indonesiens mit einem Boot entlang schippern. Auf dem Weg von Lombok vorbei an Sumbawa nach Flores an unbewohnten Inseln halten, an einsamen Stränden baden, tolle Sonnenuntergänge über dem Meer beobachten. Und als Krönung die berühmten Komodo-Warane besuchen. So stellen wir uns diese beliebte Bootspassage vor. Zwar erfüllen sich diese Erwartungen. Doch idyllisch verläuft die Tour trotzdem nicht.

Sie beginnt am Tag nach der Besteigung des Vulkans Gunung Rinjani auf Lombok. Der Muskelkater beißt sich fest in unseren Beinen. Von Senaru im Norden der Insel rast der Fahrer mit uns die Küstenstraße entlang. Weil er mit 90 Kilometern pro Stunde durch Ortschaften braust und erst kurz vor den Kurven heftig bremst, wird uns während der Fahrt übel. Dafür erreichen wir nur anderthalb Stunden später den Hafen von Labuhan Lombok an der Ostküste. Dort starten die Fähren zur Nachbarinsel Sumbawa und auch unsere Bootstour nach Flores.

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

In Labuhan Lombok legen die Fähren zur Nachbarinsel Sumbawa und unser Boot nach Flores ab. Noch lacht Julia

Unsere kleine Flotte besteht aus drei Booten. Sie sind je etwa 25 Meter lang, vier Meter breit und weiß gestrichen. Unten befindet sich eine Luke zu einem Stauraum für Gepäck. Eine Leiter führt zu einem anderthalb Meter hohen, mit einer blauen Plane überdachten Deck mit knapp 20 Matten. Sie sind alt, durchgelegen, fleckig, löchrig. Gewöhnlich bin ich zufrieden mit dem, was kommt. Aber die Vorstellung, auf diesen Matten drei Nächte verbringen zu müssen, bereitet mir Unbehagen. Deshalb insistiere ich bei der Crew und bitte um unsere „Versetzung“ auf eins der anderen Boote. „Geht nicht“, heißt es immer wieder. Doch ich gebe nicht auf. Schließlich führt die Diskussion dazu, dass die ganz alten Matten gegen alte ausgetauscht werden.

15 Touristen auf dem Boot von Lombok nach Flores über Komodo

Ein Schweizer, zwei italienische Familien mit Kindern und ein älteres französisches Paar reisen ebenfalls mit. Insgesamt sind wir 15 Touristen auf dem Boot. Und drei Hühner. Aber die enden später in einer Suppe – Innereien und Knochen inklusive. Als der Motor startet, wird der enorme Geräuschpegel deutlich. Die Ohropax, die wir dabei haben, helfen nur bedingt.

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Insel, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Auf diesen Matten schlafen wir drei Nächte – und mit uns Bettwanzen, Flöhe und Kakerlaken

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Die Crew schläft auf Holz

Bald nach dem Verlassen von Labuhan Lombok verschwindet die Sonne hinter dem riesigen Gunung Rinjani, dessen Kraterrand wir gerade erst erklommen hatten. Das Boot knattert an Sumbawas Nordküste entlang in Richtung Osten. Nach Einbruch der Dunkelheit nimmt der Wellengang immer mehr zu. Julia sitzt auf einer Kiste und sieht sehr unglücklich aus. Sie hat Angst davor, seekrank zu werden. Und in diesem Augenblick scheint es, als würden sich ihre Befürchtungen erfüllen.

Auch mit der Hygiene ist es nicht gut bestellt auf diesem Boot. Zwar gibt es eine Toilette an Bord. Aber weder ein Waschbecken, eine Dusche oder sonst eine Möglichkeit, sich mit Süßwasser zu reinigen. Mangels Alternativen nehmen wir auf den Holzplanken Platz. Andere Sitzgelegenheiten sind Mangelware. Stühle gibt es ohnehin nicht. Dafür Kakerlaken, manche so groß wie ein ganzer Daumen. Als wir bei dem Lärm in die Dunkelheit starren und auf das Abendessen warten, spiegeln sich in den Gesichtern der Mitreisenden schon jetzt am ersten Abend enttäuschte Erwartungen wider.

Mangelnde Hygiene an Bord

Auf einem dünnen Teppich auf dem Holzboden werden gekochter Reis, roher Salat und Fischcurry serviert. „Vegetarisch ist kein Problem“, wurde uns beim Buchen der Tour versichert. Die Vorstellung, jeden Tag nur Reis und Salat essen zu müssen, klingt nicht sehr verlockend. Meine Blicke schweifen auf eine Kiste „Bintang“. „Immerhin gibt es Bier an Bord“, denke ich und frage nach dem Preis. „Die sind nicht für den Verkauf, sondern wurden vorher von einigen Gästen mitgebracht“, antwortet ein drahtiger Indonesier mit Basecap und rotem T-Shirt. Er entpuppt sich später als unser Reiseleiter. Schnell zähle ich eins und eins zusammen: Ich bin im Urlaub mehrere Tage auf diesem Boot gefangen, und es gibt nicht mal Bier.

Beim Essen versuche ich, die schlechte Laune nicht allzu sehr heraushängen zu lassen. Julia sagt: „Du weißt, dass ich diese Bootstour nur Dir zu Liebe mitmache. Wir stehen das jetzt schon durch. Aber frage bitte nie wieder nach solch einem Trip.“ Nach einer Weile putzen wir die Zähne und verschwinden als erste auf den Matten im Oberdeck. Beim Streicheln ihres Kopfes bemerke ich Tränen in ihrem Gesicht.

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Alles sehr basic: Das Essen wird auf dem Boden serviert. Tische oder Stühle gibt es nicht – dafür Kakerlaken

Bei diesem Motorenlärm ist an Schlaf kaum zu denken. Wir liegen Kopf an Kopf. Und wir halten uns gegenseitig die Hände und versichern uns so, dass wir für einander da sind. Während nach und nach immer mehr Leidensgenossen ihre Matten aufsuchen, gerate ich ins Grübeln. Theoretisch könnte diese Fahrt sogar gefährlich werden. Wo sind die Schwimmwesten? Funktioniert das Funkgerät? Ein Rettungsboot gibt es jedenfalls nicht. Nur einen kleinen Einbaum, in dem nicht mehr als drei Menschen Platz finden und der bei höheren Wellen sowieso nichts nutzt. Irgendwann verstummen tatsächlich die Motoren, und wir schlafen ein.

Bei Motorenlärm und Wellengang ist an Schlaf kaum zu denken

Tag zwei von vier beginnt um zehn vor drei. Der Start des Motors reißt alle Passagiere aus ihrem kurzen Schlaf. Mit den Wellen setzen sich die unschönen Gedanken des Vorabends fort. Durch einen kleinen Spalt in der rechten Seite schaue ich auf das Wasser und sehe Land.

Nach ein paar Stunden taucht die aufgehende Morgensonne Sumbawas Küste in unzählige Nuancen Orange. Dann stoppt der Motor. „Morning, morning, morning, morning“, lautet der Weckruf des Reiseleiters. Doch schon lange schläft niemand mehr. Das Frühstück besteht aus weißem Toastbrot, einem Topf Marmelade, lauwarmem Instant-Kaffee und sonst nichts.

