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Dodekanes-Insel Kos, Griechenland: Strände, Ausflüge und mehr

Griechenlands Insel Kos lockt mit viel Sonne, schönen Stränden und interessanten Ausflügen. Sie ist unsere erste Station beim Inselhüpfen auf dem Dodekanes. Ein Reisebericht mit vielen Bildern.

Inzwischen sind wir zu echten Griechenland-Fans geworden. Im vergangenen Sommer entscheiden wir uns fürs Inselhüpfen auf dem Dodekanes. Warum? Weil wir diese Inselgruppe in der östlichen Ägäis nahe der Türkei noch nicht bereist haben. Wir beginnen mit einer Woche auf der Insel Kos, die direkt von Deutschland aus angeflogen wird und die für ihre vielen schönen Strände bekannt ist. Strände gehen immer, denken wir und freuen uns auf entspannte Tage nach anstrengenden Pandemie-Monaten. Wir sehnen uns vor allem nach Sonne und Meer.

Kos ist eine beliebte Urlaubsinsel und war schon vor 30 Jahren kein „Geheimtipp“ mehr. Sie wirkt nicht so spektakulär wie manch andere in Griechenland. Doch wer entspannten Strandurlaub mag und keine Partys braucht, wird sicher nicht enttäuscht. Zumal es interessante Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele gibt.

Sieben bis zehn Tage sind aus unserer Sicht die optimale Reisedauer für Kos.

Kardamena und die Strände an der mittleren Südküste von Kos

Aus mehreren Gründen entscheiden wir uns für Kardamena als Basis auf Kos. Der Ort liegt in der Mitte von Kos an der Südküste und ist somit ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge auf die gesamte Insel. In der Nähe gibt es mehrere Strände, der Flughafen ist nah, was praktisch für unsere späte Ankunft ist, und uns spricht bei der Recherche eine Unterkunft sofort an: das Nissia Kamares Hotel Apartments* (dazu später mehr).

Kardemana selbst hat keine Sehenswürdigkeiten und ist ein reiner Touristenort direkt am Meer. Es wird viel Englisch, etwas Deutsch, Französisch, Niederländisch und Russisch sowie natürlich Griechisch gesprochen. Es gibt eine lange Flaniermeile mit Restaurants, Souvenirshops und Bars, die in einer Straße parallel zum Meer verläuft.

An der schönen Marina liegen viele Fischer-, Segel- und Ausflugsboote. Manche davon ziehen die Blicke der Passanten auf sich. Eins hat die Anmutung eines Piratenschiffes („Pirates of the Aegean“), ein anderes vorn am Bug das Maul eines Hais aufgemalt.

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Tochter Emma fotografiert ein Fischerboot im Hafen von Kardamena auf Kos

An der Hafenkante gibt es mehrere Einstiege ins Meer ähnlich wie in Swimmingpools, und so manche griechischen Kinder nehmen das gern in Anspruch.

Am östlichen Ende der Marina beginnt eine weitere, sehenswerte Gasse. Auf der einen Seite gibt es kleine, sonnenverwöhnte Strandabschnitte mit Liegen, auf der anderen locken Bars und Restaurants.

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Strand in Kardamena östlich der Marina

An Kardamenas Hauptstrand mit feinem Sand können Sonnenliegen kostenlos genutzt werden, wenn etwas im zugehörigen Restaurant bestellt wird. Das Meer ist im Sommer angenehm warm. Bei unserem ersten Besuch waren die Wellen recht hoch und das Wasser trüb, was wahrscheinlich am Wind lag. Am nächsten Tag erscheint das Meer spiegelglatt und sehr klar. Beim Schnorcheln sind Fische zu sehen.

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Am Kardamena Beach können Sonnenliegen kostenlos genutzt werden, wenn etwas im zugehörigen Restaurant bestellt wird

An einem Tag jogge ich die Küste östlich von Kardamena entlang. Dort wird es sehr schnell ruhig. Eine Asphaltstraße führt direkt am Meer vorbei, an der sich alle paar Hundert Meter kleine Bunker befinden. Je nach Abschnitt heißen die Strände Ladikos Beach, Banana Beach (beide gehören noch zu Kardamena), Malibu Beach oder etwa Atlantis Beach. Richtig schön sind die Strände außerhalb nicht. Dennoch schimmert das Meer wunderbar blau und klar, und im Hintergrund sind die Silhouetten anderer Inseln zu sehen. Die Strandliegensets kosten meist sechs Euro.

Kurz vor dem Berg liegt ein schon von Weitem sichtbarer, vermeintlicher Ort. Doch es handelt sich um eine riesige Ressortanlage, die nur Gäste betreten dürfen.

Westlich von Kardamena führt eine Straße in Richtung Aquatica Water Park – und noch weiter – die Küste entlang. Direkt an ihr befinden sich weitere schmale Strandabschnitte mit Sonnenliegen, die bis auf wenige Ausnahmen nicht sehr einladend auf uns wirken.

Grundsätzlich sollten die Erwartungen an Kardamena – und andere Orte auf Kos – nicht zu hoch sein. Denn wer zuvor herausgeputzte Städte wie Thira auf Santorini, Mykonos-Stadt, Parikia auf Paros, etc. besuchte und Ähnliches erwartet, wird möglicherweise enttäuscht. Julia bezeichnet Kardamena nach dem ersten Rundgang als „abgerockt“. Das kann ich so nicht bestätigen. Aber das Besondere fehlt. Wer im Urlaub auf Strände und Baden steht, wird in Kardamena und auf Kos jedoch definitiv fündig.

