Urap-Urap: Indonesischer Gemüsesalat mit Kokossambal

Urap-Urap ist ein warmer Gemüsesalat, der mit Sambal und Kokosraspeln gewürzt wird. Das indonesische Rezept vereint viele verschiedene Geschmäcker.

Das Rezept für Urap-Urap stammt aus Java, hat aber auf vielen anderen indonesischen Inseln Einzug gehalten. Dahinter verbirgt sich ein warmer Gemüsesalat. Statt mit Erdnusssoße wie bei Gado-Gado und Ketoprak wird hier mit Sambal und Kokosraspeln gewürzt. Durch die unterschiedlichen Gemüsesorten und das süß-scharfe Kokossambal vereint Urap-Urap viele verschiedene Geschmäcker.

Je nach Verfügbarkeit und Saison lassen sich unterschiedliche Gemüse verwenden. Gut eignen sich zum Bespiel Spinat, Wasserspinat, Bohnen, Weißkohl und Sojasprossen. Am besten etwas experimentieren.

In Indonesien wird Urap-Urap häufig als Frühstück gegessen

Laut den indonesischen Originalrezepten gehört Garnelenpaste (Trassi) dazu. Wir bevorzugen die vegetarische – in diesem Fall sogar vegane – Variante und ersetzen Trassi durch Salz. Und wer nicht ganz so gern scharf ist, nimmt einfach weniger Chilischoten.

In Indonesien wird Urap-Urap übrigens häufig als Frühstück gegessen. Bei uns kommt das Gericht mit gekochtem Reis als Hauptspeise auf den Tisch.

Einige Zutaten für Urap-Urap: Galgant, Chilischoten, Kokosraspeln, Palmzucker, Schalotten und Kaffirlimettenblätter

Zutaten Urap-Urap (für vier Personen):

300 g frischer Spinat
150 g Spargelbohnen (oder Stangenbohnen)
300 g Sojasprossen
2 Kaffirlimettenblätter
3 Schalotten
1 Knoblauchzehe
3 rote Chilischoten
Salz
2 cm frischer Ingwer
2 cm frischer Galgant
6 Kemirinüsse (keinesfalls roh essen!)
1 TL Palmzucker
2 EL Pflanzenöl
200 g Kokosraspeln
1 TL Limettensaft
100 ml Wasser
Gekochter Reis

Hinweise:

Alle exotisch klingenden Zutaten gibt es im Asia-Laden.

Kemirinüsse werden in der indonesischen Küche als natürlicher Geschmacksverstärker eingesetzt. Sie dürfen niemals roh verzehrt werden, da sie Blausäure enthalten. Deshalb müssen sie vor dem Essen immer erhitzt werden. Dabei verlieren sie ihre Giftigkeit. Das aus der Kemirinuss gepresste Öl wird bei der Seifen- und Kerzenherstellung verarbeitet. Darum wird sie auch Lichtnuss genannt.

Je nach Verfügbarkeit und Saison lassen sich verschiedene Gemüsesorten verwenden – Probiert es am besten selbst!

Zubereitung Urap-Urap:

1. Das gesamte Gemüse – in diesem Fall Spinat, Bohnen und Sojasprossen – waschen, die Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden und alles nach und nach blanchieren. Das Gemüse dann beiseite stellen und warm halten.
2. Für das Sambal die Schalotten und den Knoblauch abziehen. Den Ingwer und den Galgant schälen. Die Chilis von Stielansatz und Kernen befreien. Alles gemeinsam mit kleingeschnittenen Kaffirlimettenblättern, den halbierten Kemirinüssen, Salz und dem Palmzucker im Mixer zu einer Würzpaste (=Sambal)  verarbeiten.
3. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Sambal darin etwa fünf Minuten bei schwacher Hitze braten. Dabei verlieren die Kemirinüsse ihre Giftigkeit. Die Kokosraspeln, den Limettensaft und das Wasser zugeben und bei mittlerer Hitze rund zehn Minuten garen, bis die Kokosraspeln das Wasser aufgesogen haben.
4. Das Gemüse mit der Kokoswürzpaste mischen und warm mit gekochtem Reis servieren.

Urap-Urap – Guten Appetit (Selamat makan)!

Text und Fotos: Julia Pilz/Heiko Meyer

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