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Der Reiseleiter ist gleichzeitig Koch. Anfangs fahren auch drei Hühner mit. Sie enden später in einer Suppe – inklusive Innereien und Knochen

Wir liegen vor Pulau Moyo, einer Insel so groß wie Singapur. Auf ihr befinden sich nur fünf Dörfer und ein exklusives Resort. „Dort gehen die Reichen und Berühmten campen“, steht dazu im „Lonely Planet“-Reiseführer*. Ein fest installiertes Dschungelzelt kostet 825 US-Dollar pro Nacht, eins direkt am Wasser noch mal 100 Dollar mehr – jeweils plus 21 Prozent Steuern. All das bekommen wir auf unserer Budgetfahrt mit der Firma Kencana (Warnung!) nicht zu sehen.

Auf Pulau Moyo gehen die Reichen und Berühmten campen

Wir springen ins Wasser und schwimmen an den schönen Strand. Ein paar Einheimische füllen Muscheln in Säcke und transportieren sie mit einem Boot ab. Vom Strand führt ein Weg ein paar hundert Meter durch Urwald zu einem kleinen Wasserfall. Dort kann gebadet werden. Allerdings ist das Timing schlecht. Denn während Strand und Wasserfall die meiste Zeit unbesucht sind, sollen die Passagiere aller drei Boote der kleinen Kencana-Flotte zum selben Zeitpunkt mit dem Ausflug beginnen. So kommt es vor dem sonst einsamen Wasserfall zum Stau.

Weitere zwei Stunden später ankert die Flotte vor Pulau Satonda. Das winzige Eiland wurde zum Nationalpark erklärt – wahrscheinlich, um Eintrittsgeld verlangen zu können. Ein paar Meter vom Ufer entfernt befindet sich ein Salzwassersee. Aber das Schnorcheln nahe des Strandes ist beeindruckender.

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, Moyo, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Wir liegen vor Pulau Moyo. Die Insel ist so groß wie Singapur

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, Moyo, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Auf dem Weg zum Wasserfall

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, Santonda, Satonda, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Pulau Satonda wurde zum Nationalpark erklärt – wahrscheinlich, um Eintrittsgeld verlangen zu können

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, Santonda, Satonda, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Auf Pulau Satonda befindet sich ein Salzwassersee, aber das Schnorcheln nahe des Strandes ist beeindruckender

Nun steht der wohl anstrengendste Teil der Passage bevor. Denn von jetzt an geht es nonstop bis morgen Mittag an Sumbawas langer Küste entlang bis nach Komodo. Der Wind wird stärker, die Wellen größer. Immer heftiger schlägt das Boot auf das Meer auf, immer öfter spritzt Wasser an Deck. Mir als Kapitänssohn macht Wellengang ja nichts aus, solange es sich um ein sicheres Schiff handelt. Was hier nicht der Fall ist.

Ich gehe wieder zu Julia, um ihr notfalls beizustehen, und betrachte dabei die Nordküste Sumbawas. Auf schwarze Sandstrände folgen Laubbäume, viele davon große, sicher mehrere Jahrhunderte alte Prachtexemplare. Dazwischen stehen vereinzelt Kokospalmen. Dahinter erheben sich mit Busch bedeckte Berge. Der höchste, Gunung Tambora, ist 2850 Meter hoch.

Eine Horde Affen am Strand

Von dichter Besiedelung kann nicht die Rede sein. Keine Spur von Straßen und Ortschaften. Nur alle paar Kilometer ist ein Haus, ein Boot oder ein Mobilfunkmast zu sehen. Einmal zeigt sich eine Horde Affen am Strand. Während der Fahrt verändert sich die Vegetation. Die deutlich über 1000 Meter hohen Berge sind komplett bewaldet. Hier hätte Steven Spielberg „Jurassic Park“* drehen können. Und hier möchte sicher niemand ausgesetzt werden.

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Wir schippern manchmal dicht an Sumbawas Nordküste entlang

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Sumbawas Küste ist spärlich besiedelt. Wer hier ausgesetzt wird, muss wahrscheinlich mit Affen um Bananen kämpfen

Nach Einbruch der Dunkelheit beginnt es zu regnen. Schnell verziehen sich alle zu ihren Schlafplätzen. Obwohl wir kein wirklich schlechtes Wetter haben, werden die Wellen höher und höher. In unserer Nussschale sind wir der Kraft der Natur ausgeliefert. Ständig rollt das Boot von links nach rechts, von vorn nach hinten.

Es wird dunkel. Nun fällt auch noch der Strom aus! Die Crew – der Kapitän, ein Bootsmann, zwei Schiffjungen und der Reiseleiter – arbeitet daran, den Generator wieder in Gang zu bringen. Auf dem Weg zur Toilette stütze ich mich mit den Armen ab, um nicht umzufallen. In der kleinen Latrine steht links neben der Kloschüssel ein schwarzer Plastikeimer mit einer roten Kelle. Beim Schöpfen leuchten im Dunkeln im Eimer diverse Pünktchen. Auch beim Nachspülen mit dem Seewasser zeigt sich das fluoreszierende Plankton.

Stelle Dir vor, Du fährst Achterbahn die ganze Nacht und sollst dabei schlafen

Wieder auf dem Schlafdeck beginnt die unangenehmste Nacht. Um das morgige Ziel, die Insel Komodo, zu erreichen, muss der Kapitän die ganze Zeit durchfahren. Das bedeutet einerseits nicht enden wollender Lärm. Andererseits schaukelt es so heftig, dass manche seekrank werden. An Schlaf ist nicht zu denken. Stelle Dir vor, Du fährst Achterbahn – die ganze Nacht – und sollst dabei schlafen!

Wir haben viel Zeit zum Nachdenken. Diese Nacht empfinde ich als eine der längsten überhaupt in meinem bisherigen Leben. Da das Boot sehr heftig schaukelt, bleibt uns nichts anderes übrig, als zu liegen. Ein paar Mal versuche ich, mich aufrecht hinzusetzen, werde aber immer gleich von einer Woge umgerissen. Nur eine Art stabile Seitenlage kommt in dieser Situation in Frage. Später berichtet mir ein Paar von solch einer Tour während der Regenzeit. Beide hatten sich festgebunden, um nicht über Bord zu gehen! Eine Bekannte erzählt, dass ihr Boot in diesen tückischen Gewässern in einen Strudel geriet. Mehrere Stunden drehte es sich im Kreis. Sie und die anderen Passagiere litten unter Todesangst!

Als es langsam hell wird, passieren wir eine felsige, karge, fast nur von Gras bewachsene Insel. Es ist heiß, den Himmel zieren kaum Wolken. Um so erstaunlich, welcher Wellengang bei diesem guten Wetter möglich ist. Noch immer rattert der Motor unaufhörlich. Ich bin müde, kraftlos, dreckig, verzweifelt und angewidert von der Lage, in die ich uns gebracht hatte. Julia sieht nicht gut aus. Während der Nacht zog sie offenbar das Interesse der gesamten Floh- und Bettwanzenpopulation des Bootes auf sich. Sie zählt rund 50 Bisse und Stiche.

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Wir sind immer noch unterwegs. Die Landschaft auf den Inseln wird karger

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Auf diesem Schiff geht es vermutlich bequemer zu als bei uns an Bord

Die nächsten Stunden ziehen wir an den bizarr anzusehenden Inseln und Inselchen des Komodo-Archipels vorbei. Mit ihrem kargen Bewuchs, ihrer langgestreckten, zerklüfteten Erscheinung erinnern sie mich an die Inselgruppe der Aleuten, welche sich von Russland bis zu den USA wie ein Band zieht. Nur dass Palmen wie Nägel mit Köpfen aus der Landschaft ragen. Das Wasser ist glasklar und nun spiegelglatt. Manche Inseln bestehen nur aus einer Sandbank und zwei Büschen. Angesicht der Umstände kann niemand an Bord diesen tollen Anblick genießen.