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Kirche in Kardamena

Aquatica Water Park Kos

Auf der kroatischen Insel Brač erturnten Tochter Emma und ich für mehrere Stunden einen Hüpfburgenpark auf dem Wasser – mit tagelangem Muskelkater als Folge. Als sie erfährt, dass es auf Kos einen Aquatica Water Park mit zahlreichen Wasserrutschen gibt, ist sie hin und weg vor Begeisterung. „Den Aquatica Park brauche ich unbedingt. Oder soll ich tot umfallen?“, stellt Emma am Vorabend unseres geplanten Besuches klar. Leider wird nichts darauf. Wir stehen an der Kasse an. Doch als wir an der Reihe sind, erklärt uns die Dame, dass aufgrund eines Stromausfalls auf der ganzen Insel fast keine der Einrichtungen genutzt werden kann – aber der volle Eintrittspreis bezahlt werden soll. Bei Emma kullern die Tränen, wie bei anderen Kindern, die uns entgegenkommen. Als Entschädigung leihen wir nachmittags am Paradise Beach ein Tretboot aus. Außerdem verspreche ich ihr, dass wir später auf Rhodos nach einem weiteren Wasserpark Ausschau halten (und halte mein Wort).

Auf Kos gibt es weitere Wasserparks – unter anderem den Water Park Lido nahe Mastichari.

Antikes Heiligtum Asklepieion (Asklepios) von Kos

Mit einem Mietwagen erkunden wir drei Tage die Insel und beginnen mit Zielen im Osten. Erste Station ist das Asklepieion, die bedeutendste archäologische Stätte von Kos. Laut Wikipedia ist ein Asklepieion (auch Asklepios) ein Ort, an dem Asklepios, der Gott der Heilkunst, verehrt wurde und an dem meist medizinische Behandlungen stattfanden. Rund 300 solcher Stätten gab es im alten Griechenland, und die Anlage in Kos zählt offenbar zu den bedeutendsten dieser Art.

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Julia im Asklepieion von Kos

Das antike Heiligtum liegt atmosphärisch an und auf einem von Zypressen bewaldeten Hügel. Es wurde ab dem 4. Jahrhundert vor Christus auf drei Terrassen errichtet. Es gibt also viele alte Steine. Wir wandern durch das Areal, staunen über uralte Säulen und Tempel und blicken auf die blaue Ägäis bis hin zum türkischen Festland. Uns Erwachsenen gefällt es, Tochter Emma findet: „Geht so.“

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Wir wandern durch das Asklepieion, staunen über uralte Säulen und Tempel

Eintritt: acht Euro, Kinder kostenlos. Geöffnet von 8 bis 20 Uhr. Bei der Ankunft begeistert sich Emma vor allem für die vielen Katzen auf dem Parkplatz.

Ausflug nach Kos-Stadt

Nächste Ziel ist Kos-Stadt – eine moderne griechische Stadt mit historischem Zentrum. Sehenswert sind unter anderem die Johanniterfestung Neratzia aus dem 14. Jahrhundert, der Eleftherias-Platz, einige Kirchen sowie viele schöne Cafès und Tavernen, vor allem nahe des Hafens Mandraki.

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Emma und Julia vor der Markthalle von Kos-Stadt. Dahinter befindet sich der Eleftherias-Platz

Eins der beliebtesten Fotomotive von Kos-Stadt – obwohl gar nicht so fotogen – ist die Platane des Hippokrates gegenüber dem Eingang der Festung. Der Urvater der modernen Medizin soll den Baum selbst gepflanzt und unter diesem gelehrt haben.

Im Vergleich zu anderen griechischen Inselstädten ist Kos-Stadt sicherlich keine Augenweide. Aber nach einigen Strandtagen sorgt ein Besuch für Abwechslung. Vormittags oder spätnachmittag sind, wie überall in Griechenland, die besten Zeiten für einen Besuch. Denn dazwischen wird angesichts der Hitze Siesta gehalten und sind die Straßen eher leer.

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Ein Besuch von Kos-Stadt sorgt für Abwechslung vom Strandleben. Diese Kirche wurde bei einem Erdbeben beschädigt

In Kos-Stadt gibt es diverse Hotels und andere Unterkünfte. Wer Urlaub in Kos machen möchte, sollte hier unserer bescheidenen Meinung nach allerdings keinesfalls seine Basis beziehen. Denn die stadtnahen Strände im Osten der Insel erscheinen nicht besonders attraktiv.

Strände nahe Kos-Stadt

Gleich vorweg: Im Gegensatz zu vielen anderen Stränden auf Kos wirken die Stein- und Kiesstrände im Osten der Insel und nahe von Kos-Stadt auf uns nicht gerade einladend. Gleich im Norden der Stadt beginnt der lange Lampi Beach (Lambi Beach). Der Strand ist von Liegen gepflastert, was in der Hochsaison nicht ungewöhnlich in Griechenland und anderswo ist. Nahe am Wasser liegen viele Steine. Im Meer lässt es sich mit Blick auf Bodrum und die türkische Küste bestimmt gut aushalten. Doch Flair ist etwas anderes. Irgendwie wirkt alles schmuddelig. In der Straße parallel zum Strand gibt es gefühlt nur Tavernen.

Südlich von Kos-Stadt folgt ein kleiner Strandabschnitt dem nächsten, und jeder hat einen eignen Namen. Auf einigen Websites wird der Psalidi Beach als „Traumstrand“ bezeichnet. Davon spüren wir bei unserem Besuch nichts. Tatsächlich ist der Psalidi Beach nicht ein einziger Strand, sondern ein längerer Küstenabschnitt mit mehreren Stränden, die fest in der Hand von Surfern und Kitesurfern sind. An manchen Abschnitten befinden sich wenige Strandliegen, dazwischen viel Natur. Die Strände selbst sind meist schieferfarben, im Wasser liegen Steine.

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Der Psalidi Beach besteht aus mehreren Strandabschnitten und ist fest in der Hand von Surfern und Kitesurfern

Therma Beach

Weiter geht es in Richtung Südosten. Die Landschaft wird karger, die Berge schroffer, die Blicke auf die Küste und die Ägäis schöner. Wir kommen am Agios Fokas Beach vorbei, der von der Straße aus gesehen nicht so ansprechend wirkt.

Ein paar Fahrminuten später folgt der letzte Stopp vor einer Sackgasse: der Therma Beach. Vom kostenlosen Parkplatz geht es hinab zu einem schwarzen, von steilen Felsen überragtem Strand. Es gibt Strandliegen und ein Restaurant. Das Wasser sieht klar aus. Es wird schnell tief. Irgendwie fesselt uns der Strand aber nicht.

Der Therma Beach ist bekannt für seine Thermalquellen. Aus dem vulkanischen Boden fließt heißes Thermalwasser, das reich an Mineralien sein soll und durch den hohen Schwefelgehalt nach faulen Eiern riecht. Wir sehen das nur von Weitem, wandern wieder hinauf zum Parkplatz und fahren weiter.

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Karge Küstenlandschaft im Südosten. Dieses Bild entsteht auf dem Weg vom Parkplatz zum Therma Beach, der ähnlich aussieht, aber von steilen Felsen überragt wird

Strände an der Nordküste von Kos

Vorab grundsätzlich zu den Stränden auf Kos: Es gibt viele – viel mehr, als wir während unserer Zeit besuchen können. Wer motorisiert ist, kann selbst auf dieser beliebten Urlaubsinsel Strände der Art „Geheimtipp“ finden.

Vom Inselhighway führen sowohl in Richtung Norden als auch nach Süden diverse Stichstraßen zu den ausgeschilderten Stränden ab. Unterwegs sehen wir so manche Esel.

Die Strände im Norden von Kos sind windiger als im Süden, was bei der Hitze nicht unbedingt ein Nachteil sein muss und Kitesurfer erfreut. An der Nordküste von Kos gibt es etwa ein Dutzend erschlossene – und vor allem schöne, manchmal wilde – Sandstände. Hier eine Übersicht über die nicht zu Unrecht bekanntesten.

Tigaki Beach

Tigaki Beach ist der größte Urlaubsort an der Nordküste von Kos, mit einem langen, hellsandigen Strand. Aufgrund des Windes sind die Wellen höher als an den Südstränden. Doch in Ufernähe können Kinder bedenkenlos baden. Im Meer bleibt es lange flach. Das Wasser ist klar.

Die Kulisse ist am Tigaki Beach ist wunderbar. Das Meer schimmert in diversen Blautönen. Linkerhand ist die griechische Insel Kalymnos zu sehen, rechts bereits die Türkei und die Stadt Bodrum.

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Die tolle Kulisse am Tigaki Beach nutzt Julia zum Handstand

Auf Höhe und in der Nähe des Ortskerns werden diverse Sonnenschirme und Strandliegen vermietet. Abgerechnet wird hier meist nicht nach Set, sondern pro Person (zwischen drei und fünf Euro). Manchmal gibt es sogar Wifi, Windschutz und eine eigene Fußdusche. Je nach Betreiber tragen die Strandabschnitte eigene Namen wie zum Beispiel Banana Beach, Alex Beach und Andreas Beach.

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Am Tigaki Beach tragen die Strandabschnitte je nach Betreiber eigene Namen. Emma schaukelt am Andreas Beach

Vom Ortskern aus gesehen wird es in jede Richtung nach wenigen Hundert Metern schnell ruhig – ideal für lange Strandwanderungen. In einer Stunde geht es den hellen Strand entlang bis nach Marmari, einen weiteren Ferienort. In den Dünen westlich vom Tigaki Beach machen es sich diejenigen gemütlich, die ihre Körper nahtlos bräunen wollen.

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Der Tigaki Beach ist ideal für lange Strandwanderungen

Auf halber Strecke zwischen Tigaki und Marmari liegt ein großer Salzsee, der bei unserem Besuch nur wenig Wasser enthält. Zu einigen Jahreszeiten leben dort Flamingos.

Tigaki ist ein reiner Touristenort, der nach der Urlaubssaison wie leergefegt sein dürfte. Es gibt diverse Tavernen, Supermärkte, Bars – Trubel wie auf Partyinseln aber nicht.

Tigaki Beach ist ein guter Ort für entspannte Strandtage nach der Ankunft in Griechenland oder vor der Rückreise nach Hause.

Während in Kardamena die meisten Touristen Englisch sprechen, scheint am Tigaki Deutsch die häufigste Sprache der Besucher.

Zufällig machen meine Schwester Tina und ihr Mann Christoph ebenfalls Urlaub auf Kos (in Marmari), und ein Tag überschneidet sich mit unserem Aufenthalt. Wir treffen uns am Tigaki Beach und erleben einen unvergesslichen Nachmittag am Strand.

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Familientreffen auf Kos: Tina (v. l.), Christoph, Emma und Julia am Tigaki Beach

Marmari Beach

Der für seinen schönen Strand bekannte Marmari Beach ist der nächste Ferienort westlich von Tigaki – den wir leider nicht besuchen. Es soll ruhiger zugehen als am Tigaki Beach. Aber sowohl vom Strand als auch vom Meer und der Kulisse her dürfte es in Marmari ähnlich aussehen wir in Tigaki und Mastichari.