Nach 22 Stunden Fahrt verstummt der Motor. Endlich! Am Pantai Merah (roter Strand) legen wir zum Schnorcheln an und fahren anschließend zur Hauptinsel Komodo. Der Besuch des gleichnamigen Nationalparks mit den Komodo-Waranen, zugleich UNESCO-Weltnaturerbe, soll den Höhepunkt dieser Tour darstellen. Aber unsere Erwartungen sind nicht mehr allzu hoch. Hier ein Beitrag dazu.

Während der Reise sehen wir viele schöne Orte. Aber angesichts der Umstände fällt es uns schwer, sie zu genießen

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, Insel, von, Lombok, Labuhan, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Für einen kurzen Moment habe ich tatsächlich Spaß

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Komodo, Warane, Echsen, Drachen, Rinca, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Wir nähern uns den Komodo-Waranen

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Komodo, Warane, Echsen, Drachen, Rinca, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Da ist das Objekt der Begierde: ein Komodo-Waran!

Indonesien, Indonesia, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Komodo, Warane, Rinca, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Unsere kleine Flotte vor der Insel Komodo

Tag vier beginnt um sechs. Erneut reißt der Motor alle Passagiere aus dem Schlaf. Durch den Spalt betrachte ich die Morgensonne und wähne mich bei guter Laune. Schließlich soll die Prüfung asiatischer Genügsamkeit heute ihr Ende finden. Drei Stunden benötigen wir für die Fahrt, vorbei an Inseln, durch strudelreiche Gewässer.

Auch auf der Insel Rinca suchen wir die Komodo-Warane – und werden fündig. Anschließend schippern wir eine Stunde weiter nach Labuan Bajo, unserem Ziel. Der größte Ort von West-Flores sieht vom Meer kommend aus wie eine skandinavische Hafenstadt. Segelboote und Schiffe bilden einen Kontrast zum tiefblauen Wasser. Die Häuser schmiegen sich an die dicht bewaldete, hügelige Umgebung. Schon von weitem zeugt eine Kirche vom Christentum auf Flores.

Nach dem Festmachen am Pier holen wir die Rucksäcke aus dem Stauraum. Der Abschied fällt freundlich, aber kurz aus. Jeder möchte diesen Kahn so schnell wie möglich verlassen.

Indonesien, Indonesia, Labuan Bajo, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Komodo, Warane, Rinca, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Wir erreichen den Hafen von Labuan Bajo in West-Flores

Indonesien, Indonesia, Labuan Bajo, Sumbawa, Pulau, kleine Sunda, Inseln, von, Lombok, Bootstour, Hafen, Fahrt, boat, Schiffs, nach, Flores, Komodo, Warane, Rinca, Reiseberichte, www.wo-der-pfeffer-waechst.de

Endlich in Labuan Bajo! Anker werfen und nichts wie weg

Manche schwärmen von solch einer Tour von Lombok nach Flores. Sie müssen mit einem besseren Boot unterwegs gewesen sein. Aber auch das ändert nichts am möglichen Wellengang und Motorenlärm. Wer seekrank wird, sollte diese Tour ohnehin nicht in Betracht ziehen.

Auch sollten sich Reisende dessen bewusst sein, dass sich diese Bootsfahrt nicht abbrechen lässt. Seitdem mache ich nur noch in Ausnahmefällen Ausflüge, die mehr als eine Übernachtung dauern. Wenn die Nacht dann schlecht verläuft, weiß ich zumindest, dass am nächsten Abend ein richtiges Bett auf mich wartet. Ein schöne Vorstellung.

Text: Heiko Meyer
Fotos: Heiko Meyer/Julia Pilz

* Dies sind Amazon-Affiliate-Links. Wenn Du darüber bestellst, erhalte ich eine kleine Provision. Du bezahlst aber keinen Cent mehr!

Diese Beiträge könnten Dich ebenfalls interessieren:

50 Bilder, die sofort Lust auf eine Indonesien-Reise machen
50 Topstrände in Asien – und jede Menge Infos dazu
Vulkantrekking auf den Gunung Rinjani
Beim „Ganja King“ von Gili Trawangan
20 leckere vegetarische und vegane Rezepte aus Indonesien

Lob? Kritik? Anmerkungen? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

Gefällt Dir unser Blog? Dann folge uns auf Facebook oder Twitter und werde über jeden neuen Beitrag informiert!

61 Gedanken zu „Höllentrip: Mit dem Boot von Lombok nach Flores

  1. Pingback: Buchbesprechung: „Stefan Loose Reiseführer Indonesien“ | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  2. Oli

    Da bin ich nun doch ganz froh, dass ich die Fahrt letztes Jahr aus Zeitgründen nicht machen konnte. Die Bilder sehen toll aus, aber vier Tage nicht richtig schlafen können, das stelle ich mir doch als eine ziemliche Tortur vor. Ich neige zwar nicht zur Seekrankheit, aber in Südostasien fühle ich mich öfters mal nicht so richtig sicher auf den Booten. Vier Tage mit einer latenten Angst, doch noch zu kentern, sind dann auch nicht das, was ich mir als einen tollen Urlaub vorstelle.

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hi Oli, danke für Deinen Kommentar. Sei froh, dass Du diese Tour (zumindest mit dieser Firma) nicht mitgemacht hast! Julia hat versucht, so viel wie möglich zu lesen und so alles andere auszublenden. Als sie hinterher die Fotos sah, sagte sie: “Echt, da waren wir?” Der Trip war wirklich nicht schön ;-) Viele Grüße, Heiko

      Antworten
      1. Stephanie

        Krass. Angefahrender Weise überlege ich gerade, genau eine solche Tour zu machen. Flores, Komodo, Rinca, Timor, …. Vielleicht verschiebe ich das nochmal.

        Antworten
        1. Heiko Meyer Artikelautor

          Hallo Stephanie, Flores, Komodo, Rinca, Timor – Wieso nicht? Das sind alles interessante Reiseziele! Fliege doch nach erst nach Flores und weiter nach Timor. Nur von eben dieser mehrtägigen Bootstour rate ich aus bekannten Gründen ab. Viele Grüße und bis hoffentlich bald, Heiko

          Antworten
  3. Claudi

    Oha, da wird einem ja vom lesen schon irgendwie übel… schade, dass ihr so eine schlechte Erfahrung gemacht habt :( Seit ich Douglas Adams “Die letzten ihrer Art” gelesen habe, träume ich von Komodo und den Waranen. Kenne aber auch fast nur Überfahrtsgeschichten, die eher seekränkelnd abliefen. Was macht man denn, wenn man trotzdem hin will? Hast du denn im Nachhinein Alternativen gefunden? Teurere Veranstalter bedeuten ja nicht zwangsweise bessere Bedingungen… Gibt es Fähren oder Flieger?
    Ich freu mich trotzdem, demnächst von den Waranen zu lesen ;)
    LG Claudi

    Antworten
  4. Heiko Meyer Artikelautor

    Hallo Claudi, danke für Deinen Kommentar. Klar, gibt´s Alternativen: nach Labuan Bajo in West-Flores fliegen! Die Stadt ist zwar nicht unbedingt schön. Aber in der Umgebung gibt es viele tolle Inseln, zu denen Du Tagesausflüge machen kannst, u. a. natürlich auch nach Komodo und Rinca zu den Warnen. Lohnt sich! Viele Grüße, Heiko

    Antworten
    1. Lukas

      Hallo ,

      ich muß Dir widersprechen:
      wir haben vor ein paar Jahren dieselbe Tour auf dem gleichen Schiff gemacht! Das war der absolute Kracher: Prima Wanderungen, tolle Strände, prima schnorcheln. Im Vorfeld wurde die Fahrt ja in jeder Hinsicht als einfach und wenig luxuriös beschrieben, daher war ich nicht überrascht. Es gab Huhn, frischen Barracuda und viel Obst alles ziemlich lecker. Die Schwimmwesten waren im Vorschiff verstaut.
      Probleme gab’s erst auf dem Rückflug von Flores nach Bali: Platzwahl mit dem Ellenbogen, die Fluglinie steht noch immer auf der schwarzen Liste. Von der Startbahn muss erst noch eine Ziegenherde gescheucht werden. Da wurde mir erst mulmig…

      Mark

      Antworten
      1. Heiko Meyer Artikelautor

        Hallo Lukas,

        danke für Dein Feedback. Ja, indonesische Airlines sind sicher noch mal ein Thema für sich. Ansonsten freut mich, dass Du die Bootstour genießen konntest.