Mastichari Beach

Am Mastichari Beach etwa mittig an der Nordküste verbringen wir einen Nachmittag – eine sehr gute Entscheidung! Der Sand ist fein und weiß. Das Meer schimmert in unterschiedlichsten Türkis- und Blaufarben, und im Hintergrund bildet die Insel Kalymnos ein tolles Panorama.

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Am Mastichari Beach schimmert das Meer in unterschiedlichsten Türkis- und Blaufarben. Im Hintergrund bildet die Insel Kalymnos ein tolles Panorama – auch Julia gefällt`s

Es gibt diverse Strandliegen zwischen fünf und acht Euro das Set – und viel Platz. Am langen Strand verteilt sich alles gut. Hinterm Strand laden diverse Tavernen zum Verweilen ein.

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Strandliegen kosten zwischen fünf und acht Euro das Set

Ein Holzweg führt zu den einzelnen Strandabschnitten. Ein paar Hundert Meter vom Ortskern entfernt wird es sehr ruhig, und wir fühlen uns wie in einer Dünenlandschaft an der Ostsee. Es ist heiß und sonnig, aber der Wind sorgt für angenehme Erfrischung.

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Dünenlandschaft wenige Hundert Meter vom Ortskern von Mastichari entfernt

Im Meer bleibt es recht lange flach, was Kinder freut. Aufgrund des Windes ist die Brandung bei unserem Besuch etwas höher. Emma stürzt sich in die Wellen – stundenlang! Speziell am späten Nachmittag herrscht am Mastichari Beach eine sehr entspannte „Was kümmert uns die Welt“-Atmosphäre. Die Sonne schiebt sich dem Horizont entgegen, das Meer wechselt sekündlich seine Farben, wunderbar!

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Am Mastichari Beach bleibt es recht lange flach. Emma stürzt sich in die Wellen – stundenlang!

Manchmal ist davon zu lesen, dass Mastichari ein Fischerort sei. Das mag früher so gewesen sein. Bei unserer Stippvisite sehen wir nichts außer Tavernen, kleinen Touri-Shops, einer Busstation und der Mole, an der die Fähren nach Kalymnos ablegen.

Kochilari Beach

Im Nordwesten von Kos auf Höhe von Kefalos begeistern sich vor allem Kitesurfer für den Kochilari Beach. Am nur wenige Hundert Meter langen Strand gibt es Sonnenschirme und rudimentäre Bewirtung. Am Strand liegt schwarzes Seegras, das auf den ersten Blick wie Fels erscheint. Bei unserem Besuch am späten Nachmittag weht ein starker, angenehmer Wind. Bis auf ein paar Kitesurfer und die griechischen Sonnenschirmverleiher ist niemand anwesend.

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Trotz Hauptsaison nichts los am Kochilari Beach im Nordwesten von  Kos

Strände nahe Kefalos im Südwesten von Kos

In der großen Bucht östlich von Kefalos im Südwesten von Kos gibt es vermutlich die meisten Strände der Insel, viele davon sehr schön und wie so häufig mit sehr klarem Wasser. Vom Inselhighway westlich vom Flughafen führen diverse Stichstraßen zu den Stränden. An der Südküste tragen sie zwar unterschiedliche Namen. Ob Agios Stefanos Beach, Paradise Beach, Lagada Beach, Psilios Gremos Beach, Polemos Beach (Magic Beach), Chrysi Akti Beach (Exotic Beach) und andere mehr: Im Grunde handelt es sich jedoch um einen sehr langen, manchmal von Felszungen unterbrochenen Strand, der je nach Abschnitt anders heißt und den jeweils eine andere Atmosphäre auszeichnet.

Agios Stefanos Beach

Der Agios Stefanos Beach ist bemerkenswert. Ein Hingucker und von überall zu sehen ist die vorgelagerte Insel Kastri, auf der sich die blau-weiße Kapelle Agios Stefanos befindet. Vom Strand wate ich durch das Wasser fast hinüber. Ganz klappt der Übergang allerdings nicht, sodass ich die letzten Meter schwimmen muss.

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Am Agios Stefanos Beach zieht die Insel Kastri die Blicke auf sich – und dient manchmal als Vorlage für eine Sandburg

Den Strand kennzeichnet eine weitere Besonderheit. Direkt am Meer befinden sich auf einem Felsvorsprung die Ruinen einer frühchristlichen Kirche aus dem 5. Jahrhundert. Beiderseits der Felsen liegen attraktive Sandstrände. Die Filetstücke mit feinem Sandstrand und flachem Wasser sicherte sich das riesige All-inklusive-Resort Ikos Aria*. An den Rändern befinden sich jedoch auch öffentliche Bereiche mit Sonnenschirmen und Strandliegen.

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Strandabschnitt östlich der Ruinen

Wir lassen uns an einem Nachmittag für neun Euro am westlichen Ende des Ikos Aria Resorts* nieder. Dort besteht der Strand nahe am und am Anfang im Wasser aus Kieselsteinen. Doch wenige Meter vom Ufer entfernt treffen wir auf Meeresboden aus feinstem Sand und klarem Wasser. Besonders Emma und ich genießen die Badefreuden, aber auch Julia lässt sich angesichts der Hitze den Gang ins kühlende Nass nicht nehmen.

Am gesamten Strand wird die komplette Palette an Wassersport angeboten. Direkt an unserem Abschnitt liegen (nur) ein paar Surfbretter im Wasser. Diese nimmt Emma als willkommene Spielgeräte gern in Anspruch. Sie turnt auf den Brettern, imitiert Yoga und lässt sich zu meiner Freude zu einigen Fotos hinreißen. Später kommt auch Julia dazu, sodass beide gemeinsam auf den Brettern turnen.

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Badespaß am Agios Stefanos Beach auf Kos

Am späten Nachmittag fahren wir von Agios Stefanos in Richtung Kefalos und kommen an einem Aussichtspunkt vorbei, der Blicke auf die gesamte Bucht eröffnet.

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Blick auf die Bucht von Kefalos

Paradise Beach

Am bekanntesten und erschlossensten ist der von Felsen flankierte und feinsandige Paradise Beach. Das Wasser ist überall sehr klar, und es geht sanft ins Meer. Speziell am westlichen Ende besteht der Boden komplett aus Sand, sodass selbst Kleinkinder ihren Spaß haben. Allerdings ist am Paradise Beach viel los. Ob Jetski, Parasailing oder Hüpfburg – Wassersport aller Art ist im Angebot und wird gern genutzt.

Auch von uns. Weil der Besuch im Aquatica Water Park leider ausfiel, mieten wir uns für Emma als „Entschädigung“ zum ersten Mal überhaupt ein Tretboot mit Rutsche (20 Euro pro Stunde). Mal treten und lenken wir, mal lassen wir uns vom Wind treiben, mal schwimmen wir, mal rutschen wir hinab ins Wasser – ein großer Spaß, finden alle, besonders Emma.

Weil es uns am Paradise Beach zu voll und zu bunt ist, suchen wir für den Nachmittag einen anderen Strand.

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Theoretisch ist der Paradise Beach einer der Topstrände auf Kos, praktisch ist es uns zu voll und zu bunt

Polemos Beach (Magic Beach)

Wir landen schließlich am Magic Beach, obwohl es auch der Exotic Beach oder der Lagada Beach hätte sein können. Am Ende handelt es sich überall um eine Ansammlung von Sonnenschirmen und -liegen (acht Euro) plus Restaurant, unterbrochen von feinem Sand.

Obwohl fast alle Liegen besetzt sind, ist es angenehm ruhig und die Stimmung entspannt. Die Sonne brennt. Der Sand ist so heiß, sodass wir nur wenige Schritte gehen können, ohne uns die Fußsohlen zu verbrennen. Aber es weht ein kühlender Wind, und das Meer ist herrlich erfrischend und schön klar. Im Hintergrund ziehen Nisyros und andere Inseln unsere Blicke auf sich.

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Am Polemos Beach, auch Magic Beach genannt, ist das Meer herrlich erfrischend und schön klar

Während Julia die meiste Zeit liest, verbringen Emma und ich Stunden im Wasser und wollen am liebsten gar nicht wieder los.

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Julia liest die meiste Zeit, lässt sich ein Bad im Meer aber nicht entgehen

Agios Theologos Beach und die Strände im Westen von Kos

Weiter geht es durch urige Hügellandschaft in den äußersten Westen von Kos zum Agios Theologos Beach. Die Taverne dort bieten sich für ein Abendessen zum Sonnenuntergang an. Der zweigeteilte Beach mit wenig Besuchern wirkt wild und rau mit vielen großen Kieselsteinen und recht starker Brandung, obwohl direkt hinterm Strand eine Dünenlandschaft beginnt. Da keine Insel die Blicke auf die offene Ägäis „versperrt“, schauen wir ins Unendliche.

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Direkt hinterm Agios Theologos Beach beginnt eine Dünenlandschaft

Tripiti Beach

Weniger Meter vor dem Agios Theologos Beach führt eine Sandpiste zum Tripiti Beach, der noch so etwas wie ein „Geheimtipp“ auf Kos ist. Es handelt sich um eine kleine, geschützte Bucht mit einem Sandstrand und Felsen, an der Sonnenschirme und Liegen vermietet werden.

Bubble Beach

Ein weiterer schöner Strand im äußersten Westen von Kos ist der Kava Paradiso, auch Paradise Beach beziehungsweise Bubble Beach genannt – aber nicht zu verwechseln mit dem anderen, bekannteren Paradise Beach in der Bucht von Kefalos. Wenn hier nicht gerade Ausflugsboote anlanden, ist es an diesem Sandstrand mit türkisen Wasser einsam.

Verlassenes Bergdorf Palio Pyli

Ein sehr empfehlenswerter Ausflug am frühen Vor- oder späten Nachmittag führt nach Palio Pyli. Das verlassene Dorf in den Dikeos-Bergen unweit von Marmari und Tigaki wurde im 11. Jahrhundert zum Schutz vor Piraten errichtet und im 19. Jahrhundert während einer Cholera-Epidemie wieder verlassen. Eine kurze, schöne Wanderung führt über Steintreppen durch die Ruinen des ehemaligen Dorfes hinauf zu den Überresten einer Festung. Von dort bieten sich tolle Blicke auf die Nordküste von Kos bis hin nach Kalymnos und die Türkei. Der zuletzt steile Weg hinauf sollte keinesfalls – so wie ich – mit Flipflops unternommen werden. Die nahe Taverne Oria, die dem Schild zufolge bereits seit dem Jahr 1900 existiert, wird sehr gelobt.

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Blick von der Festung von Palio Pyli auf den Norden von Kos bis hin nach Kalymnos (l.) und die Türkei

Beim ersten Anlauf nehmen wir statt des rechten den linken Weg und landen an einem Berghang. Mehrere Ziegen ziehen an uns vorbei. Als wir erkennen, dass wir nicht auf dem richtigen Pfad sind, drehen wir um.