        Viele Grüße,
        Heiko

        Antworten
  5. Björn

    You get what you pay!!
    Ist natürlich eine elendige Erfahrung!
    Aber mal ganz ehrlich: was hast du erwartet für das Geld?
    Die Lehre ist auch vor allem nie den vollen Preis für Transport,Transport zu bezahlen ohne auch vorher nur den Kutter gesehen zu haben.
    Selber habe ich diese Tour auch schon gemacht. Und hatte eine tolle zeit! Wir hatten auch ein “authentisch einheimisches” Boot (umm es mal blumig zu beschreiben). Wie haben unterwegs auch immer mal wieder Fischer angesprochen und uns neben Fisch auch Tintenfisch gekauft. Lecker und extrem frisch!
    Natürlich kannst du auch in tollen Charité phisni-Booten diesen Trip machen….dann zahlst du für einen mehrtägigen Trip allerdings auch deutlich höheren Preis!

    Die Aussage, dass ein Nationalpark nur dazu dient Eintrittsgelder zu generieren finde ich wirklich unmöglich! Indonesien rodet und beutet seine natürlichen Ressourcen aus wie kaum ein anderes Land. Wird dann ein Gebiet (zumindest theoretisch) geschützt vor überfischung, perlen-Farmen, oder ähnlichen Aqua Farmen ist es um den touris Geld aus der Tasche zu ziehen. Finde ich nicht sehr weit gedacht!
    Natürlich kommen einem vielleicht die gebühren überzogen hoch vor…aber wenn nur ein Teil davon in die Konservierung geht Zahl ich das gerne!!

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Björn, danke für Dein Feedback! You get what you pay? Richtig! Dennoch sollte ein Mindestmaß an Hygiene gewährleistet sein. Deine Aussage zum Vorher-Bezahlen trifft in diesem Fall nicht zu, finde ich. Schließlich reden wir hier nicht vom Taxi fahren. Oder hast Du schon mal ein Flug gebucht und erst bezahlt, als Du die Maschine auf dem Rollfeld gesehen hast? Beim Nationalpark hast Du natürlich recht. Aber das ist ein subjektiver Erlebnisbericht, und es muss nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden. Es geht auch nicht um die Höhe des Betrags. Wir haben uns nur gefragt, was denn speziell hier besonders sein soll, um die zum Insel Nationalpark zu erklären. Viele Grüße, Heiko

      Antworten
      1. Horst

        offen gesagt: die boote sehen um einiges besser aus als der durchschnittstransport der lokalen bevoelkerung – sauberer, mehr platz, sogar mehr essen als nur reis und trockenfisch. und die werden im gegensatz zu den ‘pinisi’-charterbooten (die soviel pinisi sind wie ein, um einen dem mitteleuropaer hoffentlich vetrstaendlichen vergleich zu bemuehen, mercedes ein bmw ist …) offensischtlich von eben der lokalen bevoelkerung, und nicht von meist auslaendischen investoren, geregelt. sozialvertraeglicher tourismus ist eben nicht drei sterne, sondern faehrt gebrauchtkleinwagen.

        Antworten
        1. Heiko Meyer Artikelautor

          Hallo Horst, danke für Deinen Kommentar. Vielleicht ist die lokale Bevölkerung einfach leidensfähiger. Wäre nicht das Ungeziefer und der ständige Lärm, hätten wir den Trip vielleicht sogar gutfinden können – wie einige andere. Viele Grüße, Heiko

          Antworten
  6. Eva

    Ihr Armen! Reisen ist doch immer wieder auch mit bösen Überraschungen verbunden. Ich hatte schon ähnliche Erlebnisse, allerdings nicht auf dieser Tour. Auch ich habe sie vor Jahren gemacht und es war eines meiner besten Reise-Erlebnisse überhaupt.

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Eva, ja, einige schwärmen von der Tour. Andere hassen sie. Vielleicht sind bei uns auch nur viele unglückliche Umstände zusammengekommen. Aber auch da waren wir nicht die einzigen ;-) Viele Grüße, Heiko

      Antworten
  7. Oleander Auffarth

    schade, dass das für euch so eine unschöne Erfahrung war. Ich fand die Tour toll. Bei uns lief auch nicht alles rund, wir waren überbucht, hatten daher nicht genug zu essen, das Matratzenlager war ähnlich (deswegen habe ich am Rand des Bootes geschlafen) und wir waren auch nachts unterwegs. Eine Dusche gab es nicht.
    Doch ich neige nicht wirklich dazu, seekrank zu werden, wir hatten eine ganz angenehme Grupppe, ich hab vieles mit Humor genommen, vielleicht braucht man ein bisschen Fatalismus. Ich fand das eine meiner schönsten Touren! Gerade die Tatsache, dass alles ein bisschen abenteuerlich ablief. Naja, die Geschmäcker sind verschieden und manchmal passt es einfach nicht. Liebe Grüße! Oleander

    Antworten
  8. Heiko Meyer Artikelautor

    Hallo Oleander, im Gegensatz zu Julia werde ich kaum seekrank. Aber selbst mit “Captain Arak” hätte man sich das nicht schöntrinken können. Es war einfach schlecht ;-) Viele Grüße, Heiko

    Antworten
  9. Moritz

    Wir kommen gerade vom selben Trip. Hatten zwar das etwas größere Boot, aber ansonsten gleicher Anbieter und so.

    Keine Ahnung wie man den Trip machen kann ohne sich vorher zu informieren. Wer sowas macht muss sehr (asien-) unerfahren sein! Es gibt genug Infos im Netz dazu wie der Trip so ist. Wenn man sich nicht vorher informiert dann sollte spätestens beim Preis klar sein was Sache ist. Wer da mehr erwartet, also da muss man schon sehr blauäugig sein!

    Das alle zusätzlichen Getränke vorher geordert werden müssen, war auch klar. Bei uns jedenfalls hat das jeder gemacht und es hat gut geklappt!

    Das nächste mal also einfach vorher informieren und mit den Leuten reden, dann gibt es auch keine so unschönen Überraschungen mehr!

    Das Essen fand ich auch nicht gerade überragend, der Seegang war teilweise heftig und natürlich werden da viele seekrank und auch die Sicherheitbedenken sind natürlich angebracht. Unsere Mitreisenden hatten sich scheinbar besser informiert, jedenfalls konnte ich niemanden ausmachen der mit dem Trip unglücklich gewesen wäre.

    Viel Glück beim nächsten mal! Hoffentlich hält Flores für euch einige angenehmere Überraschungen bereit!

    Grüße aus Ruteng, Moritz

    Antworten
    1. Julia

      Hallo Moritz,

      danke für Deinen Kommentar. Ja, wir hatten uns vorher gut informiert und ja, wir waren schon sehr oft in Asien unterwegs. Es gibt im Netz sehr widersprüchliche Meinungen, was die Tour anbelangt. Wir hatten gehofft, dass wir sie so wie einige andere positiv erleben würden. Wir hatten die Tour in Kuta auf Lombok gebucht – dort hatte uns leider niemand über die Getränkegeschichte aufgeklärt. Für mich war das auch nicht DAS Problem. Dsas ich mit etwas Seegang nicht hundertprozentig klar komme, war mir auch bewusst. Für mich war einfach das Ungeziefer das Schlimmste. Ich war tatsächlich von oben bis unten zerbissen, und es hat fürchterlich gejuckt. Das ohne Duschen und sich ablenken können tagelang auszuhalten, fand ich ziemlich schrecklich. Ich habe mich einfach nur geekelt. Da fiel es mir persönlich dann sehr schwer, schöne Blicke und Momente zu genießen. Flores hat uns dann anschließend gut gefallen. Und ich würde jederzeit wieder hin – allerdings eben nicht mehr per Boot. Ich freue mich für jeden, der diese Tour macht und als positiv erlebt – denn das kann sie ja scheinbar sein. Viele Grüße, Julia

      Antworten
  10. Julia

    Hallo Julia und Heiko,

    danke für den Bericht.
    Mein Freund und ich haben auch soeben den Bootstrip hinter uns, allerdings mit Wanuaadventures.
    Der Wellengang war wirklich heftig, zum Glück haben wir es überstanden. Auch ansonsten scheinen die Boote im Wesentlich gleich gewesen zu sein.
    Wir hatten zum Glück nette Leute und eine echt tolle Crew, mit der wir viel Spaß hatten, was das ganze um einiges erträglicher gemacht hat.
    Das böse Erwachen kommt nur gerade in Labuhan Bajo angekommen: Mein Freund ist auch komplett von Bettwanzen zerstochen worden – als einziger.
    Und in Labuhan Bajo haben wir keine Laundry gefunden, die unsere Sachen vom Boot heiß wäscht, um die Dinger loszuwerden. Könnt ihr uns vielleicht sagen, wie ihr das Problem gelöst habt, wir sind da gerade etwas verzweifelt?
    Vielen Dank schonmal!

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Julia,

      danke für Deine Nachricht. Dann scheint das Problem in Labuan Bajo wohl bekannt zu sein. Leider habe ich keinen ultimativen Tipp für Euch. Am besten alle betroffenen Bekleidungsstücke dicht in Plastikbeuteln verpacken und dann dorthin tragen, wo jemand Eure Wäsche bei 60 Grad wäscht. Unser Hauptgepäck war ja im Stauraum. Und die Bettwanzen waren irgendwie nur an Julia interessiert. Insofern hatten wir wahrscheinlich auch Glück, dass wir die lästigen Viecher nicht auch noch vom Boot mitgenommen haben. Hoffe, Ihr kriegt das Problem in den Griff. Viel Erfolg!

      Viele Grüße,
      Heiko

      Antworten
  11. Pingback: Bei den Letzten ihrer Art: Zu Besuch bei Komodo-Waranen | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  12. Jennifer

    Hey ihr zwei,
    ich lese schon seit längerem Euren Blog, vor allem jetzt, wo ich selber von meiner Reise zurück bin und wieder am arbeiten bin ist es einfach schön wenigstens auf diesem Wege ein bisschen am Abenteuer anderer teilzuhaben. Es tut mir wahnsinnig leid, dass ihr so ein Pech hattet mit dem Trip. Ich habe im Prinzip die gleich Tour gemacht im letzten Jahr, allerdings mit Perama. Vorher auch über sie viel schlechtes gehört, am Ende war es super. Schlafen konnten auch wir nicht besonders gut, aber es war nichts im Vergleich dazu, was ihr erlebt hat. Anscheinend ist die Tour wirklich ein Glücksspiel und wenn man hört wie viel Boote in der Gegend untergegangen sind wird es einem ganz anders. Aber in Indonesien sind sichere Fortbewegungsmittel irgendwie Mangelware. Wie dem auch sei, ich hoffe ihr geniesst jetzt Flores, eine absolut schöne Insel mit sehr netten Bewohnern.

    Liebe Grüße,
    Jenny

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Jenny,

      danke für Deine netten Worte. Stimmt, generell sind Transportmittel (nicht nur) in Indonesien ein Glücksspiel. Dafür gibt es viele tolle Orte anzuschauen. Schön, dass Dir die Tour gefallen hat. Wir hatten schon bessere Ausflüge ;-)

      Das Schöne am Reisen ist, dass sie Dir niemand nehmen kann. Egal, was künftig passiert. Von Deiner Weltreise zerrst Du ewig.

      Liebe Grüße und eine gute Zeit,
      Heiko

      Antworten
  13. leo

    Ich habe den gleichen trip gemacht. Allerdings mit einem anderen Anbieter. Jedenfalls waren die Umstände die gleichen. Es war sehr sehr sehr ungemütlich und gefährlich. Ich konnte den trip aber dennoch etwas mehr genießen als der Autor. Lag vielleicht auch an den tollen Leuten die ich dort kennen lernen durfte. Aber die haben auch schwer gelitten.

    Antworten
  14. Helmut

    Liebe Heiko,
    Du schreibst zwar, dass Ihr Asienerfahrung habt, aber eventuell habt Ihr nichts daraus gelernt. Auf der Fahrt von Lombok nach Flores (ich habe die Reise von Bali nach Flores gemacht) ist die See zwischen den Inseln immer rau (nur waehrend der Strecken in der man noerdlich der Inseln in deren Schutz faehrt ist es ruhiger). Eine Tatsache die jeder, der sich vorbereitet wissen kann. Wer fuer wenig Geld viel erwartet, ist auch in Indonesien im falschen Land. Man kann nicht Holzklasse buchen und Erste Klasse erwarten. Das trifft auch auf die Hygiene zu. Was erwartet Ihr den auf so einem Seelenverkaeufer? Ich finde den Bericht sehr naïve, aber gerade deshalb auch sehr nuetzlich fuer andere, die wissen wollen auf was sie sich einlassen. Daher Danke fuer den Bericht, der hoffentlich viele davon abhaelt den billig Tourismusrummel weiter mit aufzubauen.

    Noch ein Tip fuer Julia, um die Bettwanzen loszuwerden. Die Sachen in einen schwarzen Plastiksack stecken und fuer ein paar Stunden in die pralle Sonne legen und schon ist das Problem behoben. Die Sachen nicht ins Haus oder die Wohnung nehmen, denn wenn sich die Wanzen sich ersteinmal in Holzritzen verkrochen haben, dann hilft nur noch der Kammerjaeger und viel giftiges Zeug.

    Beste Gruesse

    Helmut

    Antworten
  15. Julia

    Hallo Helmut,

    danke für den Hinweis wegen der Bettwanzen. Hoffentlich kommen wir nicht noch einmal in eine solche Situation. Falls doch, haben wir jetzt eine Idee, was zu tun ist.

    Viele Grüße,
    Julia

    Antworten
  16. Petra Böhm

    Hallo,

    Ich sitze an einem Beitrag über das Unglück am Wochenende (für ARD Brisant) und wollte wissen, ob sie für ein Interview zur Vefügung stünden. Bitte rufen sie mich an unter
    0341-300-4568.
    Vielen Dank!