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Beim ersten Anlauf nehmen wir den falschen Weg nach  Palio Pyli
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Ziegen ziehen an uns vorbei

In Palio Pyli verlangt niemand Eintrittsgeld. Es handelt sich einfach nur um einen schönen Ausflug ohne allzu viele Touristen.

Sonnenuntergang in Zia

Unser letztes Tagesziel ist das Bergdorf Zia. Dieses wird überall auf Kos für seine atemberaubenden Sonnenuntergänge angepriesen. Selbstverständlich sind die Blicke von oben wunderbar – im Gegensatz zu den Begleiterscheinungen. Zum Sonnenuntergang kommt gefühlt die Hälfte aller Touristen von Kos nach Zia. Während alle Parkplätze bereits besetzt sind, bringen Busse und Taxis weitere Besucherinnen und Besucher, viele davon in schickem Outfit. Entsprechend ist im Dorf alles auf Touristen ausgerichtet. An der Hauptstraße und an den Abzweigungen gibt es ausnahmslos Tavernen – manche sehr schön anzusehen – oder Läden, die Souvenirs oder Ähnliches anbieten. Wir schlendern einmal kurz doch den Ort und können den Zauber Zias nicht entdecken. Viel schöner ist der Besuch von Palio Pyli.

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Hübsches Restaurant zum Sonnenuntergang in Zia

Pfauenpark in Plaka

Zweimal versuchen wir, zum Pfauenpark von Plaka zu fahren. Beide Male ist die Straße dorthin gesperrt. Aufgrund hoher Waldbrandgefahr werden keine Besucherinnen und Besucher auf das Gelände gelassen.

Andere Touristen erzählen uns von ihrem Besuch im Pfauenwald von Plaka. Demnach haben wir nichts verpasst. Zwar gibt es einige Pfaue, die um ein Wasserloch auf einem ungepflegten Gelände spazieren. Das war es offenbar schon, sodass es nach 15 Minuten weitergeht.

Bootsausflüge Kos

Wenig ungewöhnlich für eine Insel gibt es auf Kos diverse organisierte Bootstouren. Diese lassen sich in Agenturen vor Ort oder vorab im Internet buchen. Hier ein Überblick über die am häufigsten angebotenen:

Tour zur Vulkaninsel Nisyros

Täglich von 10 bis 16:30 Uhr und mehrmals wöchentlich von 12 bis 19:30 Uhr wird eine Bootstour zur etwa eine Fahrstunde entfernten Nachbarinsel Nisyros angeboten. Neben dem atmosphärischen, blau-weißen Hafenort Mandraki ist Nisyros vor allem für einen riesigen Vulkankrater bekannt.

Bei der Ankunft in Nisyros führt eine 25-minutige Busfahrt zum Krater. Da unserer Tochter Emma keine Serpentinenfahrten verträgt, unternehme ich diesen Teil der Tour allein, während es sich Julia und Emma in Mandraki gemütlich machen.

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Die Tour direkt zum Krater der Vulkaninsel Nisyros unternehme ich allein

Wir nutzen die Nachmittagstour, weil wir uns weniger Besucher und besseres Fotolicht erhoffen. Mehr zu Nisyros demnächst in einem separaten Blogbeitrag.

Einmal die Woche gibt es eine Tagestour nach Nisyros in Verbindung mit zwei anderen Inseln.

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Tour zu drei Stränden bei Kefalos

Sehr beliebt ist eine halbtägige Bootstour auf dem sogenannten Piratenschiff zu drei schönen Stränden in der Region Kefalos, unter anderem zum Paradies Beach und zum Bubble Beach.

Tagestour zu drei Inseln

Ein Klassiker ist die Tagestour zu den drei Inseln Kalymnos, Plati und Pserimos. Diese startet ab Kos-Stadt.

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Ausflug nach Bodrum (Türkei)

Ab Kos-Stadt sind Tagesausflüge mit der Fähre nach Bodrum in der Türkei möglich. Wir entscheiden uns dagegen. Zum einen sind wir „nur“ eine Woche auf Kos, und es gibt genug zu sehen und zu tun. Zum anderen wüten während unseres Aufenthaltes heftige Waldbrände nahe Bodrum. Außerdem bleibt das Reisen während der Pandemie nicht ganz einfach, und wir wollen uns im Urlaub nicht um weitere Corona-Tests, etc. kümmern. Dienstags soll in Bodrum ein großer Markt stattfinden.

Mietwagen auf Kos

Wer sich auf Kos nicht nur in seinem Resort erholen, sondern etwas von der Insel sehen möchte, sollte sich zumindest für einige Tage einen Mietwagen nehmen.

In der Hochsaison empfiehlt es sich, Mietwagen mindestens ein paar Tage im Voraus zu arrangieren. Denn die Nachfrage ist hoch. Der übliche Preis für einen Kleinwagen beträgt 45 Euro, wobei es bei mehreren Tagen Rabatte gibt. Als wir Mitte August ein Auto mieten wollen, sind einige Autovermietungen ausgebucht. Am Ende bezahlen wir für drei Tage täglich 60 Euro für einen Smart, können dafür aber unabhängig die Insel erkunden. Auch Cabrios, Quads, Motorbikes und Fahrräder werden vermietet. Wer zu zweit unterwegs ist, kann – wie in Südostasien – die Insel mit Motorbike erkunden.

Auf Kos sind die Entfernungen nicht so groß, wie es zunächst den Anschein hat – wenn man mit Auto unterwegs ist. Bis zum Mastichari Beach dauert es ab Kardamena 15 Minuten, bis zum Asklepieion etwa eine halbe Stunde plus weitere zehn Minuten bis nach Kos-Stadt.

Öffentliche Busse auf Kos

Busse der Verkehrsgesellschaft KTEL verbinden mehrmals am Tag alle Orte mit Kos-Stadt. Umgestiegen wird am Flughafen. Sonntags gibt es nur sehr wenige Verbindungen. Generell eignen sich die Abfahrtzeiten nicht für Beach-Hopping am selben Tag. Preisbeispiel: Die rund 25 Kilometer lange Busfahrt von Kardamena nach Kos-Stadt kostet 3,50 Euro.

In Kos-Stadt und Umgebung fahren Stadtbusse.

Auf Kos fahren wir drei Mal mit dem Taxi. Hier unsere Preise als Beispiele für Fahrten: Flughafen – Kardamena: 15 Euro. Kos-Stadt – Tigaki: 20 Euro. Tigaki – Flughafen: 27 Euro.

Anreise Kos

Kos (IATA-Code: KGS) wird von zahlreichen deutschen (und anderen europäischen) Flughäfen direkt angeflogen. Von München beträgt die Flugzeit etwa zweieinhalb Stunden. Von Kos gibt es Inlandsflüge unter anderem nach Athen (ATH) und Thessaloniki (SKG) auf dem griechischen Festland sowie in der Hauptsaison auf die Inseln Astypalaia (JTY), Leros (LRS) und Rhodos (RHO).

Wir recherchieren Flüge am liebsten bei Skyscanner*. Damit lassen sich nicht nur die besten Langstreckenverbindungen, sondern auch gute Angebote regionaler Billigflieger finden.

Flugverspätung? Flugausfall? Flightright* hilft bei der Durchsetzung von Fluggastrechten – und sorgte dafür, dass uns die Airline eine Entschädigung zahlte. Ein Erfahrungsbericht.

Aufgrund seiner sehr guten Flug- und Fähranbindung eignet sich Kos perfekt als Start- und Endpunkt sowie als Zwischenstation beim Inselhüpfen auf dem Dodekanes. Von Kos gibt es tägliche Fährverbindungen zu anderen Dodekanes-Inseln wie Rhodos, Kalymnos, Nisyros, Leros, Symi, Samos und Patmos, aber auch zu anderen Inselgruppen.

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Kos eignet sich perfekt zum Inselhüpfen auf dem Dodekanes. Es gibt tägliche Fährverbindungen zu diversen anderen Inseln

Der Haupthafen der Insel befindet sich in Kos-Stadt. Vom kleinen Hafen in Mastichari fahren Fähren nach Kalymnos, von Kardamena nach Nisyros.

Tickets lassen sich in den Büros der Fährgesellschaften in Kos-Stadt, bei Reisebüros sowie online unter anderem bei www.directferries.de* buchen.

Hotels, Apartments und Unterkünfte auf Kos

Kos zählt zu den beliebtesten Urlaubsinseln Griechenlands. Entsprechend groß ist die Auswahl an Unterkünften. Viele lassen sich als Teil einer Pauschalreise buchen. In Griechenland entscheiden wir uns fast immer Ferienwohnungen. Dabei sind Küchenzeile, Swimmingpool und Klimaanlage die Mindestausstattung.

Booking.com

Nissia Kamares Hotel Apartments in Kardamena

Bei der Recherche für mögliche Unterkünfte auf Kos spricht uns sofort das Nissia Kamares Hotel Apartments* in Kardamena an – das wir nach sieben Tagen dort uneingeschränkt empfehlen können (ebenso wie andere Familien, mit denen wir sprechen).

Für ein kleines Hotel ist die gepflegte Anlage mit viel Weiß und Grün und Hibiskus, Bougainville und Jasmin vor der Haustür relativ groß. Die hellen, blendend weißen Zimmer mit Torbogen und kleiner Terrasse sind stilvoll eingerichtet, sehr sauber und mit Kochnische, Küchenutensilien, Klimaanlage, Kühlschrank und TV sehr gut ausgestattet.

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Gepflegte Anlage mit viel Weiß und Grün: das Nissia Kamares Hotel Apartments in Kardamena auf Kos
Nissia Kamares Hotel Apartments, Kardamena, Kos, Griechenland, Zimmer, Apartment, Ferienwohnung, Foto: Heiko Meyer
Die hellen, blendend weißen Zimmer mit Torbogen und kleiner Terrasse sind stilvoll eingerichtet, sehr sauber und mit Kochnische, Küchenutensilien, Klimaanlage, Kühlschrank und TV sehr gut ausgestattet

Frühstück wird angeboten, doch wie meistens in Griechenland präferieren wir Selbstverpflegung. So sind wir flexibel beim Frühstück und Abendessen. Als Zwischenmalzeit holen wir uns oft Spinakopita oder andere Snacks vom Bäcker. Abends gibt es meist Nudeln für Emma und griechischen Salat für uns – mit frischem Basilikum aus dem Hotel-Garten. Und Mythos-Bier und Ouzo natürlich.

Das Personal ist nett, die Zimmer werden täglich gereinigt, die Lage ist top. Zwei große Supermärkte, die abends lange öffnen, liegen nur fünf Gehminuten entfernt. Auch zum Strand und zum Hafen von Kardamena sind es nur wenige Minuten.

Und es gibt einen großen, schönen Swimmingpool, in dem Emma ihrem Spitznamen „Wasserratte“ wieder einmal allen Ehren macht. Selbstverständlich badet sie täglich. An unserem zweiten Tag verbringt sie mit minimalen Essens- und Pipipausen tatsächlich sechseinhalb Stunden im Swimmingpool – um dann nach dem Abendessen zum Sonnenuntergang nochmals mit mir im Meer Schwimmen zu gehen. Schon nach zwei Tagen hat sie braune Beine und Arme, während die vom Badeanzug bedeckten Hautflächen an Nordeuropa erinnern. Julia und ich wechseln uns bei der „Betreuung“ ab. Mal macht Julia Yoga und ich werfe Tauchtiere, mal gehe ich Joggen und Julia spielt Wasserball.