    Petra Böhm

    Antworten
  17. julia

    Lieber Heiko,

    auch ich habe diese Tour gemacht, das war zwar vor 14 Jahren, aber da scheint sich ja absolut gar nix geändert zu haben. Meine Matratze bzw. das was sie sein sollte, lag irgendwann in einer Blutlache des geschlachteten Huhns, auf welches ich dankend verzichtet habe…Allerdings war mir das da schon fast egal, ich wollte nur runter von dem Boot, auf dem ich mir zeitweise nicht sicher war, es wieder lebend zu verlassen. Es ist einfach gefährlich ohne Schwimmwesten und Rettungsboot solche Touren auf rauher See zu machen und das mit überladenem Boot. Ein Wunder, dass nach diversen Horrorgeschichten, die ich seit meinem Erlebnis auch immer wieder gehört habe, diese Touren scheinbar immernoch funktionieren. Vielleicht ändert sich das ja jetzt nach dem Unglück..

    Liebe Grüsse
    Julia

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Liebe Julia,

      danke für Deinen Kommentar! Daniel hatte ja schon angedeutet, dass Dir diese Tour in – sagen wir mal – besonderer Erinnerung geblieben ist. Wir waren immerhin mit drei Booten unterwegs, sodass – theoretisch – eins zu Hilfe hätte kommen können. Bei Dir war´s ja nur eins. Jedenfalls brauche ich Julia nicht mehr mit irgendwelchen Bootstouren kommen. Das Thema ist vom Tisch ;-)

      Liebe Grüße,
      Heiko

      Antworten
  18. Jürgen

    Hallo ihr 2, war im Juni in Indonesien und hatte mir diese Bootstour ebenfalls überlegt, letztendlich jedoch entschieden besser nach Labuan Bajo direkt zu fliegen und lieber ein paar Tage länger auf einer der Inseln im Komodo Nationalpark zu zelten (was phänomenal war!). Hatte mich dafür entschieden da ich mal eine negative Erfahrung in Australien auf einem Boot machte. War eigentlich eine gut organisierte Tour: Essen war gut, Crew professionell und auch die Hygiene passte. Jedoch war es ein Segelboot und es gab mehrere Tage einfach absolut keinen Wind womit wir in einem Teil des Meeres dahinvegetierten wo man nicht mal schwimmen gehen konnte (aufgrund der Häufigkeit von extrem gefährlichen Quallen). Die Sonne brannte mit 45- 50 Grad runter und man hatte entweder die Möglichkeit sich an Deck grillen zu lassen oder das zur Sauna motierten Unterdeck zu besuchen. Mehrtägige Bootstouren wo man nicht die Möglichkeit hat, sich einfach aus dem Staub zu machen wenns mal nicht passt versuche ich seither eher zu meiden. Naja, man lernt halt nie aus und aus Erfahrungen wird man schlauer ; ) Toi Toi Toi für die restliche Reise! Jürgen

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Jürgen, der Flug nach Labuan Bajo ist wahrscheinlich die beste Variante! Deine Australien-Erfahrungen auf dem Wasser sind interessant. Und ich glaube auch deswegen, dass das größte Problem bei solchen Touren ist, dass man eben nicht einfach “Tschüß” sagen kann. Deshalb lieber nicht ;-) Viele Grüße und alles Gute, Heiko

      Antworten
  19. Pingback: Indonesien: Banda Aceh nach Tsunami und Bürgerkrieg | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  20. InA

    inaIch habe die Lombok-komodo-flores Tour letzten Oktober gemacht und sie war gemeinsam mit der rinjani Besteigung eines meiner Highlights meiner 6monatigen Südostasien Reise. Hatten wegen dem vorherrschenden Taifun extremen Wellengang dafür hatten wir ein tolles Team und nette Crew,sauberen Matratzen, traumhafte verlassene Strände, gutes Essen ( Bananen Patches zum Frühstück:) ). Natürlich war der komodo Nationalpark sehr touristisch und die kameragebühr von 7€ abzocke aber damit hab ich gerechnet. 100€ für eine 3-4Tagestour kann halt meiner Meinung nach auch nicht mehr bieten als sie schon tun. Schade dass ihr keine gute Tour gehabt habt. Ich finde jeder sollte so eine bootstour einmal erlebt haben und seine eigenen Erfahrungen machen :-)

    Antworten
  21. Pingback: „Liebster Award“: Persönliche Antworten auf 33 Fragen | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  22. Pingback: Nord-Sulawesi, Indonesien: Unsere Highlights | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  23. Pingback: Backpacker Bootstrip: Mit dem Boot von Lombok nach Flores

  24. Nadja

    Danke das du deine Erfahrungen von dem Boottrip teilst! Ich werde in ein paar Monaten in Indonesien unterwegs sein und hatte mir auch überlegt diese Tour zu machen. Aber ich glaube fast ich will das Risiko nicht eingehen, dann auf einem Boot mit Bettwanzen und schlechtem Essen zu landen… Kennst du denn zufällig auch “gute” Anbieter solcher Touren, wo die Boote besser sind? Natürlich ist es dann wahrscheinlich teuerer, aber vielleicht lohnt es sich ja wirklich dann etwas mehr zu zahlen anstatt keine schöne Zeit zu haben.
    Liebe Grüße,
    Nadja

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Nadja, danke für Dein Feedback. Wenn Du Dir die anderen Kommentare durchliest, wird klar: Entweder Du liebst diese Tour oder Du hasst sie. Ich kann Dir keinen “guten” Anbieter empfehlen, weil ich von der Tour generell abrate. Denn auch wenn es hygienisch besser als bei uns ist, ändert das nichts am möglichen Wellengang und daran, dass Du quasi gefangen bist. Ich würde nach Labuan Bajo fliegen und von dort tolle Tagestrips in die umliegende Inselwelt unternehmen. Dann schläfst Du abends wenigstens in einem richtigen Bett ;-) Happy travel, Heiko

      Antworten
  25. Pingback: 50 Bilder, die sofort Lust auf eine Indonesien-Reise machen | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  26. Pingback: Labuan Bajo, Ruteng & Co.: West-Flores in Bildern | Wo der Pfeffer wächst – Reisen und Speisen

  27. Beatrice Krell

    Hallo ihr Zwei,

    ich habe im Spiegel Online den Bericht über das Bootsunglück gelesen und bin dabei auf euren Blog gestossen. Ich fand die Kommentare der meisten Leser dort wirklich verachtenswert. Ich muss es leider so ausdrücken, denn das Unglück hat Menschenleben gekostet. Jetzt musste ich mir gleich auch nochmal eure Erfahrungen durchlesen. Ich habe die Tour auch vor wenigen Wochen mit meinem Freund gemacht und bin mittlerweile echt froh, dass sie einfach nur glimpflich abgelaufen ist. Trotzdem musste ich in meinem Blog heute erstmal meinen Unmut über die Kommentare Luft machen: http://www.mplx.de/Blog und http://www.mplx.de/Fremdgesteuert.

    Viele Grüße,

    Bea

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Bea,

      danke für Dein Feedback! Ja, die vielen Kommentare dort fanden wir auch völlig deplatziert, zumal bei diesem Unfall Menschen starben. Wie bei Dir und Deinem Freund waren wir ebenfalls heilfroh, dass unsere Tour trotz der unschönen Umstände glimpflich ablief. Trotzdem würden und werden wir wieder nach Indonesien reisen. Denn das Land hat so viel zu bieten – auch ohne das eigene Leben riskieren zu müssen.