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Emma im Swimmingpool des Nissia Kamares Hotel Apartments in Kardamena auf Kos

Unser Fazit vom Nissia Kamares Hotel Apartments*: großer Daumen hoch!

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Miros Hotel Apartments in Tigaki

Weil uns die Fährverbindung von Rhodos nach Kos für unseren Rückflug zu knapp erscheint, verbringen wir zum Abschluss des Dodekanes-Inselhüpfens eine weitere Nacht auf Kos. Sehr gern wären wir wieder im Nissia Kamaera Hotel Apartments* untergekommen, das leider ausgebucht ist. Darum buchen wir nach kurzer Suche ein Zimmer im Miros Hotel Apartments* in Tigaki. Hauptgrund für unsere Wahl ist eine gute Kombination aus Swimmingpool, Nähe zum Strand und Flughafen sowie günstigem Preis.

Emmas Highlight ist natürlich der große Swimmingpool, an dem es auch eine Bar für Snacks und Getränke gibt. Von der Anlage bis zum Meer sind es nur 100 Meter, bis zum Ortszentrum von Tigaki auch nur wenige Hundert Meter. Eltern von Kleinkindern freuen sich über einen kleinen Spielplatz. Die Zimmer mit kleinem Balkon oder Terrasse sind sauber, aber etwas in die Jahre gekommen und einfach eingerichtet. Insgesamt bietet das von einem netten griechisch-deutschen Paar betriebene Miros Hotel Apartments* ein gutes Preisleistungsverhältnis und ist völlig okay für eine Nacht. Für einen längeren Aufenthalt wäre es uns ein bisschen zu „einfach“.

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Emmas Highlight im Miros Hotel Apartments am Tigaki Beach ist natürlich der große Swimmingpool

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OKU Kos

Bei der Recherche fällt Julia das am Marmari Beach gelegene, gehobene OKU Kos* mit stilvoll eingerichteten, erstklassig ausgestatteten Zimmern und Poolvillen auf. Die Bilder bei booking.com sehen top aus. Da wir als Familie mit Kind unterwegs sind, kommt es als „Adult only“-Hotel für uns nicht infrage.

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Kos-Urlaub in Corona-Zeiten

Corona ist auch in Griechenland ein großes Thema. Speziell in den Großstädten sowie auf den beliebtesten Ferieninseln sind die Infektionszahlen relativ hoch. Mit etwas Vorbereitung ist ein sicherer Urlaub trotzdem möglich. Tatsächlich ist dies schon unsere zweite Reise nach Griechenland seit Beginn der Corona-Pandemie.

Spätestens 24 Stunden vor Einreise muss man sich unter https://travel.gov.gr/#/ registrieren. Anschließend folgt per E-Mail ein Formular mit einem QR-Code, der bei Einreise vorgelegt werden muss.

Auf Kos und den anderen Inseln dieser Reise nimmt man die Corona-Schutzmaßnahmen sehr ernst. In Bussen, auf Fähren, in Läden, etc. herrscht Maskenpflicht. In Fähren und bei Bootsausflügen muss der Impfstatus vorgezeigt und ein Corona-Fragebogen ausgefüllt und abgegeben werden. An den Stränden stehen Sonnenliegen und -schirme meist mehrere Meter auseinander.

Wir halten uns an alle Gebote und beschäftigen uns fast ausnahmslos mit uns selbst. Von Menschenansammlungen, die es bis auf Fähren allerdings kaum gibt, halten wir uns möglichst fern. Wie sonst auch, wohnen wir in Griechenland meist in Apartments und verpflegen uns selbst.

Die Einreisebestimmungen und Corona-Regeln vor Ort können sich schnell ändern. Eine gute, regelmäßig aktualisierte Übersicht gibt es unter https://www.adac.de/news/griechenland-urlaub-corona/.

Beste Reisezeit für Kos

In Kos dauert die Touristensaison von Ende April bis Anfang November. Doch das ganze Jahr über gibt es viel Sonne und blauen Himmel.

Grundsätzlich ist es auf Kos im Sommer sehr heiß und trocken. Bei unserer Reise im August zeigt das Thermometer tagsüber 33 bis 36 Grad Celsius. Aufgrund des häufig starken Windes empfinden wir es nicht so heiß. Wir mögen die trockene Hitze mehr als den nasskalten Münchner Herbstregen. Um es kurz zu machen: trockene Hitze plus Wind = sehr gern!

Auslandsreisekrankenversicherung

Wichtig! Unbedingt eine gute Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, zum Beispiel von TravelSecure*, dem Testsieger bei „Stiftung Warentest“. Die Kosten dafür sind überschaubar. Aber falls wirklich etwas Ernsthaftes passiert, wird es schnell sehr teuer.

Reiseführer Kos

Für Griechenland gibt es eine Fülle an Reiseführern. Alle enthalten Kapitel zu Kos. Wer nur diese Insel besucht, ist mit dem ausführlichen „Kos Reiseführer“* von Frank Naundorf und Yvonne Greiner aus dem Michael Müller Verlag bestens bedient. Auf knapp 280 Seiten enthält die inzwischen neunte Auflage eine Fülle an interessanten und praktischen Informationen und Tipps.

Wie gefällt Dir Kos? Und dieser Reisebericht?

Text und Fotos: Heiko Meyer

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