      Viele Grüße,
      Heiko

      Antworten
  28. Markus

    Also wir hatten den gleichen trip auch gemacht jetzt im oktober. Also wir hatten das glueck das wir fast keinen wellengang hatten. Aber schlafen konnte ich trotzdem nicht gut auf dem boot. Aber andere konnten schlafen. Wir hatten auch sonst schon ne gute truppe zusammen.
    Nur in der 2ten nacht bin ich aufgeschreckt weil die crew rumgeschrien hat und ich fande das echt komisch und hatte irgendwie kein gutes gefuehl.
    Am nächsten tag haben wir dann erfahren das unser kapitän eingeschlafen ist und ein anderes boot gerammt hat. Dazu sage ich einmal ……..glueck gehabt … das haette übel enden koennen. Also sowas darf einfach nicht passieren egal wie billig die tour ist.
    Aber ansonsten war es ganz ok. Aber wir waren auch froh wie wir endlich in flores angekommen sind.

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Markus, danke für Deinen Kommentar. Kapitän eingeschlafen, Boot gerammt? Na wenigstens ward Ihr dann ja nicht allein auf dem großen weiten Meer ;-) Viele Grüße, Heiko

      Antworten
  29. Topiano

    Hallo

    ich kann im Gegensatz zu vielen anderen wirklich nur Gutes berichten und bin heute echt froh, die Schiffsreise mit Kencana vor kurzem gemacht zu haben. Sie war eine meiner besten Erlebnisse aller bisher gemachten Indonesienreisen überhaupt und ich reise bereits seit 1985 nach Asien. Ich hatte die Tour schon lange vor und wollte sie unbedingt durchziehen, allerdings auf umgekehrter Route und zwar von Labuan Bajo (Flores) aus nach Lombok weil ich wusste dass auf diesem Weg wesentlich weniger Traveller auf den Booten unterwegs sind als umgekehrt. Zudem kam der glückliche Umstand, dass am Tage meiner Buchung zufälligerweise gerade das große Phinisi Segelschiff im Hafen von Labuan Bajo einlief und ich am nächsten Tag damit die Reise Richtung Lombok machen konnte. Kurz vor Buchen der Schiffsreise war ich doch noch recht verunsichert und hin und hergerissen ob ich es nun machen sollte oder nicht, weil mir eine Bekannte einige Tage zuvor noch Euren Link mit der Horrorstory sowie den Link mit dem beschriebenen Unglück auf Spiegel.de zumailte. Ich war schon drauf und dran, mir ein Flugticket von Labuan Bajo nach Praya auf Lombok zu besorgen, ging dann schließlich doch in Labuan Bajo in eines der Offices und buchte dort und bin heute echt froh den Trip gemacht und dabei wirklich gute Erfahrungen gemacht zu haben. Hätte ich wirklich den Flieger genommen, wäre mir diese wunderbare Schiffsreise und die gemachten Erfahrungen entgangen. Ich unternahm den Trip Mitte November, also zum Ende der Trockenzeit und Beginn der Regenzeit, in der normalerweise schon einige stärkere Winde wehen können, hatte mit dem Wetter dennoch echt Glück, es war trocken mit viel Sonne und es wehten normale Winde und der Seegang war ebenfalls soweit ok. Eine Beschreibung der Reise könnt ihr in 2 Artikeln unter folgendem link lesen.

    http://www.stefan-loose.de/globetrotter-forum/posts/indonesien_bali/boot_lombok_komodo_flores/

    Ich persönlich würde den Schiffsstrip immer wieder machen, allerdings nur wieder mit einem der Phinisi Boote, die nur unwesentlich teurer sind als das normale Schiff und auf jeden Fall nur wieder von Flores aus Richtung Lombok.

    Zu den „Bettwanzen“: Kann es auch sein, dass es Sandflies waren, denn die sind so winzig klein, dass man sie nicht am Strand erkennen kann. Deren Bisse äußern sich erst Stunden oder einen Tag danach und jucken extrem lange und stark. Da ich das zuvor wusste, sprühte ich mir vor den Landgängen am Strand immer mit einem Mückenmittel ein und hatte keinerlei Probleme. Wenn es dennoch Bettwanzen bei euch gewesen sein sollten, unsere Matratzen an Bord waren allerdings mit Kunststoff, dass skylederähnlich aussah überzogen, somit kein Ort in dem sie Bettwanzen einnisten konnten. Die Decken waren allerdings aus Baumwolle und sauber, ich hatte aber keinerlei Probleme und denke bei euch eher, dass es Sandflies gewesen sein könnten, deren Bisse ihr euch bei den Landgängen am Strand geholt haben könntet.

    Topiano

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Topiano,

      danke für Deinen Kommentar. Schön, dass Du gute Erfahrungen bei dem Trip gemacht hast. Das ist ja nun wirklich nicht selbstverständlich ;-) Ich werde mir Deinen Bericht gleich durchlesen.

      Bei uns bzw. Julia waren es wirklich Bettwanzen und Flöhe. Den Unterschied zu Sandfliegen kennen wir. Denn damit hatten wir auch schon zu tun ;-)

      Viele Grüße und gute Reise,
      Heiko

      Antworten
  30. Timo

    Ich habe die “gleiche” Tour im November gemacht! Der Anbieter war Perama Tours. Es war traumhaft! Personal super, Hygiene Top, Essen lecker und reichlich, Ausstattung des Schiffes ideal. Die Orte die wir besucht haben waren paradiesisch! Der Anbieter war etwas teurer. Aber das ist der springende Punkt. Wer krampfhaft sparen will brauch sich am ende nicht über Mängel wundern, geschweige denn beschweren. Das verhält sich wie mit dem Unglück auf der selben Strecke im vergangenen Sommer. Wenn ich 80 Euro pro Person für drei Tage Vollverpflegung auf einem Schiff bezahle dann brauche ich mich nicht wundern, dass das Boot am Ende kein GPS oder ausreichenden Funk hat und vor allem nicht, dass die Tour nach einen Riffauflauf nicht sofort abgebrochen wird (verursacht nämlich massive Kosten!).

    Und noch zwei Worte zu den anderen Beschwerden. Wer auf einen weites gehend unberührten Vulkan will, muss dort hoch wandern. Ja, das ist anstrengend. Und ja, wenn man nicht so fit ist bekommt man Muskelkater. Und wenn man auf einem Boot übers Meer fährt kann es Wellengang geben. Überraschung!! Kleiner Tipp: Sollte einer von euch mal Skifahren wollen, es kann kalt werden. Wer das alles nicht möchte, bucht am besten eine Woche all inclusive Cluburlaub in der Türkei.

    Für alle anderen. Macht die Tour! Sie ist herrlich! Ich bin selten an so schöne Orte gekommen! Delphine begleiten das Boot, Sonnenauf- und untergänge sind atemberaubend, die Schnorchelspots sind fast unberührt. Wilde Wasserschildkröten usw usw…

    Antworten
  31. Julia

    Es ist gut, dass es unterschiedliche Wahrnehmungen der Tour gibt. Jeder sollte sich aufgrund der sehr unterschiedlichen Meinungen sein eigenes Bild machen und dann gut überlegen, ob er einsteigt oder nicht. Es freut mich für Dich, dass Du sie so positiv erleben konntest. Deine Anmerkungen bzgl. Preis – “Leistungs-/Sicherheitsverhältnis” sind sicher richtig.

    Zur Vulkantour: Die Besteigung, die Ausblicke etc. gehören zu den schönsten Erlebnissen, die ich bislang machen durfte (einschließlich des Muskelkaters danach ;-) – und das obwohl ich täglich 60 Minuten radel oder jogge).

    Viele Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr,
    Julia

    Antworten
  32. Isi

    Haha,von der Tour kann ich ein Lied singen :D
    Letztes Jahr habe ich die Tour mit der selben Firma, gleiches Boot gemacht… Nur mit dem Unterschied, dass wir 30 Leute waren. Wir mussten oben und unten schlafen.. Es hat stark geregnet und geblitzt.. Wir hatten nicht einmal genug Matratzen für alle Passagiere :D

    Ein paar Monate später stand in den Nachrichten, dass ein Boot unter gegangen ist. Ich weiß allerdings nicht, ob es von dem gleichen Veranstalter war.

    Es gibt einen anderen Veranstalter, der mehr kostet, aber wesentlich komfortabler ist. ich glaube Permarana oder so ähnlich. Also es ist eine schöne Reise, aber man sollte sich einen anderen Veranstalter nehmen. :)

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Isi, danke für Deinen Kommentar! “Wir hatten nicht einmal genug Matratzen” – Wenn ich das lese, weiß ich wieder Bescheid ;-) Auf jeden Fall eine andere Firma nehmen! Liebe Grüße, Heiko

      Antworten
  33. Marina Müller

    Hallo.
    Ich habe diese Woche den Trip von Lombok nach Flores absolivert und vorgängig mit etwas Sorge Euren Blog gelesen. Nach Abschluss des Trips muss ich sagen, dass Dein Bericht doch schon sehr überspitzt geschrieben ist und viele Leute unnötig abschreckt. Deine Freundin und Du scheinen zwei unerfahrene Reisende zu sein die dachten sie schreiben sich für 100 EUR auf einem Luxus-Damper ein. Das ist eine Backpacker-Boat, logischerweise gibts hier gewisse Abstriche. Aber weinen muss niemand gleich und sterben wird auch niemand (ausser man hat wirklich Pech). Schade das es immer wieder Leute gibt die solche miesen Berichte schreiben und viele andere Reisende unnötig in Angst und Schrecken versetzten.

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Marina,

      danke für Deinen Kommentar. Schön, dass Dir der Bootstrip offenbar gefallen hat. Anderen auch, wie die Kommentare zeigen. Uns – und anderen – angesichts der Begleitumstände leider gar nicht. Der Bericht ist nicht “überspitzt geschrieben”, sondern spiegelt unseren tatsächlichen Erlebnisse wider. Mag sein, dass wir damals (der Trip ist schon eine Weile her) etwas naiv waren. Trotz des niedrigen Preises sollten aber gewisse Mindeststandards eingehalten werden. Und ja: Es sind schon Touristen dabei gestorben! Erst im vergangenen Jahr wieder! Insofern kann von “unnötig in Angst und Schrecken versetzen” nicht die Rede sein, eher von sensibilisieren.

      Viele Grüße,
      Heiko

      Antworten
  34. Jana

    Hallo Heiko,

    da habt ihr ja echt eine Tour mitgemacht… Ich bin momentan am Überlegen wie ich denn Flores und Komodo am besten in meinen Trip mit aufnehme. Doch nachdem ich mit Touren bis jetzt auch eher schlechte Erfahrungen gemacht habe, werde ich jetzt definitiv keine Bootstour mehr machen!
    Super geschrieben! Ich hoffe, ihr könnt mittlerweile drüber schmunzeln.

    Liebe Grüße
    Jana

    Antworten
  35. Julia

    Hallo Jana,

    ja, können wir. Erst gestern haben wir uns darüber unterhalten :-). Wir waren ganz schön naiv, was diese Tour angeht ;-). Aber gut….das gehört dazu. Wie Du an den Kommentaren siehst erlebt sie die eine Hälfte negativ, die andere positiv. Es hängt wohl auch einfach mit den Begleitumständen zusammen. Das was aber unter Abzug aller sehr persönlichen Empfindungen bleibt ist die nicht zu unterschätzende Gefahr, die sich nicht schön reden lässt. Wenn alles gut geht: super. Aber sonst? Muss nicht sein finde ich. Es gibt so so viele tolle Dinge, die man sonst in Indonesien tun kann. Wegen Flores und Komodo: Fliege doch einfach nach Flores und buche von dort Tagesausflüge. Das ist überhaupt kein Problem. ;-) Geschrieben hat die “Geschichte” ja Heiko – ich werde das Kompliment weitergeben. :-) Alles Gute für Dich und eine ganz tolle Reise!!!!!

    Liebe Grüße,
    Julia

    Antworten
  36. markus

    Hallo,
    also ich muss ehrlich sagen ich bin etwas entsetzt. und zwar nicht von den bedingungen sondern von deinem bericht.

    was hast du den gedacht was du für dieses geld geboten bekommst ? selbst wenn alles genau so war wie du es beschrieben hast (was ich mal ganz stark bezweifle) wäre es noch immer für das preis-leistungsverhältnis in ordnung.
    die ganzen dinge über die du dich beschwerst…da kann man ja wirklich nur drüber lachen.
    es gibt kein bier ? wie wärs wenn du einfach im vorhinein fragst wie das mit dem bier trinken auf der reise ist ? so weißt du bescheid und brauchst dich nicht beschwerden wenn dir die einheimischen kein bier geben.
    dann schreibst du gefühlt in jedem 3. satz über den heftigen wellengang. wer glaubst du kann da was dafür ? dass deine freundin beim schlafen deswegen tränen in den augen hatte ist zwar tragisch jedoch sicherlich nicht die schuld des reiseleiters oder sonst wen. wenn ich so eine reiste antrete muss ich eben vorher wissen dass ich mich auf das wetter einlassen muss.

    dass auf diesen trip alles minimalistisch ausgeprägt ist sollte jeden menschen mit gesundem hausverstand klar sein find ich.
    nichts für ungut, aber das nächste mal solltet ihr euch vl einfach mehr gedanken im vorhinein machen auf was ihr euch da einlässt, anstatt dich über alles und jeden zu beschweren und diese tolle erfahrung (das war es für mich) schlecht zu reden.

    lg markus

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo Markus,

      danke für Dein Feedback.

      Ich weiß nicht, was ich darauf noch Neues antworten soll. Ich glaube, zu diesen Themen wurde hier in den Kommentaren bereits alles gesagt…

      Viele Grüße,
      Heiko

      Antworten
  37. James

    Hmm, wo hier doch immer wieder auf dem Geld rum geritten wird:

    Wieviel hat diese Tour den nun konkret gekostet und wie steht das in Relation zu ortsüblichen Preisen und der ortsüblichen Kaufkraft?

    Ich halte persönlich auch nichts von Luxusreisen und überzogenen Ansprüchen, bin einigermaßen robost und so, aber 4 Nächte kaum Schlaf und völlig verdreckte Matratzen mit Bettwanzen sind schon eine Nummer, da hört auch bei mir jeglicher Spaß auf.
    Ich hab auch schon für 7 EUR die Nacht in preiswerten Unterkünften geschlafen, die jedoch sauber und nicht verwanzt waren. Das kann man selbst für kleines Geld erwarten. Da müßte der Preis schon unterhalb der “Einheimischenpreise” für so eine Beförderung liegen, damit ich das als “ja ist halt so muß man wissen” abtun könnte.

    Wenn die das Angebot an Touris mit dem dann entsprechenden Touriaufschlag verkaufen, dann wissen die was die tun. Und dann kann ich nur sagen: Danke für die Warnung, diesen Trip also immer nur nach persönlicher und genauer inspektion des Bootes voorab…

    Antworten
    1. Heiko Meyer Artikelautor

      Hallo James,

      den genauen Preis für die Tour weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich um die 130 Euro pro Person. Dass das keine Luxuskreuzfahrt werden würde, war uns klar. Doch egal bei welchen Preis: Ein gewissen Minimum an Sicherheitsstandards sollte schon eingehalten werden…

      Viele Grüße und eine gute Woche,
      Heiko

      Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>